BASF, DE000BASF111

BASF-Aktie: Höheres Ergebnisziel trifft auf Evonik-Poker

Veröffentlicht am: 02.11.2026 um 09:41 Uhr | Redaktionelle Verantwortung: Rafael Müller, Chefredakteur AD HOC NEWS
Die BASF-Aktie steht nach einem starken dritten Quartal und höherem Jahresziel im Fokus. Zugleich treibt der Konzern seine Pläne für Evonik voran.

Ergebnisziel und Evonik-Pläne

  • BASF hob die Prognose für das bereinigte EBITDA 2026 nach dem dritten Quartal an.
  • Der Konzern erhöhte sein Interesse an Evonik, will aber finanziell diszipliniert bleiben.
  • Analysten sehen trotz des besseren Ausblicks Risiken für das operative Ergebnis im vierten Quartal.
BASF, DE000BASF111, Illustration mit AI erstellt.

BASF hat am Mittwoch, 28. Oktober 2026, nach einem über den Erwartungen liegenden dritten Quartal seine Prognose angehoben und zugleich das Werben um Evonik verstärkt. Der von BÖRSE ONLINE veröffentlichte dpa-AFX-Bericht trägt die Aussagen aus der Präsentation der Quartalszahlen und der anschließenden Analystenkonferenz.

BASF hebt den Ausblick an

Das operative Ergebnis im dritten Quartal stieg auf 1,64 Milliarden Euro nach 1,43 Milliarden Euro im Vorjahreszeitraum. Der Umsatz wuchs um 14,2 Prozent auf 16,36 Milliarden Euro. Als wichtigste Treiber nannte Vorstandschef Markus Kamieth höhere Preise und Mengen; besonders die Segmente Chemicals sowie Nutrition & Care lieferten starke Beiträge.

Für 2026 erwartet BASF nun ein um Sondereinflüsse bereinigtes EBITDA von 7,4 bis 7,8 Milliarden Euro. Zuvor hatte die Spanne bei 6,9 bis 7,7 Milliarden Euro gelegen. Das obere Ende steigt damit nur leicht, während die Untergrenze deutlich angehoben wurde. Der Konzern will zudem bis Ende 2026 jährliche Kosten von 2,3 Milliarden Euro einsparen.

Evonik bleibt strategischer Prüfstein

BASF erhöhte seine Offerte für Evonik laut dem Bericht auf 24 Euro je Aktie und damit auf einen Gesamtwert von mehr als 11 Milliarden Euro. Kamieth bezeichnete einen Zusammenschluss als möglichen sinnvollen Schritt für BASF und die europäische Chemiebranche. Die Portfolios könnten sich ergänzen und gemeinsam einen wettbewerbsfähigeren Anbieter schaffen.

Der Vorstand betonte zugleich, keine überhöhte Gegenleistung zahlen zu wollen. BASF werde eine Transaktion nur verfolgen, wenn sie wirtschaftlich im Interesse der Aktionäre sei. Zum Stand der Gespräche und zu einem möglichen Abschlusszeitpunkt machte Kamieth wegen der Vertraulichkeit keine konkreten Angaben. Die RAG-Stiftung hält rund 43 Prozent an Evonik und ist damit ein zentraler Aktionär in dem Verfahren.

Analysten sehen Gegenwind im Schlussquartal

Der höhere Jahresausblick verbessert die kurzfristige Ergebnisvisibilität, beseitigt aber nicht die operativen Risiken. Jefferies-Analyst Marcus Dunford-Castro und JPMorgan-Experte Chetan Udeshi leiteten aus der neuen Prognose ein im vierten Quartal unter den damaligen Markterwartungen liegendes operatives Ergebnis ab. Für Anleger bleibt damit entscheidend, ob die Preis- und Mengeneffekte nachhaltig sind und ob die angekündigten Einsparungen die Belastungen im Chemiegeschäft ausgleichen.

Der Realtime-Kurs der BASF-Aktie lag am Montag, 2. November 2026, um 09:36 Uhr bei Lang & Schwarz bei 53,65 Euro, 0,36 Prozent über dem Xetra-Schlusskurs vom Freitag, 30. Oktober, bei 53,46 Euro.

BASF im Überblick

  • Unternehmen: BASF SE
  • ISIN: DE000BASF111
  • Ticker: BAS.DE
  • Lang-&-Schwarz-Kurs: 53,65 Euro am 2. November 2026 um 09:36 Uhr
  • Xetra-Schlusskurs: 53,46 Euro am 30. Oktober 2026

Das deutsche Marktumfeld liefert den Rahmen für die Kursentwicklung der BASF-Aktie; aktuelle Marktberichte finden Anleger im DAX-Thema.

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