BASF, DE000BASF111

BASF-Aktie: Evonik weist Übernahmegespräche zurück

Veröffentlicht am: 31.10.2026 um 10:23 Uhr | Redaktionelle Verantwortung: Rafael Müller, Chefredakteur AD HOC NEWS
Die BASF-Aktie steht nach dem Nein von Evonik zu Verhandlungen unter Beobachtung. Zugleich hebt der Konzern seinen Ergebnis-Ausblick für 2026 an.

Wochenbilanz mit zwei Impulsen

  • Evonik will nicht in Übernahmeverhandlungen mit BASF eintreten, hält einen vertraulichen Austausch aber offen.
  • BASF meldete für das dritte Quartal ein kräftiges Umsatz- und Ergebniswachstum aus den Kerngeschäften.
  • Der Konzern präzisierte seinen Ergebnisausblick für das Gesamtjahr nach oben.
BASF, DE000BASF111, Illustration mit AI erstellt.

Die Übernahmepläne von BASF für Evonik haben in der abgelaufenen Börsenwoche einen Dämpfer erhalten. Der Vorstand von Evonik teilte am Freitag, 30. Oktober 2026, mit, dass er nach Prüfung eines Schreibens von BASF vom 22. Oktober nicht in Verhandlungen über ein freiwilliges öffentliches Übernahmeangebot eintreten werde. Einen rein informativen und vertraulichen Austausch schloss das Unternehmen jedoch nicht aus, wie Evonik mitteilte.

Evonik bremst BASF-Übernahmepläne

Für BASF bedeutet die Entscheidung, dass ein möglicher Zusammenschluss vorerst nicht auf direkter Verhandlungsebene vorankommt. Die Bereitschaft zu vertraulichen Gesprächen lässt zugleich einen begrenzten Kommunikationskanal offen. Für Anleger rückt damit neben den operativen Fortschritten wieder die strategische Umsetzung des Vorhabens in den Mittelpunkt.

Quartal mit höherem Ausblick

Operativ meldete BASF am Mittwoch, 28. Oktober 2026, für das dritte Quartal einen Umsatz von 16,4 Milliarden Euro und ein EBITDA vor Sondereinflüssen von 1,6 Milliarden Euro. Gegenüber dem Vorjahresquartal stiegen beide Kennzahlen, wobei laut BASF alle Kerngeschäfte zum Ergebnis beitrugen.

Der Konzern erhöhte zugleich die Spanne für das EBITDA vor Sondereinflüssen im Geschäftsjahr 2026. Der Ausblick liegt nun zwischen 7,4 und 7,8 Milliarden Euro, nachdem zuvor 6,9 bis 7,7 Milliarden Euro in Aussicht gestellt worden waren. Belastend wirkten im Quartal unter anderem Sonderaufwendungen von 437 Millionen Euro, vor allem für Restrukturierungen und einen Rechtsstreit.

Aktie beendet Woche im Plus

Der Realtime-Kurs der BASF-Aktie lag am Samstag, 31. Oktober 2026, um 10:21 Uhr bei Lang & Schwarz bei 53,31 Euro, 0,28 Prozent unter dem Xetra-Schlusskurs vom Freitag, 30. Oktober. Der Xetra-Schluss stieg in der Woche vom 23. bis 30. Oktober von 52,45 auf 53,46 Euro. Die Wochenbilanz fällt damit positiv aus, bleibt aber unter der Schwelle einer außergewöhnlich starken Bewegung.

Die historischen Xetra-Schlüsse und die Wochenentwicklung sind bei ARIVA abrufbar.

BASF SE im Überblick

  • Unternehmen: BASF SE
  • ISIN: DE000BASF111
  • WKN: BASF11
  • Heimatmarkt: Deutschland
  • Letzter L&S-Kurs: 53,31 Euro am 31.10.2026 um 10:21 Uhr
  • Veränderung zum Xetra-Schluss: -0,28 Prozent gegenüber 53,46 Euro vom 30.10.2026
  • Wochenveränderung: +1,93 Prozent gegenüber dem Xetra-Schluss vom 23.10.2026
  • Index: DAX

Für die Einordnung des deutschen Aktienmarkts bleibt der DAX der maßgebliche Referenzindex.

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