aap Implantate AG: Fokussierung auf das Trauma-Geschäft – Vollständig MDR-zertifiziertes Portfolio, neue Produkte, verstärkter Vertrieb – Kapitalerhöhung soll nächste Wachstumsphase finanzieren
Veröffentlicht am: 02.11.2026 um 15:18 Uhr | dgap, AD HOC NEWS| aap Implantate AG / Schlagwort(e): Kapitalerhöhung 02.11.2026 / 15:18 CET/CEST Für den Inhalt der Mitteilung ist der Emittent / Herausgeber verantwortlich. Kapitalerhöhung mit Bezugsrecht um bis zu 1.486.563 neue Aktien zu EUR 1,35 je Aktie Bezugsfrist vom 6. bis 20. November 2026, Überbezug möglich Vollständige MDR-Zertifizierung des Bestandsportfolios seit März 2026 abgeschlossen Umsatzentwicklung im Jahresverlauf deutlich verbessert; Q3 2026 mit leichtem Wachstum gegenüber Vorjahr EBITDA in den ersten neun Monaten 2026 weiter verbessert US-Geschäft wächst auf hoher Vergleichsbasis weiterhin zweistellig Neue Produkte bereits im Markt, weitere Produkteinführungen bis 2028 geplant Vertriebsorganisation neu aufgestellt und international verstärkt Neues Führungsteam mit COO Cornelius Fink und CFO Nicole Kassel setzt auf Vertrieb, Effizienz und Kostendisziplin Prognose 2026 bestätigt Berlin, 2. November 2026 – Der Vorstand der aap Implantate AG („aap“, ISIN: DE000A3H2101), Hersteller von Trauma-Implantaten „Made in Germany“, hat heute mit Zustimmung des Aufsichtsrats eine Kapitalerhöhung gegen Bareinlagen mit Bezugsrecht aus dem genehmigten Kapital 2024/I beschlossen (siehe Ad-hoc-Mitteilung vom heutigen Tag). Das Grundkapital soll von EUR 14.716.976,00 um bis zu EUR 1.486.563,00 auf bis zu EUR 16.203.539,00 erhöht werden. Die neuen Aktien werden im Verhältnis 9,9 : 1 zum Bezugspreis von EUR 1,35 angeboten und sind ab dem 1. Januar 2026 gewinnberechtigt. Mit dem Emissionserlös will aap die Liquiditätsbasis stärken und die nächste Wachstumsphase im Trauma-Geschäft finanzieren. Zur weiteren Stärkung der Eigenkapitalbasis beabsichtigt der Vorstand der Gesellschaft ferner, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital der Gesellschaft unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre gegen Sacheinlagen um bis zu EUR 1.350.000,00 zu erhöhen (ca. 9 % des derzeit bestehenden Grundkapitals). Gegenstand der Sacheinlage sollen der Gesellschaft gewährte Aktionärsdarlehen im Nennbetrag von EUR 1.700.000,00 sein (Debt-to-Equity Swap). Die Durchführung der Kapitalerhöhung gegen Sacheinlagen bedarf einer Sacheinlagenprüfung durch einen gerichtlich bestellten Sacheinlageprüfer. Die Kapitalerhöhung gegen Sacheinlagen dient der Stärkung der Bilanzstruktur durch Erhöhung des Eigenkapitals bei gleichzeitigem Wegfall der Darlehensverpflichtungen und führt zu einer Reduzierung der mit der Gewährung der Aktionärsdarlehen verbundenen Zinslast. Restrukturierung und MDR-Transformation erfolgreich abgeschlossen aap hat ihr Geschäft in den vergangenen Jahren grundlegend neu aufgestellt: Der US-Vertrieb wurde auf ein schlankes Agentenmodell umgestellt und die Kostenstruktur konzernweit deutlich optimiert. Der Konzern-EBITDA-Verlust verringerte sich von EUR 5,1 Mio. im Jahr 2019 auf EUR 0,64 Mio. im Jahr 2025. Ein zentraler Meilenstein der Neuausrichtung war die Umstellung auf die europäische Medizinprodukteverordnung (MDR). Der aufwendige Zertifizierungsprozess band über mehrere Jahre erhebliche Entwicklungsressourcen und führte zu nicht aktivierbaren Aufwendungen im siebenstelligen Euro-Bereich. Die dafür erforderlichen Investitionen und Entwicklungsaufwendungen sind weitgehend abgeschlossen. Seit März 2026 ist das gesamte Bestandsportfolio erfolgreich MDR-zertifiziert. Damit verfügt aap für das gesamte Bestandsportfolio über die erforderliche MDR-Zertifizierung für den Marktzugang in der EU und in weiteren CE-relevanten Märkten. Profitabilität im Kerngeschäft deutlich verbessert – operative Trendwende setzt sich in Q3 fort Die operative Entwicklung von aap hat sich in den ersten neun Monaten 2026 weiter verbessert. Nachdem der Umsatz im ersten Halbjahr 2026 noch um 5 % unter dem Vorjahreswert lag, konnte dieser Rückstand im dritten Quartal deutlich reduziert werden. Im dritten Quartal 2026 setzte sich die operative Erholung weiter fort. Gegenüber dem Vorquartal stieg der Umsatz von EUR 2,8 Mio. auf EUR 3,3 Mio. und lag damit leicht über dem Vorjahresquartal. Für die ersten neun Monate 2026 ergibt sich damit nur noch ein Umsatzrückgang von 2,8 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Damit zeigt sich eine sukzessive Verbesserung der Umsatzentwicklung im Jahresverlauf. Gleichzeitig setzte sich die positive Ergebnisentwicklung fort. Das EBITDA verbesserte sich auch in den ersten neun Monaten 2026 erneut und überschritt die IFRS-Gewinnschwelle. Dies unterstreicht die Fortschritte bei Effizienz, Kostenkontrolle und operativer Leistungsfähigkeit. Besonders dynamisch entwickelte sich weiterhin das US-Geschäft, das als wichtiger Wachstumstreiber des Konzerns gilt. Im dritten Quartal 2025 hatte aap bereits ein außergewöhnlich starkes Quartal mit einem Umsatzanstieg von 18 % gegenüber dem Vorjahresquartal erzielt. Auf dieser hohen Vergleichsbasis konnte die Entwicklung im dritten Quartal 2026 nochmals gesteigert werden: Der Umsatz lag in lokaler Währung weitere 2 % über dem starken Vorjahresquartal. Das vierte Quartal begann zudem mit dem höchsten Monatsauftragseingang des Jahres. Für die ersten neun Monate 2026 erhöhte sich der Umsatz in den USA um 15 % in lokaler Währung beziehungsweise um 13 % auf Eurobasis. Die positive Entwicklung bestätigt die Wirksamkeit der Neuausrichtung des US-Geschäfts und die zunehmende Marktakzeptanz der Produkte. Die US-Tochtergesellschaft erzielte dabei erstmals seit ihrer Gründung ein positives lokales Ergebnis. Zusätzliche Dynamik zeigte sich im Juli 2026 mit dem höchsten Auftragseingang im Jahr 2026. Das Management wertet dies als positives Signal für die Geschäftsentwicklung in den kommenden Quartalen. Drei klare Wachstumshebel stehen bereit: Produkte, Produktion, Vertrieb Alle drei Wachstumshebel sind bereits angestoßen; der Emissionserlös soll ihre Umsetzung beschleunigen. Produktinnovation – attraktives Marktpotenzial: Ende des zweiten Quartals 2026 hat aap mit LOQTEQ® VA Elbow das erste vollständig MDR-zertifizierte Neuprodukt eingeführt; für LOQTEQ® VA Proximal Humerus liegt die FDA-Zulassung vor. Bis 2028 sollen schrittweise weitere Systeme folgen, darunter VA-Tibia & Fibula, VA Foot & Calcaneus und die kanülierten Kopfschrauben CHBS. Bis 2031 sind elf weitere Entwicklungsprojekte geplant. Produktionsprozesse – höhere Produktivität durch Automatisierung: aap fertigt vollständig in Berlin und fräst die Implantate aus massivem Titan. Bis 2028 plant das Unternehmen Investitionen in Dreh- und Fräsmaschinen, kollaborative Robotik und automatisierte Materialzuführung. Ziel ist es, die Kapazität zu erhöhen und den Personaleinsatz je Implantat zu reduzieren. Vertrieb – Ausbau des internationalen Vertriebs: aap hat den Vertrieb mit klaren Verantwortlichkeiten in den vergangenen Monaten neu aufgestellt und zusätzliche Vertriebsmitarbeiter gewonnen. Ausgebaut werden vor allem Spanien und Portugal, Chile und Frankreich. Spanien und Portugal wuchsen im ersten Halbjahr 2026 mit den neuen VA-Produkten bereits um jeweils mehr als 30 %. Das Management sieht aufgrund der vertrieblichen Neuaufstellung insbesondere in Nordamerika weiteres Wachstumspotenzial. CEO Rubino Di Girolamo: Grundlage für nachhaltiges Wachstum geschaffen Rubino Di Girolamo, Vorstandsvorsitzender (CEO) der aap Implantate AG, erklärt: „Nach Jahren intensiver Restrukturierungsarbeit sehen wir heute erstmals alle wesentlichen Voraussetzungen für nachhaltiges Wachstum erfüllt: ein vollständig MDR-zertifiziertes Portfolio, eine deutlich verbesserte operative Profitabilität, neue Produkte im Markt und eine gestärkte internationale Vertriebsorganisation. Die Kapitalerhöhung soll uns ermöglichen, diese Chancen schneller zu realisieren und die nächste Entwicklungsstufe von aap einzuleiten.“ Neues Managementteam fokussiert auf Wachstum und Profitabilität Seit August 2026 verstärken Cornelius Fink (COO, verantwortlich für Trauma) und Nicole Kassel (CFO, verantwortlich für Finanzen, Einkauf und IT) den Vorstand – mit Erfahrung aus Produktionsabläufen, Controlling und Transformationsprojekten. Rubino Di Girolamo übergibt bis zum 31. Dezember 2026 geordnet an das neue Team und bleibt aap danach als Berater verbunden. Cornelius Fink, Mitglied des Vorstands (COO) der aap Implantate AG, sagt: „Das neue Vertriebsteam ist an Bord, die ersten VA-Produkte sind bereits am Markt und die Investitionen in neue Maschinen sind konkret geplant. Mit dem Emissionserlös wollen wir nun alle drei Wachstumshebel gezielt und parallel vorantreiben.“ Nicole Kassel, Mitglied des Vorstands (CFO) der aap Implantate AG, ergänzt: „Der Emissionserlös soll gezielt in Maßnahmen fließen, die Wachstum unterstützen oder die Kostenbasis verbessern. Dabei messen wir die einzelnen Maßnahmen konsequent an ihrem Beitrag zur operativen Entwicklung und zum Ergebnis.“ Zertifiziertes Portfolio in einem wachsenden Weltmarkt Der weltweite Markt für Trauma-Fixationssysteme soll nach Branchenschätzungen von rund USD 9,6 Mrd. im Jahr 2025 auf rund USD 13,4 Mrd. im Jahr 2035 wachsen. Ellenbogen sowie Fuß und Sprunggelenk zählen zu den am schnellsten wachsenden Indikationen – genau die Regionen, die aap mit den neuen VA-Systemen adressiert. Das Geschäftsmodell ist auf wiederkehrende Umsätze ausgerichtet: Kliniken und Distributoren investieren einmalig in OP-Sets; Platten und Schrauben werden für die jeweiligen Operationen nachbestellt. aap verfügt über Produktregistrierungen in 46 Ländern und strebt ab 2027 ein durchschnittliches zweistelliges Umsatzwachstum pro Jahr an. Als zusätzliche Option entwickelt aap ihre antibakterielle Silberbeschichtung gezielt weiter. Die Ergebnisse der bereits abgeschlossenen klinischen Humanstudie sollen im vierten Quartal 2026 zur Veröffentlichung in einer renommierten wissenschaftlichen Fachzeitschrift eingereicht werden. Ausblick: Prognose 2026 bestätigt, Wachstumsbeiträge ab 2027 erwartet Trotz erheblicher Einbußen im Mittleren Osten bestätigt der Vorstand die Prognose für 2026 mit einem Umsatz von EUR 11,5 Mio. bis EUR 14,5 Mio. und einem EBITDA von EUR -1,0 Mio. bis EUR +1,5 Mio. Beim EBITDA erwartet der Vorstand unverändert ein positives Ergebnis im mittleren Bereich der Prognosespanne. Die neuen Produkte werden schrittweise eingeführt und sollen ab 2027 einen wesentlichen Beitrag zur Ergebnisentwicklung leisten. Rubino Di Girolamo ergänzt: „Mit der Kapitalerhöhung wollen wir auf einer deutlich verbesserten operativen Basis die Voraussetzungen schaffen, um die nächsten Wachstumsschritte zu finanzieren. Gleichzeitig ermöglichen wir unseren Aktionären, ihre Beteiligungsquote über das Bezugsrecht zu erhalten und an der weiteren Entwicklung des Unternehmens teilzuhaben.“ Eckdaten des Bezugsangebots Die Bezugsfrist (mittelbares Bezugsrecht) läuft voraussichtlich vom 6. bis 20. November 2026. Ein Bezugsrechtshandel findet nicht statt; nicht ausgeübte Bezugsrechte verfallen. Alle Aktionäre können über ihr Bezugsrecht hinaus Aktien im Überbezug zeichnen. Der Überbezug ist ebenfalls innerhalb der Bezugsfrist auszuüben. Im Rahmen der Kapitalerhöhung nicht gezeichnete Aktien sollen ausgewählten Investoren in einer Privatplatzierung zu mindestens dem Bezugspreis angeboten werden. Das Bezugsangebot wird voraussichtlich am 4. November 2026 im Bundesanzeiger bekannt gegeben. Die begleitende Bank ist die BankM AG. Über die aap Implantate AG Die aap Implantate AG mit Sitz in Berlin entwickelt, produziert und vertreibt Implantate für die Unfallchirurgie. Kern des Portfolios ist das patentierte Plattensystem LOQTEQ®, das Frakturkompression und winkelstabile Fixierung in einem Operationsschritt verbindet. Alle Bestandsprodukte sind MDR-zertifiziert und werden zu 100 % in Berlin gefertigt. aap vertreibt in Deutschland direkt an Kliniken und Einkaufsgemeinschaften, international über Distributoren und in den USA über die Tochtergesellschaft aap Implants Inc.; Produktregistrierungen bestehen in 46 Ländern. Zudem verfügt aap über eine patentierte antibakterielle Silberbeschichtungstechnologie, die klinische Tests bereits bestanden hat und die Zulassung anstrebt. Die Aktie ist im regulierten Markt der Frankfurter Wertpapierbörse (General Standard) notiert (ISIN: DE000A3H2101, WKN: A3H210). www.aap.de Kontakt Investor Relations: CROSS ALLIANCE communication GmbH Susan Hoffmeister Phone: +49 89 125 09 0333 Email: sh@crossalliance.de www.crossalliance.de Wichtiger Hinweis Diese Mitteilung dient ausschließlich Informationszwecken und stellt weder ein Angebot zum Verkauf noch eine Aufforderung zur Abgabe eines Angebots zum Kauf oder zur Zeichnung von Wertpapieren der aap Implantate AG dar. Maßgeblich für das Angebot ist ausschließlich das im Bundesanzeiger veröffentlichte Bezugsangebot. Diese Mitteilung ist nicht zur Veröffentlichung oder Weitergabe in die bzw. innerhalb der Vereinigten Staaten von Amerika, Kanada, Australien oder Japan bestimmt. Sie kann zukunftsgerichtete Aussagen enthalten, die auf gegenwärtigen Erwartungen des Vorstands beruhen und Risiken sowie Unsicherheiten unterliegen; die tatsächlichen Ergebnisse können wesentlich abweichen. 02.11.2026 CET/CEST Veröffentlichung einer Corporate News/Finanznachricht, übermittelt durch EQS News - ein Service der EQS Group. Für den Inhalt der Mitteilung ist der Emittent / Herausgeber verantwortlich. Die EQS Distributionsservices umfassen gesetzliche Meldepflichten, Corporate News/Finanznachrichten und Pressemitteilungen. Originalinhalt anzeigen: EQS News |
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