Drägerwerk, DE0005550636

Drägerwerk-Aktie: Umsatzplus, aber Zollerstattungen stützen EBIT

Veröffentlicht am: 03.11.2026 um 15:50 Uhr | Redaktionelle Verantwortung: Rafael Müller, Chefredakteur AD HOC NEWS
Die Drägerwerk-Aktie bleibt nach dem Umsatz- und EBIT-Anstieg im Fokus. Zollrückerstattungen stützen das Ergebnis, die Jahresziele gelten weiter.

Geschäft und Ausblick

  • Dräger steigerte den währungsbereinigten Umsatz in den ersten neun Monaten 2026 um 5,3 Prozent auf 2.453,9 Millionen Euro.
  • Das EBIT profitierte von Zollrückerstattungen, während der Auftragseingang der Sicherheitstechnik deutlich zulegte.
  • Die Prognose für Umsatzwachstum und EBIT-Marge im Gesamtjahr 2026 bleibt bestehen.
Drägerwerk, DE0005550636, Illustration mit AI erstellt.

Drägerwerk hat am 29. Oktober 2026 höhere Neunmonatszahlen vorgelegt, wobei Zollrückerstattungen einen wesentlichen Teil des EBIT-Anstiegs erklärten. Die Mitteilung von EQS News nennt für die ersten neun Monate 2026 einen währungsbereinigten Umsatz von 2.453,9 Millionen Euro, nach 2.343,5 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum.

Umsatz und Auftragseingang legen zu

Der Auftragseingang erhöhte sich währungsbereinigt um 3,6 Prozent auf 2.673,5 Millionen Euro. In der Sicherheitstechnik stieg er um 13,1 Prozent auf 1.242,8 Millionen Euro, während der Auftragseingang der Medizintechnik um 3,5 Prozent auf 1.430,7 Millionen Euro sank.

Beide Sparten steigerten den Umsatz: Die Medizintechnik kam währungsbereinigt auf 1.367,0 Millionen Euro, ein Plus von 4,4 Prozent. Die Sicherheitstechnik wuchs um 6,5 Prozent auf 1.087,0 Millionen Euro.

Zollrückerstattungen prägen Ergebnis

Das EBIT stieg von 77,1 auf 111,8 Millionen Euro, die EBIT-Marge von 3,3 auf 4,6 Prozent. Darin enthalten waren 27,9 Millionen Euro aus Zollrückerstattungen, davon 20,1 Millionen Euro im dritten Quartal. 3,8 Millionen Euro bezogen sich auf Zollaufwendungen des laufenden Geschäftsjahres und waren ergebnisneutral; zugleich fielen in den USA 25,8 Millionen Euro nicht erstattungsfähige Zollaufwendungen an.

Im dritten Quartal wuchs der Auftragseingang währungsbereinigt um 7,0 Prozent auf 926,2 Millionen Euro. Das Quartals-EBIT sank dagegen auf 48,0 Millionen Euro nach 56,7 Millionen Euro im Vorjahresquartal.

Prognose bleibt unverändert

Für 2026 erwartet Dräger weiterhin ein währungsbereinigtes Umsatzwachstum von 2,0 bis 6,0 Prozent und eine EBIT-Marge von 6,0 bis 8,0 Prozent. Anleger dürften deshalb auf die Entwicklung der operativen Marge ohne stützende Einmaleffekte achten.

Der Realtime-Kurs der Drägerwerk-Aktie lag am Dienstag, 3. November 2026, um 15:36 Uhr bei Lang & Schwarz bei 105,30 Euro, 3,03 Prozent über dem Xetra-Schlusskurs vom Montag, 2. November. Gegenüber dem Kurs von 104,20 Euro im eigenen Bericht vom 30. Oktober entspricht das einem Plus von 1,06 Prozent; dieser Vergleich ist vom Xetra-Tagesvergleich getrennt.

Das deutsche Marktumfeld lässt sich über die DAX-Berichterstattung einordnen.

Drägerwerk AG & Co. KGaA kompakt

  • Unternehmen: Drägerwerk AG & Co. KGaA
  • ISIN: DE0005550636
  • WKN: 555063
  • Ticker: DRW3.DE
  • Indizes: SDAX, TecDAX
  • Kurs Lang & Schwarz: 105,30 Euro am 03.11.2026 um 15:36 Uhr
  • Xetra-Schluss: 102,20 Euro am 02.11.2026
  • Börsenwert: 1,75 Milliarden Euro am 03.11.2026

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