Allstate-Aktie: Katastrophenschäden drücken den Q3-Gewinn
Veröffentlicht am: 06.11.2026 um 12:51 Uhr | Redaktionelle Verantwortung: Rafael Müller, Chefredakteur AD HOC NEWSAllstates Quartalszahlen unter Schadendruck
- Höhere Prämien konnten den Anstieg der Katastrophenschäden im dritten Quartal nicht ausgleichen.
- Die kombinierte Schaden-Kosten-Quote im Geschäftsbereich Property-Liability verschlechterte sich gegenüber dem Vorjahresquartal.
- Das Versicherungsgeschäft wuchs bei Hausrat und Wohngebäuden, während das Autosegment beim Ergebnis nachgab.
Allstate hat im dritten Quartal 2026 trotz wachsender Prämieneinnahmen deutlich weniger verdient. Der Versicherer meldete für den am 30. September beendeten Berichtszeitraum einen Nettogewinn von rund 2 Mrd. US-Dollar nach rund 3,7 Mrd. US-Dollar im Vorjahresquartal. Der Bericht von Insurance Journal führt den Rückgang vor allem auf höhere Katastrophenschäden zurück.
Im Geschäftsbereich Property-Liability stiegen die Katastrophenschäden im dritten Quartal auf rund 1,7 Mrd. US-Dollar. Im Vorjahreszeitraum waren es rund 0,6 Mrd. US-Dollar. Die kombinierte Schaden-Kosten-Quote verschlechterte sich dadurch auf 86,6 nach 80,1 im Vorjahr. Das Underwriting-Ergebnis sank auf rund 2 Mrd. US-Dollar nach rund 2,9 Mrd. US-Dollar.
Prämienwachstum trifft auf höhere Schäden
Die Entwicklung zeigt den zentralen Zielkonflikt im Quartal: Allstate wuchs auf der Einnahmenseite, konnte die Belastung aus Naturkatastrophen aber nicht ausgleichen. Im Property-Liability-Geschäft legten die verdienten Prämien im Jahresvergleich um 3,8 Prozent auf 15,1 Mrd. US-Dollar zu. Die Zahl der Policen wuchs um 3,3 Prozent.
Besonders stark war der Druck im Geschäft mit Hausbesitzern. Die kombinierte Schaden-Kosten-Quote stieg auf 89,5 nach 71,5 im Vorjahresquartal. Die Katastrophenschäden erhöhten sich auf 1,3 Mrd. US-Dollar nach 479 Mio. US-Dollar. Das Underwriting-Ergebnis fiel um 59 Prozent auf 452 Mio. US-Dollar, während die gebuchten Nettoprämien um 7,4 Prozent auf knapp 5 Mrd. US-Dollar zulegten.
Im Autogeschäft blieb das Prämienvolumen mit rund 9,9 Mrd. US-Dollar weitgehend stabil. Das Underwriting-Ergebnis gab um 6 Prozent auf rund 1,6 Mrd. US-Dollar nach. Die kombinierte Schaden-Kosten-Quote lag bei 83,2 nach 82,0 im Vorjahreszeitraum. Gleichzeitig erhöhte sich die Zahl der Autopolicen um 3,4 Prozent. Bei den Hausbesitzerpolicen meldete Allstate ein Wachstum von 3,3 Prozent, bei den neu abgeschlossenen Hausbesitzerversicherungen von 10,2 Prozent.
Aktie bleibt von Schadentrend abhängig
Für Anleger steht damit weniger das Prämienwachstum als die Entwicklung der Schadenbelastung im Mittelpunkt. Bleiben Katastrophenschäden erhöht, kann das zusätzliche Beitragswachstum die operative Marge zunächst nur begrenzt verbessern. Die Zahlen zum dritten Quartal zeigen zugleich, dass Allstate in mehreren Versicherungslinien weiter Policen gewinnt.
Der Realtime-Kurs der Allstate-Aktie lag am Freitag, 6. November 2026, um 12:40 Uhr bei Lang & Schwarz bei 235,80 Euro. Zum laufenden Kurs bietet der Realtime-Kurs der Allstate-Aktie den aktuellen Überblick.
Die Jahresbilanz blieb trotz des schwächeren Quartals positiv: Zum 30. September lag der Nettogewinn mit 7,7 Mrd. US-Dollar um 21,3 Prozent über dem Vorjahreszeitraum. Das Underwriting-Ergebnis erhöhte sich um 47,5 Prozent auf 6,7 Mrd. US-Dollar.
Das Marktumfeld der US-Aktien lässt sich über den S&P 500 einordnen.
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Allstate Corp. im Überblick
- Unternehmen: Allstate Corp.
- ISIN: US0200021014
- Ticker: ALL
- Heimatbörse: New York Stock Exchange
- Kurs: 235,80 Euro bei Lang & Schwarz am 6. November 2026 um 12:40 Uhr
- Sektor: Versicherungen
