Energiekontor AG: Energiekontor mit hoher Bautätigkeit im ersten Halbjahr 2026 – wesentliche Ergebnisbeiträge im zweiten Halbjahr erwartet
Veröffentlicht am: 13.08.2026 um 07:30 Uhr | dgap.de| Energiekontor AG / Schlagwort(e): Halbjahresbericht 13.08.2026 / 07:30 CET/CEST Für den Inhalt der Mitteilung ist der Emittent / Herausgeber verantwortlich. Energiekontor mit hoher Bautätigkeit im ersten Halbjahr 2026 – wesentliche Ergebnisbeiträge im zweiten Halbjahr erwartet Bremen, 13. August 2026 – Die im General Standard gelistete Energiekontor AG („Energiekontor“), einer der führenden deutschen Projektentwickler und Betreiber von Wind- und Solarparks mit Sitz in Bremen, steigerte im ersten Halbjahr 2026 den Konzernumsatz um mehr als 30 Prozent. Gleichzeitig erreichte das Unternehmen wichtige operative Meilensteine und trieb den Ausbau seines Eigenbestandsportfolios weiter voran. Die Geschäftsentwicklung war dabei wesentlich von der aktuell hohen Bauaktivität geprägt. Die zu Jahresbeginn prognostizierte Ergebnisspanne für das Geschäftsjahr 2026 ist aus heutiger Sicht nach wie vor erreichbar. Voraussetzung hierfür ist insbesondere, dass die zentralen für das Geschäftsjahr 2026 vorgesehenen Ziele planmäßig im zweiten Halbjahr erreicht werden. Finanzielle Entwicklung im ersten Halbjahr 2026 Der Konzernumsatz stieg im ersten Halbjahr 2026 gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 31,4 Prozent auf 99,9 Mio. Euro (H1 2025: 76,0 Mio. Euro). Gleichzeitig erhöhte sich die Gesamtleistung auf 182,8 Mio. Euro (H1 2025: 171,5 Mio. Euro). Die Gesamtleistung profitierte insbesondere von der Vielzahl der Projekte im Bau. Parallel dazu stiegen die Materialaufwendungen infolge der umfangreichen Projektumsetzung deutlich an. Demgegenüber reduzierten sich sowohl der Personalaufwand als auch die sonstigen betrieblichen Aufwendungen gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Vor diesem Hintergrund erwirtschaftete Energiekontor ein positives Betriebsergebnis (EBIT) in Höhe von 10,1 Mio. Euro (H1 2025: 39,3 Mio. Euro). Die hohe Investitionstätigkeit des Konzerns spiegelte sich zudem in höheren Zinsaufwendungen wider. Das Konzernergebnis vor Steuern (EBT) belief sich im ersten Halbjahr 2026 auf -4,7 Mio. Euro (H1 2025: 28,3 Mio. Euro). Das Konzernergebnis nach Steuern betrug -5,3 Mio. Euro (H1 2025: 24,1 Mio. Euro). Das Ergebnis je Aktie lag bei -0,38 Euro (H1 2025: 1,72 Euro). Das Ergebnis des ersten Halbjahres 2026 ist aufgrund des projektorientierten Geschäftsmodells von Energiekontor noch nicht repräsentativ für das erwartete Gesamtjahresergebnis. Wesentliche für das Geschäftsjahr 2026 erwartete Ergebnisbeiträge, insbesondere aus Ready-to-build-Projektverkäufen in Großbritannien und der Inbetriebnahme bereits im Vorjahr veräußerter deutscher Windparks, sollen nach aktuellem Planungsstand im zweiten Halbjahr realisiert werden. Projektgeschäft mit hoher Umsetzungsaktivität Im ersten Halbjahr 2026 erzielte das Segment Projektierung und Verkauf externe Umsatzerlöse in Höhe von 63,2 Mio. Euro und damit 46,0 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum (H1 2025: 43,3 Mio. Euro). Zum Umsatz trugen insbesondere die Inbetriebnahme und Übergabe bereits veräußerter Windparkprojekte bei. Die Gesamtleistung erhöhte sich auf 146,2 Mio. Euro (H1 2025: 138,6 Mio. Euro). Die derzeit hohe Bautätigkeit spiegelte sich insbesondere in den Bestandsveränderungen und den deutlich gestiegenen Materialaufwendungen wider. Das Segment-EBT belief sich auf -12,9 Mio. Euro (H1 2025: 22,9 Mio. Euro). Operativ erreichte Energiekontor im ersten Halbjahr 2026 wichtige Projektmeilensteine. Insgesamt vier Windparks mit einer Gesamtnennleistung von rund 88 Megawatt wurden in Betrieb genommen. Darunter befand sich mit Drensteinfurt-Rieth auch eines der drei bereits im Vorjahr veräußerten deutschen Windprojekte, deren planmäßige Inbetriebnahme und Übergabe für das Geschäftsjahr 2026 vorgesehen ist. Drei Projekte mit einer Gesamtnennleistung von rund 56 Megawatt erreichten den Financial Close. Zum 30. Juni 2026 befanden sich insgesamt 20 Projekte mit einer Gesamtnennleistung von rund 609 Megawatt im Bau. Davon entfallen rund 227 Megawatt auf Projekte, die für den Ausbau des konzerneigenen Bestandsportfolios vorgesehen sind. Unter den Projekten im Bau befinden sich auch die im Geschäftsjahr 2025 schlüsselfertig veräußerten Windparks Elsdorf-Frankeshoven und Elsdorf-Tollhausen, deren Errichtungsarbeiten aktuell planmäßig verlaufen. Die ergebniswirksame Inbetriebnahme und Übergabe der beiden Windparks wird weiterhin im weiteren Jahresverlauf 2026 erwartet. Darüber hinaus verfügte Energiekontor zum Berichtsstichtag über 33 Baugenehmigungen mit einer Gesamtnennleistung von rund 1,2 Gigawatt. Eigenbestand profitiert von höherer Stromproduktion und weiterem Ausbau Die externen Umsatzerlöse des Segments Stromerzeugung in konzerneigenen Wind- und Solarparks erhöhten sich im ersten Halbjahr 2026 um 12,4 Prozent auf 34,5 Mio. Euro (H1 2025: 30,7 Mio. Euro). Das Segment-EBT stieg um 45,8 Prozent auf 7,0 Mio. Euro (H1 2025: 4,8 Mio. Euro). Die Bruttostromproduktion der konzerneigenen Wind- und Solarparks erhöhte sich im Berichtszeitraum auf rund 329 Gigawattstunden (H1 2025: rund 287 Gigawattstunden). Der Anstieg ist insbesondere auf die gegenüber dem außergewöhnlich windschwachen Vorjahreshalbjahr verbesserten Windverhältnisse sowie den weiteren Ausbau des Eigenparkportfolios zurückzuführen. Zum 30. Juni 2026 umfasste der konzerneigene Bestand 41 Wind- und Solarparks mit einer Gesamtnennleistung von rund 461 Megawatt (31. Dezember 2025: rund 448 Megawatt). Positive Entwicklung im Segment Betriebsentwicklung, Innovation und Sonstiges Das Segment Betriebsentwicklung, Innovation und Sonstiges verzeichnete im ersten Halbjahr 2026 ebenfalls eine positive Umsatz- und Ergebnisentwicklung. Die externen Umsatzerlöse erhöhten sich um 9,5 Prozent auf 2,3 Mio. Euro (H1 2025: 2,1 Mio. Euro). Das Segment-EBT konnte mit 1,3 Mio. Euro gegenüber dem Vorjahreszeitraum mehr als verdoppelt werden (H1 2025: 0,6 Mio. Euro). Projektpipeline weiterhin auf hohem Niveau Die Projektpipeline von Energiekontor bewegte sich zum 30. Juni 2026 weiterhin auf einem hohen Niveau. Die Gesamterzeugungsleistung der gesicherten Projekte belief sich auf rund 11,3 Gigawatt ohne US-Projektrechte (31. Dezember 2025: rund 11,6 Gigawatt) beziehungsweise rund 11,9 Gigawatt einschließlich der US-Projektrechte (31. Dezember 2025: rund 12,2 Gigawatt). Vor dem Hintergrund der veränderten Marktbedingungen hat Energiekontor im ersten Halbjahr 2026 einzelne Projekte mit langfristigen Realisierungsperspektiven oder geringerer wirtschaftlicher Attraktivität nicht weiterverfolgt. Dadurch werden Entwicklungsressourcen gezielt auf Projekte mit attraktiver Wirtschaftlichkeit und hoher Realisierungswahrscheinlichkeit konzentriert. Die Gesamterzeugungsleistung der Projekte in fortgeschrittenen Entwicklungsphasen betrug rund 3,0 Gigawatt (31. Dezember 2025: rund 3,1 Gigawatt) und bildet die Grundlage für das kurz- und mittelfristige Wachstum. Mittlerweile entfällt zudem etwas mehr als ein Drittel der Gesamtnennleistung der Projektpipeline auf den Solarbereich. Wesentliche Weichenstellungen im weiteren Jahresverlauf erwartet Die Rahmenbedingungen für die Projektentwicklung erneuerbarer Energien bleiben auch im Jahr 2026 von hohen Unsicherheiten geprägt. Insbesondere die laufende Reform der Netzanschlussverfahren in Großbritannien sowie die parlamentarischen Beratungen zur künftigen Ausgestaltung des EEG-Fördersystems und des angekündigten Netzpakets in Deutschland werden für die weitere Entwicklung der Branche von großer Bedeutung sein. Obwohl für die deutschen Vorhaben bereits konkrete Gesetzentwürfe vorliegen, lassen sich deren endgültige Ausgestaltung und die praktischen Auswirkungen auf die Projektentwicklung aufgrund der noch laufenden Gesetzgebungsverfahren derzeit nicht abschließend beurteilen. Gleichzeitig befindet sich die Branche weiterhin in einer Phase der Konsolidierung. Netzengpässe, hohe Finanzierungskosten, gestiegene Anforderungen an die Projektrealisierung sowie regulatorische Veränderungen stellen viele Projektentwickler vor erhebliche Herausforderungen. Energiekontor verfügt jedoch über eine robuste operative und finanzielle Basis, um diesen Herausforderungen zu begegnen. Trotz der anhaltend hohen Investitionstätigkeit verfügt das Unternehmen zudem über eine solide Bilanz- und Liquiditätsbasis. Von besonderer Bedeutung für die weitere Entwicklung in Großbritannien bleiben die im Rahmen der laufenden NESO-Grid-Reform erwarteten Netzanschlussangebote und Bestätigungen der Netzanschlusskosten. Nach unveränderter Zeitplanung sollen diese bis spätestens Mitte September 2026 vorliegen und Klarheit über die vorgesehenen Netzanschlusstermine und -kosten schaffen. Für ein britisches Projekt besteht bereits ein abgeschlossener Kaufvertrag. Darüber hinaus befindet sich Energiekontor in weiteren Projektverhandlungen. Voraussetzung für die wirtschaftliche Realisierung und Monetarisierung dieser und weiterer Projekte ist, dass die erwarteten Netzanschlussangebote die bisherigen Projektannahmen bestätigen und die vorgesehenen Projektverkäufe im Geschäftsjahr 2026 realisiert werden können. Energiekontor ist mit der Erwartung eines Konzern-EBT in einer Bandbreite von 40 bis 60 Mio. Euro (2025: 40,5 Mio. Euro) in das Geschäftsjahr 2026 gestartet. Aus heutiger Sicht ist diese Bandbreite nach wie vor erreichbar. Voraussetzung hierfür ist, dass die zentralen Ziele für das Geschäftsjahr 2026 planmäßig erreicht werden. Wie unter anderem auch im Rahmen der ordentlichen Hauptversammlung im Mai 2026 erläutert, zählen hierzu insbesondere mehrere ergebnisrelevante Ready-to-build-Verkäufe in Großbritannien sowie die planmäßigen Inbetriebnahmen der drei bereits im Vorjahr veräußerten deutschen Windprojekte. Eines dieser Projekte wurde im ersten Halbjahr bereits erfolgreich in Betrieb genommen und übergeben. Wie bereits zu Jahresbeginn kommuniziert, können die weiteren für die Prognose wesentlichen Ziele aufgrund der jeweiligen Projektentwicklungs- und Baufortschritte erst im zweiten Halbjahr 2026 erreicht werden. „Das erste Halbjahr 2026 war operativ von einer sehr hohen Umsetzungs- und Bautätigkeit geprägt. Mit vier in Betrieb genommenen Windparks, drei Financial Closes, dem weiteren Ausbau unseres Eigenbestands sowie einer weiterhin starken Projektpipeline haben wir wichtige Voraussetzungen für die weitere Unternehmensentwicklung geschaffen. Gerade in einem anspruchsvollen Marktumfeld profitieren wir von der Breite unserer Projektpipeline, dem kontinuierlich ausgebauten Eigenbestand und der Flexibilität unseres Geschäftsmodells. Trotz der aktuellen Herausforderungen verfügen wir über eine starke operative Basis und eine solide Finanzierung. Nun gilt es, die geschaffenen Voraussetzungen im weiteren Jahresverlauf in entsprechende Ergebnisbeiträge zu überführen“, so Peter Szabo, Vorstandsvorsitzender der Energiekontor AG. Der Halbjahresbericht 2026 enthält weitere Angaben zur Geschäftsentwicklung, zur Finanzlage, zum Wirtschafts- und Marktumfeld sowie zum Ausblick von Energiekontor. Er steht unter https://www.energiekontor.de/investor-relations/finanzberichte zum Download zur Verfügung.
Über die Energiekontor AG Eine solide Geschäftspolitik und viel Erfahrung in Sachen erneuerbare Energien: Dafür steht Energiekontor seit mehr als 35 Jahren. 1990 in Bremerhaven gegründet, zählt das Unternehmen zu den Pionieren der Branche und ist heute einer der führenden deutschen Projektentwickler. Das Kerngeschäft erstreckt sich von der Planung über den Bau bis hin zur Betriebsführung von Wind- und Solarparks im In- und Ausland. Darüber hinaus betreibt Energiekontor 41 Wind- und Solarparks mit einer Gesamtnennleistung von mehr als 460 Megawatt im eigenen Bestand. Auch wirtschaftlich nimmt Energiekontor eine Pionierrolle ein und möchte in allen Zielmärkten schnellstmöglich die ersten Wind- und Solarparks unabhängig von staatlichen Förderungen zu Marktpreisen realisieren. Neben dem Firmensitz in Bremen unterhält Energiekontor Büros in Bremerhaven, Hagen im Bremischen, Aachen, Augsburg, Berlin, Potsdam und Hildesheim. Außerdem ist das Unternehmen mit Niederlassungen in England, Schottland, Portugal, Frankreich und den Vereinigten Staaten vertreten. Die stolze Bilanz seit Firmengründung: Mehr als 170 realisierte Wind- und Solarparkprojekte mit einer Gesamtnennleistung von rund 1,6 Gigawatt. Das entspricht einem Investitionsvolumen von rund 2,4 Mrd. Euro. Die im ersten Halbjahr 2026 weiterentwickelte Projektpipeline (11,9 Gigawatt inkl. US-Projektrechten) zeigt die künftigen Wachstumspotenziale und den möglichen Beitrag, den Energiekontor zum Ausbau der erneuerbaren Energien leisten kann. Die Aktie der Energiekontor AG (WKN 531350/ISIN DE0005313506/General Standard) ist im SDAX der Deutschen Börse in Frankfurt notiert und kann an allen deutschen Börsenplätzen gehandelt werden. Kontakt Julia Pschribülla Head of Investor & Public Relations Tel: +49 (0)421-3304-126 Kathrin Mateoschus Investor & Public Relations Manager Tel: +49 (0)421-3304-297 E-Mail für Investor Relations-Angelegenheiten: ir@energiekontor.com E-Mail für Presse-Angelegenheiten: pr@energiekontor.com Energiekontor AG Mary-Somerville-Straße 5 28359 Bremen Tel: +49 (0)421-3304-0 Fax: +49 (0)421-3304-444 E-Mail: info@energiekontor.de Web: www.energiekontor.de 13.08.2026 CET/CEST Veröffentlichung einer Corporate News/Finanznachricht, übermittelt durch EQS News - ein Service der EQS Group. Für den Inhalt der Mitteilung ist der Emittent / Herausgeber verantwortlich. Die EQS Distributionsservices umfassen gesetzliche Meldepflichten, Corporate News/Finanznachrichten und Pressemitteilungen. Originalinhalt anzeigen: EQS News |
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