Bristol Myers Squibb-Aktie: Umsatz wächst, Ausblick wird angehoben
Veröffentlicht am: 30.10.2026 um 11:19 Uhr | Redaktionelle Verantwortung: Rafael Müller, Chefredakteur AD HOC NEWSQuartalszahlen und neuer Umsatzausblick
- Der Umsatz im dritten Quartal stieg um 7 Prozent auf 13,069 Milliarden US-Dollar.
- Das Wachstumsgeschäft legte um 12 Prozent auf 7,7 Milliarden US-Dollar zu.
- Bristol Myers Squibb rechnet 2026 mit 49,75 bis 50,25 Milliarden US-Dollar Umsatz.
- Belastungen aus erworbenen Forschungsprojekten drückten auf die Gewinnprognose.
Bristol Myers Squibb hat am Donnerstag, 29. Oktober 2026, Zahlen für das dritte Quartal vorgelegt und den Umsatzausblick für das Gesamtjahr angehoben. Der am selben Tag eingereichte Quartalsbericht nennt einen Umsatz von 13,069 Milliarden US-Dollar nach 12,222 Milliarden US-Dollar im Vorjahreszeitraum. Das entspricht einem Plus von 7 Prozent. Die veröffentlichte Quartalsmeldung führt die Ergebnisse für den Zeitraum bis zum 30. September 2026 auf.
Wachstumsgeschäft treibt den Umsatz
Das Growth Portfolio erhöhte den Umsatz um 12 Prozent auf 7,7 Milliarden US-Dollar. Vorstandschef Christopher Boerner erklärte, das Wachstum spiegele die Dynamik des diversifizierten Portfolios wider. Als wichtigen Pipeline-Schritt hob er die Zulassung von Zenbexus hervor, einer neuen CELMoD-Therapie für Patienten mit multiplem Myelom.
Im Legacy Portfolio stieg der Umsatz um 1 Prozent. Die Entwicklung wurde von Eliquis getragen, während der Konzern bei mehreren älteren Produkten unter dem Wettbewerb durch Generika steht. Der Quartalsbericht nennt unter anderem Rückgänge bei Sprycel und Revlimid. Eliquis erzielte im dritten Quartal einen Umsatzanstieg von 25 Prozent, Breyanzi legte um 46 Prozent zu und Reblozyl um 22 Prozent.
Belastungen drücken auf den Gewinn
Der Gewinn je Aktie nach US-GAAP sank von 1,08 auf 1,05 US-Dollar. Das bereinigte Ergebnis je Aktie fiel von 1,63 auf 1,35 US-Dollar. Beide Kennzahlen enthalten einen negativen Nettoeffekt von 0,58 US-Dollar je Aktie aus Aufwendungen für erworbene Forschungs- und Entwicklungsprojekte sowie Lizenzerträgen.
Die Belastung prägt auch den Ausblick. Bristol Myers Squibb erwartet für 2026 nun ein bereinigtes Ergebnis je Aktie von 6,35 bis 6,55 US-Dollar. Zuvor hatte die Spanne bei 6,75 bis 7,00 US-Dollar gelegen. Die niedrigere Gewinnprognose steht damit neben dem erhöhten Umsatzziel und ist für Anleger bei der Bewertung der Quartalsqualität entscheidend.
Umsatzziel steigt für 2026
Der Konzern hob die Umsatzprognose für 2026 auf 49,75 bis 50,25 Milliarden US-Dollar an. Zuvor hatte Bristol Myers Squibb 49,00 bis 50,00 Milliarden US-Dollar erwartet. Der neue Ausblick setzt voraus, dass das Wachstum der neueren Medikamente die Erosion im Legacy Portfolio weiter ausgleicht. Für Eliquis rechnet das Unternehmen weiterhin mit einem Umsatzwachstum von 20 bis 25 Prozent im Gesamtjahr.
Für die Realtime-Kurs der Bristol Myers Squibb-Aktie lag am Freitag, 30. Oktober 2026, um 11:09 Uhr Berliner Zeit bei Lang & Schwarz bei 55,87 Euro.
Die Ergebnisse verschieben den Anlegerfokus auf die Fähigkeit des Konzerns, das Wachstum neuer Produkte gegen Patentabläufe und Generikakonkurrenz zu behaupten. Der nächste wichtige Impuls dürfte aus den angekündigten klinischen Daten und weiteren Zulassungsentscheidungen der Pipeline kommen.
Bristol Myers Squibb im Überblick
- Unternehmen: Bristol Myers Squibb
- ISIN: US1101221083
- Ticker: BMY
- Heimatbörse: New York Stock Exchange
- Kurs: 55,87 Euro bei Lang & Schwarz, 30. Oktober 2026, 11:09 Uhr Berliner Zeit
- Berichtszeitraum: Drittes Quartal 2026, Ende 30. September 2026
- Branche: Pharmazeutische Präparate
Das Marktumfeld für US-Pharmawerte bleibt für die Einordnung der Bristol Myers Squibb-Aktie relevant. Aktuelle Marktberichte
Weitere Meldungen und Analysen zur Bristol Myers Squibb-Aktie
