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ACS dementiert Bericht über Interesse an Komplettübernahme von Hochtief

Veröffentlicht am: 07.11.2026 um 14:32 Uhr | dpa, AD HOC NEWS
Der spanische Baukonzern ACS ES0167050915 hat einen Bericht über Erwägungen einer Komplettübernahme seiner deutschen Tochter Hochtief DE0006070006 zurückgewiesen.

Weder ein Übernahmeangebot für Hochtief noch ein Verkauf von Aktien der US-Tochter des MDax-Konzerns, Turner, seien in Betracht gezogen worden, hieß es in einem Schreiben vom Samstag von ACS an die spanische Finanzmarktaufsicht CNMV.

Am Freitag hatte die Nachrichtenagentur Bloomberg unter Berufung auf mit der Sache vertraute Personen geschrieben, dass ACS eine Komplettübernahme von Hochtief oder eine Fusion beider Unternehmen erwäge. Im Rahmen eines solchen Geschäfts würde dann auch eine Börsennotierung von Turner Construction in New York in Betracht gezogen werden.

ACS hält gut 75 Prozent der Hochtief-Aktien, deren Kurs auf den Bericht hin kurz vor dem Handelsende am Freitag nach oben geschnellt war. Am Ende war es ein Tagespluss von 5,5 Prozent auf 365,60 Euro.

Für Branchenexperte Graham Hunt vom Investmenthaus Jefferies wäre ein Interesse von ACS, Hochtief komplett zu übernehmen, gleichwohl keine Überraschung. Der Hochtief-Aktienkurs sei seit dem Rekordhoch stark gefallen, während die Gewinnerwartungen in der gleichen Zeit gestiegen seien. Die Blicke richteten sich nun auf den Kapitalmarkttag von ACS am 12. November, wo das Thema im Fokus stehen dürfte, schrieb der Analyst weiter.

So sind ACS und Hochtief große Profiteure des weltweiten Baus von KI-Rechenzentren. Der Hochtief-Aktienkurs hatte sich von Ende 2022 bis zum Rekordhoch von 554 Euro im Mai 2026 mehr als verzehnfacht, bevor bei Investoren erste Zweifel mit Blick auf die sehr hohen Bewertungen vieler KI-Aktien aufkamen. Seither stecken die Hochtief-Papiere in einer Korrektur.

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de | DE0006070006 | ACS | boerse | 70474693 |