Drägerwerk-Aktie: Umsatz wächst, Zoll-Effekt hebt EBIT
Veröffentlicht am: 03.11.2026 um 09:06 Uhr | Redaktionelle Verantwortung: Rafael Müller, Chefredakteur AD HOC NEWSDräger wächst trotz Sondereffekten
- Der Auftragseingang legte in beiden Segmenten zu, besonders stark in der Sicherheitstechnik.
- Zollrückerstattungen stützten das Ergebnis, während das dritte Quartal beim EBIT hinter dem Vorjahr blieb.
- Dräger hält an den Zielen für Umsatzwachstum und EBIT-Marge im Geschäftsjahr 2026 fest.
Drägerwerk hat in den ersten neun Monaten 2026 Umsatz und operatives Ergebnis gesteigert. Der Realtime-Kurs der Drägerwerk-Aktie lag am Dienstag, 3. November 2026, um 09:02 Uhr bei Lang & Schwarz bei 101,50 Euro, 0,68 Prozent unter dem Xetra-Schlusskurs vom Montag, 2. November. Die Neunmonatsmitteilung wurde am 29. Oktober veröffentlicht und von BÖRSE ONLINE als EQS-News der dpa-Afx verbreitet.
Umsatz legt in beiden Segmenten zu
Der Umsatz erhöhte sich währungsbereinigt um 5,3 Prozent auf 2.453,9 Millionen Euro. Die Medizintechnik steuerte 1.367,0 Millionen Euro bei, ein Plus von 4,4 Prozent. In der Sicherheitstechnik wuchs der Umsatz währungsbereinigt um 6,5 Prozent auf 1.087,0 Millionen Euro.
Der Auftragseingang stieg währungsbereinigt um 3,6 Prozent auf 2.673,5 Millionen Euro. In der Sicherheitstechnik nahm er um 13,1 Prozent zu, während die Medizintechnik wegen eines hohen Vergleichswerts aus dem Vorjahr um 3,5 Prozent nachgab. Im dritten Quartal erhöhte sich der Auftragseingang des Konzerns währungsbereinigt um 7,0 Prozent auf 926,2 Millionen Euro.
Zollrückerstattungen prägen das Ergebnis
Das EBIT stieg auf 111,8 Millionen Euro nach 77,1 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum. Die EBIT-Marge verbesserte sich von 3,3 auf 4,6 Prozent. Im Ergebnis enthalten waren jedoch 27,9 Millionen Euro aus Zollrückerstattungen, davon 20,1 Millionen Euro für das dritte Quartal. 3,8 Millionen Euro dieser Erstattungen bezogen sich auf laufende Zollaufwendungen und waren damit ergebnisneutral.
Dräger verwies zugleich auf 25,8 Millionen Euro an US-Zollaufwendungen im laufenden Jahr, die nach der damaligen Rechtslage nicht erstattungsfähig waren. Im dritten Quartal selbst sank das EBIT deshalb trotz höherem Umsatz auf 48,0 Millionen Euro nach 56,7 Millionen Euro. Die Quartalsmarge ging von 6,8 auf 5,6 Prozent zurück.
Prognose für 2026 bleibt bestehen
Vorstandschef Stefan Dräger erklärte, die Nachfrage nach der "Technik für das Leben" habe sich erhöht. Er führte das höhere Ergebnis sowohl auf die Rückerstattung früher gezahlter US-Zölle als auch auf die operative Entwicklung zurück und zeigte sich zuversichtlich, die Jahresziele zu erreichen.
Für 2026 erwartet Dräger weiterhin ein währungsbereinigtes Umsatzwachstum von 2,0 bis 6,0 Prozent und eine EBIT-Marge von 6,0 bis 8,0 Prozent. Für Anleger bleibt damit entscheidend, wie stark das operative Geschäft die Einmaleffekte ersetzt und ob die Sicherheitstechnik ihre Wachstumsdynamik fortsetzt.
Drägerwerk AG & Co. KGaA
- ISIN: DE0005550636
- WKN: 555063
- Ticker: DRW3.DE
- Lang-&-Schwarz-Kurs: 101,50 Euro am 3. November 2026 um 09:02 Uhr
- Veränderung: minus 0,68 Prozent gegenüber dem Xetra-Schlusskurs vom 2. November 2026
- Xetra-Schlusskurs: 102,20 Euro am 2. November 2026
- Indizes: SDAX und TecDAX
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