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| Umsatz und Ergebnis im ersten Quartal deutlich unter Vorjahr |
JENA, 12. Februar 2026 Carl Zeiss Meditec erzielte im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2025/26 einen Umsatz von 467,0 Mio. € (Vj.: 490,5 Mio. €), was einem Rückgang von -4,8 % entspricht (bereinigt um Währungseffekte1 von -0,7 %). EBITA2 belief sich auf 8,1 Mio. € (Vj.: 35,2 Mio. €). Die EBITA-Marge lag bei 1,7 % (Vj.: 7,2 %). Justus Felix Wehmer, Finanzvorstand der Carl Zeiss Meditec AG, kommentiert: „Der schwache Jahresstart im ersten Quartal verdeutlicht die Herausforderungen eines Marktumfelds, das zunehmend von geopolitischen Unsicherheiten und einer spürbaren Zurückhaltung bei Investitionsentscheidungen sowie Veränderungen der regulatorischen Rahmenbedingungen geprägt ist. Daher ist es jetzt besonders wichtig, die Lokalisierung von Produkten zügig voranzubringen, Prioritäten in F&E konsequent neu zu definieren und die operative Effizienz weiter zu stärken.“ Rückläufige Umsätze in beiden strategischen Geschäftseinheiten Die Umsatzentwicklung in beiden strategischen Geschäftseinheiten blieb im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2025/26 unter dem Vorjahresniveau. Neben deutlich negativen Währungseffekten wirkten sich insbesondere Vorzieheffekte aus dem starken Geschäftsjahresende 2024/25 sowie regionale Markt- und Saisoneffekte belastend aus. Im strategischen Geschäftsbereich (Strategic Business Unit, SBU) Ophthalmology ging der Umsatz auf 356,9 Mio. € zurück (Vj.: 376,2 Mio. €; -5,1 %; währungsbereinigt: -2,4 %). Neben negativen Währungseffekten war die Entwicklung insbesondere durch einen ungünstigen Produktmix infolge der Marktdynamik in der Region APAC geprägt. Das IOL-Segment war von den Auswirkungen des Rückzugs der bifokalen Intraokularlinse aus der laufenden volumenbasierten Beschaffungsausschreibung (VBP) in China, wie bereits im Dezember 2025 angekündigt, betroffen. Zudem wirkte sich der spätere Beginn der winterlichen Nachfragespitze bei Krankenhauskäufen von refraktiven Behandlungspaketen in China infolge des späten Termins der chinesischen Neujahrsfeiertage dämpfend auf den Absatz aus. Auch im strategischen Geschäftsbereich Microsurgery lag der Umsatz mit 110,1 Mio. € um -3,7 % unter dem Vorjahreswert (Vj.: 114,3 Mio. €; währungsbereinigt: -0,9 %). Dieser Rückgang ist vor allem auf die hohen Geräteauslieferungen zum Ende des vorherigen Geschäftsjahres zurückzuführen, die zu einem entsprechend langsameren Start in das Geschäftsjahr 2025/26 führten. Der Anteil wiederkehrender Umsätze belief sich im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2025/26 auf 47,5 % des Gesamtumsatzes (Vj.: 47,3 %). Regionale Entwicklung - EMEA
3 stabil, Americas und APAC
4 rückläufig In der Region EMEA belief sich der Umsatz auf 173,6 Mio. € (Vj.: 174,0 Mio. €; -0,2 %; währungsbereinigt: +1,2 %). Wachstum wurde unter anderem im Markt Middle East erzielt, während es in den europäischen Kernmärkten, insbesondere in Deutschland, Spanien und den skandinavischen Ländern, zu Umsatzrückgängen kam. In der Region Americas verringerte sich der Umsatz um -12,7 % auf 116,7 Mio. € (Vj.: 133,7 Mio. €; währungsbereinigt: -6,2 %). Die Entwicklung war vor allem durch ein schwaches Investitionsumfeld geprägt, das vor dem Hintergrund gestiegener geopolitischer Unsicherheiten zu einer allgemeinen Zurückhaltung bei Investitionen in den USA und anderen wichtigen Märkten führte. Der Umsatz in der Region APAC sank um -3,3 % auf 176,7 Mio. € (Vj.: 182,7 Mio. €; währungsbereinigt: -2,2 %). Während sich China stabil entwickelte und Indien sowie Australien einen positiven Trend zeigten, wurden diese Ergebnisse durch Rückgänge in Japan und Südkorea gedämpft. Ergebnis unter Vorjahr infolge negativer Währungseffekte und ungünstigen Produktmix Das operative Ergebnis (EBITA) belief sich im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2025/26 auf 8,1 Mio. € (Vj.: 35,2 Mio. €). Ausschlaggebend hierfür waren ein deutlich schwächerer Rohertrag infolge negativer Währungseffekte sowie ein ungünstiger Produktmix, insbesondere infolge geringerer Umsätze aus neurochirurgischen Mikroskopen und refraktiven Behandlungspaketen, sowie höhere Abschreibungen auf aktivierte Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen. Zusätzlich wirkte sich eine negative operative Hebelwirkung aus, da die strukturellen Kosten weitgehend stabil blieben, während die Umsätze unter dem Vorjahresniveau lagen. In den ersten drei Monaten des Geschäftsjahres 2024/25 erreichte die EBITA-Marge 1,7 % (Vj.: 7,2 %). Bereinigt um Sondereffekte lag die EBITA-Marge bei 2,2 % (Vj: 6,7 %). Das Ergebnis je Aktie betrug im Berichtszeitraum -0,06 € (Vj.: 0,18 €), der bereinigte Gewinn je Aktie lag bei 0,03 € (Vj.: 0,24 €). Ausblick für Geschäftsjahr 2025/26 vorübergehend ausgesetzt Wie bereits mit der Ad-hoc-Mitteilung vom 22. Januar 2026 veröffentlicht, ist die bisherige Prognose eines Konzernumsatzes von 2,3 Mrd. € sowie einer EBITA-Marge von 12,5 % vor Sondereffekten aufgrund des schwachen Starts in das Geschäftsjahr sowie eines gedämpften Absatzumfelds in den Kernmärkten USA und China angesichts geopolitischer Volatilität und zurückhaltender Investitionstätigkeit voraussichtlich nicht erreichbar. Darüber hinaus wird erwartet, dass die bevorstehende neue landesweite volumenbasierte Beschaffungsausschreibung für das IOL-Geschäft in China aufgrund eines erhöhten Wettbewerbs durch lokale Anbieter zu einem signifikanten Preisverfall führen wird. Carl Zeiss Meditec wird eine aktualisierte Prognose für das Geschäftsjahr 2025/26 zusammen mit Informationen zu weiteren Reorganisations- und Kostensenkungsmaßnahmen, die unter anderem auf eine beschleunigte Produktlokalisierung, eine Neuausrichtung der F&E-Aktivitäten sowie die Implementierung zusätzlicher Effizienzinitiativen abzielen, so bald wie möglich, spätestens jedoch mit der Veröffentlichung der Sechs-Monats-Ergebnisse am 12. Mai 2026, vorstellen. Bis dahin werden zudem detailliertere Einschätzungen zur Nachfrageentwicklung im refraktiven Markt während der chinesischen Wintersaison sowie zum Ausgang der landesweiten VBP-Ausschreibung für IOLs in China erwartet. Umsatz nach strategischen Geschäftsbereichen
| Angaben in Mio. Euro | 3 Monate 2025/26 | 3 Monate 2024/25 | Veränderung zum Vorjahr % | Veränderung zum Vorjahr % (währungsbereinigt) |
| Ophthalmology | 356,9 | 376,2 | -5,1 | -2,4 |
| Microsurgery | 110,1 | 114,3 | -3,7 | -0,9 |
| Gesamtkonzern | 467,0 | 490,5 | -4,8 | -2,1 |
Umsatz nach Regionen
| Angaben in Mio. Euro | 3 Monate 2025/26 | 3 Monate 2024/25 | Veränderung zum Vorjahr % | Veränderung zum Vorjahr % (währungsbereinigt) |
| EMEA | 173,6 | 174,0 | -0,2 | +1,2 |
| Americas | 116,7 | 133,7 | -12,7 | -6,2 |
| APAC | 176,7 | 182,7 | -3,3 | -2,2 |
| Gesamtkonzern | 467,0 | 490,5 | -4,8 | -2,1 |
Weitere Informationen zu unserer Veröffentlichung und zur Analysten-Telefonkonferenz zu den Ergebnissen für das erste Quartal des Geschäftsjahres 2025/26 finden Sie auf
https://www.zeiss.de/meditec-ag/investor-relations/finanzkalender/telefonkonferenzen.html. Ansprechpartner für Investoren und Presse Sebastian Frericks
Head of Group Finance & Investor Relations
Carl Zeiss Meditec AG
Tel. 03641 220-116
E-Mail: investors.med@zeiss.com
www.zeiss.de/presse [1] Im Wesentlichen USD und CNY, wobei der CNY aus deutschen Exporten resultiert, die in Fremdwährungen an das Vertriebsnetzwerk der ZEISS Gruppe fakturiert wurden
[2] Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen aus Kaufpreisallokationen auf immaterielle Vermögenswerte
[3] Europa, Naher Osten und Afrika
[4] Asien/Pazifik