Baufi24 Zinskommentar: EZB erhöht Zinsen erstmals seit 2023
11.06.2026 - 14:27:22 | dgap.de| EQS-Media / 11.06.2026 / 14:27 CET/CEST Die Europäische Zentralbank hat geliefert, womit die Märkte zuletzt immer stärker gerechnet hatten: EZB-Chefin Christine Lagarde verkündete heute eine Anhebung des Einlagensatzes um 25 Basispunkte auf ein Zinsniveau von 2,25 Prozent. Es ist die erste Zinserhöhung seit 2023 – und zugleich ein Signal, dass die Ära geldpolitischer Entspannung beendet ist. Der Grund liegt auf der Hand: die 2026 wieder anziehende Inflation infolge des Irankrieges. Im Euroraum kletterte die Teuerung im Mai auf 3,2 Prozent, in Deutschland lag sie nur wegen des Tankrabatts bei 2,6 Prozent. Damit hat sich die Hoffnung vieler Notenbanker zerschlagen, der Energieschock könne begrenzt bleiben. Stattdessen zeigt sich immer deutlicher: Der Krieg wirkt längst nicht mehr nur über Ölpreise, sondern beginnt sich breiter in Inflationserwartungen und Finanzierungskosten festzusetzen. Die eigentliche Zinswende kündigte sich schon vorher an Tatsächlich kommt die heutige Anhebung für viele Marktteilnehmer nicht überraschend. Die eigentliche Zinswende hatte sich bereits vor Monaten an den Kapitalmärkten vollzogen. Die Renditen zehnjähriger Bundesanleihen notieren inzwischen dauerhaft oberhalb von 3 Prozent und damit auf dem höchsten Niveau seit rund 15 Jahren. Dahinter stehen nicht nur steigende Inflationserwartungen, sondern auch die massive Staatsverschuldung vieler Länder und die Erwartung dauerhaft höherer Finanzierungskosten. Damit ist auch klar: Die Bauzinsen hängen längst nicht mehr allein am heutigen EZB-Beschluss. Die Kapitalmärkte haben die neue Inflations- und Zinsrealität bereits eingepreist. Für Immobilienkäufer ist das erst einmal unangenehm: Baufinanzierungen liegen mittlerweile vielfach bei oder oberhalb von 4 Prozent. Die Phase günstiger Kredite ist lange vorbei. Für Käufer wird die Lage schwieriger – aber nicht hoffnungslos Unsere Einschätzung der vergangenen Jahre, günstige Marktphasen aktiv zu nutzen, hat sich damit bestätigt. Wer in den Niedrigzinsjahren oder während der ruhigeren Phase 2024/25 gehandelt hat, finanziert heute deutlich günstiger. Die Lage für Käufer wird damit zwar anspruchsvoller, aber keineswegs hoffnungslos. Denn Wohnen dürfte langfristig ohnehin immer teurer werden – entweder über höhere Kaufpreise oder über steigende Kreditkosten. Aktuell sind es vor allem die Zinsen, die bremsen. Genau das könnte Käufern jedoch wieder mehr Verhandlungsspielraum verschaffen. Während die Preise in vielen Regionen wieder moderat steigen, dürften die höheren Zinsen gleichzeitig verhindern, dass der Markt erneut überhitzt. Für gut vorbereitete Interessenten kann genau das eine Chance sein, in einem schwierigeren Umfeld bessere Konditionen auszuhandeln. Wer finanziell solide aufgestellt ist und antizyklisch denkt, könnte gerade in der aktuellen Krisenphase Chancen finden, die es in ruhigeren Marktphasen nicht mehr geben wird. Oder anders formuliert: Der beste Zeitpunkt zu kaufen war gestern. Der zweitbeste ist heute. +++++ Über den Autor Oliver Kohnen ist seit 2023 bei Baufi24 als Head of Franchise tätig, seit 2024 auch als Geschäftsführer neben Tomas Peeters. Zuvor war er bei verschiedenen Instituten der Finanzbranche beschäftigt. Er bewertet in seinem Zinskommentar regelmäßig die wirtschaftspolitische Lage und deren Auswirkungen auf die Bauzinsen. Über Baufi24 Die Baufi24 Baufinanzierung GmbH ist mit 200 Mitarbeitenden an über 70 Standorten deutschlandweit einer der marktführenden unabhängigen Vermittler für Immobilienfinanzierungen und steht für smarte, innovative Baufinanzierung. Baufi24 vergleicht für Kundinnen und Kunden die Angebote von mehr als 600 Banken, Versicherungen und Bausparkassen mit dem Ziel, Transparenz auf dem Konditionsmarkt zu schaffen und schnelle Finanzierungszusagen zu ermöglichen. Seit April 2022 gehört Baufi24 zur dann gegründeten Bilthouse-Gruppe. Sie vereint als Holding die erfolgreichen Marken von Baufi24, Hüttig & Rompf und Creditweb. Gemeinsam setzen die Unternehmen auf persönliche, digital gestützte und vor allem transparente Finanzierungsberatung für Menschen, die eine Immobilie suchen. Um einen klaren Mehrwert für Endkunden zu schaffen, gehört auch Kredit24 für Privatkredite dazu. Das B2B-Fintech FinLink komplettiert das Angebot als CRM für die Immobilienfinanzierung. Aktuell beschäftigt die Gruppe rund 700 Mitarbeitende mit einem vermittelten Baufinanzierungsvolumen von rund fünf Milliarden Euro pro Jahr. Baufi24 wurde im Jahr 2025 als zweitbester Baufinanzierungsvermittler vom Wirtschaftsmagazin €uro ausgezeichnet. +++++ Die oben aufgeführten Aussagen stehen Ihnen zur freien redaktionellen Verwendung zur Verfügung. Auf Anfrage sind Pressefotos von Oliver Kohnen erhältlich. Pressekontakt: Dirk Ulmer Kerl & Cie Kommunikationsberatung Telefon: +49 160 972 378 73 E-Mail: bilthouse@kerlundcie.de Emittent/Herausgeber: Baufi24 GmbH Schlagwort(e): Immobilien Veröffentlichung einer Mitteilung, übermittelt durch EQS Group. Für den Inhalt der Mitteilung ist der Emittent / Herausgeber verantwortlich. Originalinhalt anzeigen: EQS News |
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