AstraZeneca-Aktie: Quartalsumsatz steigt um 7 Prozent
Veröffentlicht am: 30.10.2026 um 09:27 Uhr | Redaktionelle Verantwortung: Rafael Müller, Chefredakteur AD HOC NEWSQuartalszahlen stützen Jahresausblick
- Starke Verkäufe in Onkologie, Atemwegserkrankungen, Immunologie und seltenen Krankheiten glichen Patentabläufe teilweise aus.
- AstraZeneca bestätigte die Ziele für Umsatz, Kernergebnis je Aktie und Kernsteuerquote im Geschäftsjahr 2026.
- Der Pharmakonzern verwies zudem auf positive klinische Studienergebnisse und neue Zulassungen seit dem Jahresbericht.
AstraZeneca hat am Freitag, 30. Oktober 2026, die Zahlen für das dritte Quartal und die ersten neun Monate veröffentlicht. Der Pharmakonzern steigerte den Quartalsumsatz zu konstanten Wechselkursen um 7 Prozent auf 16,209 Milliarden US-Dollar. Die Mitteilung ist auf der AstraZeneca-Website veröffentlicht.
Onkologie bleibt Wachstumstreiber
Die Geschäftsentwicklung wurde von zweistelligen Zuwächsen in der Onkologie, bei Atemwegs- und Immunerkrankungen sowie bei seltenen Krankheiten getragen. Gegenwind kam von auslaufendem Patentschutz für Farxiga und Brilinta sowie von volumenbasierten Beschaffungsprogrammen in China. Der Produktumsatz stieg im Quartal auf 16,173 Milliarden US-Dollar, während der Umsatz aus Kooperationen 36 Millionen US-Dollar erreichte.
Das bereinigte operative Ergebnis legte um 20 Prozent auf 5,86 Milliarden US-Dollar zu. Das bereinigte Ergebnis je Aktie stieg zu konstanten Wechselkursen um 19 Prozent auf 2,79 US-Dollar; das ausgewiesene Ergebnis je Aktie erhöhte sich um 26 Prozent auf 2,02 US-Dollar. AstraZeneca kennzeichnet die bereinigten Kennzahlen als Core-Werte. Sie schließen unter anderem Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte, Wertminderungen, Rechtskosten und Restrukturierungsaufwendungen aus.
Patentabläufe belasten einzelne Präparate
Besonders deutlich zeigte sich der Druck bei Farxiga. In den USA sanken die Verkäufe nach dem Start mehrerer Generika im zweiten Quartal um 71 Prozent auf 127 Millionen US-Dollar. Weltweit erzielte das Mittel noch 1,61 Milliarden US-Dollar. Diese Belastung wurde durch etablierte Wachstumsträger ausgeglichen: Tagrisso legte im Quartal um 12 Prozent auf 2,09 Milliarden US-Dollar zu, Imfinzi um 26 Prozent auf 1,99 Milliarden US-Dollar und Ultomiris um 19 Prozent auf 1,43 Milliarden US-Dollar.
Ausblick bleibt unverändert
AstraZeneca bestätigte die Prognose für 2026. Der Umsatz soll zu konstanten Wechselkursen im mittleren bis hohen einstelligen Prozentbereich wachsen, das bereinigte Ergebnis je Aktie im niedrigen zweistelligen Prozentbereich. Die Kernsteuerquote soll zwischen 18 und 22 Prozent liegen. Für das Gesamtjahr stellte das Unternehmen außerdem eine Erhöhung der Dividende auf 3,30 US-Dollar je Aktie in Aussicht.
Für Anleger bleibt damit entscheidend, ob die starke Pipeline das Auslaufen des Patentschutzes bei älteren Produkten dauerhaft überkompensiert. AstraZeneca verwies auf 12 positive Phase-III-Ergebnisse seit Jahresbeginn und 47 Zulassungen in wichtigen Regionen seit dem Bericht zum vierten Quartal 2025. Der nächste Bericht für das vierte Quartal und das Gesamtjahr 2026 ist für den 9. Februar 2027 angekündigt.
Der Realtime-Kurs der AstraZeneca-Aktie lag am Freitag, 30. Oktober 2026, um 09:17 Uhr bei Lang & Schwarz bei 161,70 Euro.
AstraZeneca im Überblick
- Unternehmen: AstraZeneca PLC
- ISIN: GB0009895292
- WKN: 886455
- Ticker: AZN
- Heimatbörse: London
- Lang & Schwarz: 161,70 Euro am 30.10.2026 um 09:17 Uhr
- Quartalsumsatz: 16,209 Milliarden US-Dollar im dritten Quartal 2026
- Bereinigtes Ergebnis je Aktie: 2,79 US-Dollar im dritten Quartal 2026
Am britischen Aktienmarkt richtet sich der Blick zugleich auf den FTSE 100 und die weitere Entwicklung der Pharmabranche.
