Drägerwerk, DE0005550636

Drägerwerk-Aktie: Zollrückerstattungen stützen Neunmonats-EBIT

Veröffentlicht am: 05.11.2026 um 09:40 Uhr | Redaktionelle Verantwortung: Rafael Müller, Chefredakteur AD HOC NEWS
Drägerwerk steigert Umsatz und EBIT in den ersten neun Monaten, profitiert aber von Zollrückerstattungen. Die Jahresziele bleiben bestehen.

Geschäft wächst, Quartalsgewinn sinkt

  • Dräger steigerte den Umsatz in den ersten neun Monaten 2026 währungsbereinigt um 5,3 Prozent.
  • Das Neunmonats-EBIT profitierte von Zollrückerstattungen über 27,9 Millionen Euro.
  • Die Prognose für 2026 bleibt bei 2,0 bis 6,0 Prozent Umsatzwachstum und 6,0 bis 8,0 Prozent EBIT-Marge.
Drägerwerk, DE0005550636, Illustration mit AI erstellt.

Drägerwerk hat in den ersten neun Monaten 2026 Umsatz und Ergebnis gesteigert. Zugleich fiel das EBIT im dritten Quartal trotz eines positiven Zoll-Effekts unter den Vorjahreswert. Das geht aus der am 29. Oktober veröffentlichten Mitteilung von Drägerwerk hervor, die über Deutsche Börse verbreitet wurde.

Umsatz legt in beiden Sparten zu

Der Auftragseingang erhöhte sich in den ersten neun Monaten um 3,1 Prozent auf 2.673,5 Millionen Euro. Währungsbereinigt betrug das Plus 3,6 Prozent. Besonders stark entwickelte sich die Sicherheitstechnik: Ihr Auftragseingang nahm währungsbereinigt um 13,1 Prozent auf 1.242,8 Millionen Euro zu. In der Medizintechnik ging er dagegen um 3,5 Prozent auf 1.430,7 Millionen Euro zurück.

Der Konzernumsatz stieg nominal um 4,7 Prozent auf 2.453,9 Millionen Euro, währungsbereinigt um 5,3 Prozent. Die Medizintechnik steuerte 1.367,0 Millionen Euro bei, ein währungsbereinigtes Plus von 4,4 Prozent. In der Sicherheitstechnik wuchs der Umsatz währungsbereinigt um 6,5 Prozent auf 1.087,0 Millionen Euro.

Zollrückerstattungen prägen Ergebnis

Das EBIT kletterte von 77,1 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum auf 111,8 Millionen Euro. Die EBIT-Marge verbesserte sich von 3,3 auf 4,6 Prozent. Im Ergebnis enthalten waren jedoch Einmaleffekte aus Zollrückerstattungen von insgesamt 27,9 Millionen Euro. Davon entfielen 7,8 Millionen Euro auf das zweite und 20,1 Millionen Euro auf das dritte Quartal.

3,8 Millionen Euro der Rückerstattungen bezogen sich auf Zollaufwendungen des laufenden Geschäftsjahres und waren deshalb ergebnisneutral. Gleichzeitig fielen in den USA im laufenden Jahr nicht erstattungsfähige Zollaufwendungen von 25,8 Millionen Euro an. Die Bruttomarge profitierte von den Rückerstattungen mit rund einem Prozentpunkt und stieg auf 46,8 Prozent.

Quartals-EBIT bleibt unter Vorjahr

Im dritten Quartal wuchs der Umsatz währungsbereinigt um 1,0 Prozent auf 850,8 Millionen Euro. Der Auftragseingang legte um 7,0 Prozent auf 926,2 Millionen Euro zu, getragen von einem Plus von 20,2 Prozent in der Sicherheitstechnik. Das Quartals-EBIT sank dagegen von 56,7 auf 48,0 Millionen Euro. Die Marge verringerte sich von 6,8 auf 5,6 Prozent, obwohl im Quartal 20,1 Millionen Euro Zollrückerstattungen enthalten waren.

Vor diesem Hintergrund bestätigte Dräger die Jahresziele. Für 2026 erwartet der Konzern weiterhin ein währungsbereinigtes Umsatzwachstum von 2,0 bis 6,0 Prozent und eine EBIT-Marge von 6,0 bis 8,0 Prozent. Vorstandschef Stefan Dräger zeigte sich zuversichtlich, die Ziele zu erreichen.

Aktie vor Handelsstart fester

Der Realtime-Kurs der Drägerwerk-Aktie lag am Donnerstag, 5. November 2026, um 09:34 Uhr bei Lang & Schwarz bei 108,00 Euro, 1,31 Prozent über dem Xetra-Schlusskurs vom Mittwoch, 4. November. Die Notierung lag damit über dem am Morgen bei 107,60 Euro gemeldeten Xetra-Kurs.

Drägerwerk AG & Co. KGaA

  • ISIN: DE0005550636
  • WKN: 555063
  • Ticker: DRW3
  • Kurs bei Lang & Schwarz: 108,00 Euro am 5. November 2026 um 09:34 Uhr
  • Vergleich: 1,31 Prozent über dem Xetra-Schluss vom 4. November 2026 bei 106,60 Euro
  • Indizes: SDAX und TecDAX

Für Anleger bleibt entscheidend, ob Dräger die im dritten Quartal schwächere operative Marge im Schlussquartal ausgleichen kann. Das Umsatzwachstum und die Dynamik der Sicherheitstechnik sprechen für eine solide Nachfrage, während die Ergebnisqualität wegen der Zollrückerstattungen besonders zu beachten ist.

Das Marktumfeld für deutsche Standardwerte lässt sich im DAX verfolgen.

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