Amgen, US0311621009

Die Amgen-Aktie reagiert auf HSBC-Abstufung und starke Q2-Zahlen

Veröffentlicht am: 11.09.2026 um 14:46 Uhr | Redaktionelle Verantwortung: Rafael Müller, Chefredakteur AD HOC NEWS

Die Amgen-Aktie fiel am 10.09.2026 an der Nasdaq um 2,25 Prozent auf 382,47 USD nach einer Abstufung durch HSBC und einem reduzierten Kursziel von 425 USD. Im zweiten Quartal 2026 erzielte Amgen einen Umsatz von mehr als 10 Milliarden USD, rund 10 Prozent über Vorjahr.

Fotorealistische moderne Biotech-Produktionsanlage mit Glasfassade, Bioreaktoren und Palmen unter blauem Himmel
Amgen Inc. (ISIN US0311621009) zeigt fotorealistisch eine moderne Biotech-Anlage mit Bioreaktoren in Kalifornien, Illustration mit AI erstellt.

Die Amgen-Aktie (ISIN US0311621009) steht am 11.09.2026 im Zeichen einer frischen Analystenabstufung und zugleich solider Zahlen: Nach Daten zum Handelsschluss an der Nasdaq vom 10.09.2026 notierte das Papier bei 382,47 USD, was einem Tagesminus von 2,25 % entspricht und die Reaktion des Marktes auf die geänderte Bewertung von HSBC widerspiegelt.

HSBC reduziert Kursziel, Markt reagiert spürbar

Wie Ad-hoc-news am 11.09.2026 berichtet, hat HSBC die Amgen-Aktie am 10.09.2026 von Buy auf Hold abgestuft und gleichzeitig das Kursziel von zuvor 445 USD auf 425 USD gesenkt, was den Bewertungsabschlag von 20 USD konkret macht.

Nach Angaben von Ad-hoc-news schloss Amgen am 10.09.2026 bei 382,47 USD und lag damit klar unter dem von HSBC neu definierten Kursziel von 425 USD, wodurch sich ein Bewertungsabstand von rund 11 % ergibt.

Wie FullyInformed am 11.09.2026 hervorhebt, blieb eine unmittelbare Anschlussverkaufswelle nach dem Kursrutsch aus, sodass die starke Reaktion vom 10.09.2026 zunächst als einmalige Anpassung an die neue HSBC-Einschätzung erscheint.

Q2 2026: Umsatz wächst zweistellig, Margen bleiben hoch

Laut Investing.com hat Amgen im zweiten Quartal 2026 einen Umsatz von mehr als 10 Milliarden USD erzielt, was einem Plus von etwa 10 % gegenüber dem Vorjahresquartal entspricht und die Breite des Portfolios unterstreicht.

Nach Angaben von Investing.com entfielen nahezu 70 % der Produktumsätze im zweiten Quartal 2026 auf sechs zentrale Wachstumstreiber, deren Erlöse im Jahresvergleich um 26 % zulegten und damit deutlich schneller wuchsen als der Gesamtkonzern.

Wie Investing.com im Rahmen der Wells-Fargo-Healthcare-Konferenz berichtet, lag die nicht auf US-GAAP basierende operative Marge von Amgen im zweiten Quartal 2026 bei rund 48 %, während das Management für das Gesamtjahr 2026 eine Bandbreite von 45 bis 46 % anpeilt, um gleichzeitig höheres Wachstum durch zusätzliche Investitionen zu finanzieren.

Nach Daten von MarketBeat meldete Amgen für das zweite Quartal 2026 einen Gewinn je Aktie von 6,29 USD, der damit 0,67 USD über dem Konsens von 5,62 USD lag, sowie einen Quartalsumsatz von 10,05 Milliarden USD gegenüber Markterwartungen von 9,43 Milliarden USD, was eine positive Überraschung bei beiden Kennzahlen darstellt.

Wie MarketBeat weiter ausführt, erwartet Amgen für das Geschäftsjahr 2026 einen Gewinn je Aktie zwischen 22,30 und 23,50 USD, während der Analystenkonsens bei rund 22,97 USD liegt, was dem Management etwas zusätzlichen Spielraum gegenüber den Markterwartungen verschafft.

Pipeline und Studienerfolg stützen die Story

Zusätzlich zu den Zahlen stützt ein Studienerfolg im Bereich der Onkologie die Investmentstory: Wie Yahoo Finance am 10.09.2026 berichtet, haben Amgen und AstraZeneca mit der Phase-III-Studie DeLLphi-305 gezeigt, dass die Kombination aus Amgens Imdelltra (tarlatamab) und AstraZenecas Imfinzi (durvalumab) bei Patienten mit extensiver kleinzelliger Lungenerkrankung den primären Endpunkt des Gesamtueberlebens erreicht.

Nach Angaben von Yahoo Finance erfüllte die Kombination aus Imdelltra und Imfinzi zudem einen wichtigen sekundären Endpunkt der progressionsfreien Zeit, ohne dass neue Sicherheitsbedenken auftraten, was die Chance auf eine breitere Zulassung und zusätzliche Umsätze im Bereich der kleinzelligen Lungentumoren erhöht.

Wie Yahoo Finance erläutert, liegt der Anstieg der Amgen-Aktie im Jahr 2026 bis zum Berichtstag bei etwa 20 %, während die Aktie von AstraZeneca rund 15 % eingebüßt hat, was den Marktunterschied im Umgang mit den jeweiligen Pipeline-Signalen verdeutlicht.

Analystenurteile: HSBC wird vorsichtiger, Scotiabank bleibt positiv

Während HSBC zur Vorsicht mahnt, bleiben andere Häuser konstruktiver: Laut The Globe and Mail hält Scotiabank in einem Bericht vom 10.09.2026 an einer Buy-Einstufung für Amgen fest und sieht das Kursziel bei 450 USD, was bei einem Kurs von 393,18 USD am Vortag vor dem HSBC-Schritt ein theoretisches Aufwärtspotenzial von gut 14 % implizierte.

Nach Angaben von The Globe and Mail liegt das durchschnittliche Analystenkursziel für Amgen bei rund 397,95 USD, was bei einem Kursniveau knapp unter 390 USD nur einen geringen prozentualen Aufschlag signalisiert und den Konsens als moderat optimistisch einordnet.

Wie The Globe and Mail weiter hervorhebt, hat William Blair seine Buy-Einschätzung für Amgen jüngst bestätigt, was die Spannbreite der Analystenmeinungen von vorsichtigem Halten bis zu klaren Kaufempfehlungen deutlich macht.

Laut Benzinga begründet HSBC die Herabstufung und das auf 425 USD gesenkte Kursziel unter anderem mit einer vorsichtigeren Einschätzung des Bewertungsniveaus nach dem starken Kursanstieg sowie mit einem intensiveren Wettbewerbsumfeld, bleibt aber insgesamt bei einer neutralen Sicht und verzichtet auf ein Verkaufsvotum.

Zahlenblick nach vorne: Konsensschätzungen und Dividende

Für die kommenden Berichte liefern die Konsensschätzungen einen zusätzlichen Anker: Nach Daten von Yahoo Finance wird für den nächsten Quartalsbericht von Amgen ein Gewinn je Aktie von 5,69 USD erwartet, was einem Anstieg von 0,89 % gegenüber dem entsprechenden Vorjahresquartal entspricht, sowie ein Umsatzplus auf 9,91 Milliarden USD, rund 3,68 % über Vorjahr.

Laut Yahoo Finance rechnet der Zacks-Konsens für das Gesamtjahr mit einem Gewinn je Aktie von 22,47 USD und einem Umsatzvolumen von 38,81 Milliarden USD, was gegenüber dem Vorjahr Zuwächse von 2,88 % beim Ergebnis und 5,6 % beim Umsatz anzeigen würde.

Nach Angaben von MarketBeat zahlt Amgen eine quartalsweise Dividende von 2,52 USD je Aktie, was auf Jahresbasis 10,08 USD entspricht und bei den genannten Kursniveaus einer Rendite von etwa 2,6 % gleichkommt, während die Ausschüttungsquote bei rund 62,65 % liegt.

Wie MarketBeat zudem ausführt, war zuletzt ein erhöhte Aktivität bei Put-Optionen auf Amgen zu beobachten, was auf eine wachsende Zahl von Marktteilnehmern hinweist, die kurzfristig mit weiteren Schwankungen oder einem Rückschlag rechnen und sich entsprechend absichern.

Kursbild und Anlegerperspektive

Am 10.09.2026 schloss die Amgen-Aktie an der Nasdaq bei 382,47 USD, während sie laut Ad-hoc-news damit stärker verlor als die großen US-Aktienindizes, die im gleichen Zeitraum weniger stark nachgaben.

Für Anleger ergibt sich damit ein Bild, in dem die Amgen-Aktie kurzfristig durch die HSBC-Abstufung und erhöhte Absicherungsaktivität belastet ist, mittelfristig aber durch zweistellig wachsende Umsätze im zweiten Quartal 2026, einen Gewinn je Aktie von 6,29 USD über Konsens und eine operative Marge im hohen 40-%-Bereich gestützt wird.

Amgen-Aktie im Überblick

  • Unternehmen: Amgen Inc.
  • ISIN: US0311621009
  • Ticker: AMGN
  • Handelsplatz: NASDAQ (Heimatbörse), Zweitnotierungen an deutschen Handelsplätzen möglich
  • Kurs (Stand 10.09.2026): 382,47 USD
  • Marktkapitalisierung: Wert laut US-Kursniveau im hohen zweistelligen Milliarden-USD-Bereich
  • Sektor / Branche: Gesundheitswesen / Biotechnologie
  • Indexzugehörigkeit: S&P 500

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