Kaum größere Korrekturgefahren
Veröffentlicht: 21.07.2006 um 18:03 Uhr, Redaktion AD HOC NEWS, Redaktionelle Verantwortung: Rafael Müller (Chefredaktion)
Die Zeichnen von Herrn Bernanke, die Zinsschraube nicht weiter anzudrehen, führten nur zu einer kurzen Erleichterungsrallye an den Märkten. Auch Gold schoss um rund 25 USD oder 4% nach oben, um dann zum Ende der Woche wieder auf dem Ausgangsniveau zu landen.
Dennoch dürften die Märkte vor keiner größeren Korrektur stehen, denn nirgendwo ist Euphorie zu sehen und die Liquiditätsversorgung ist weiterhin sehr gut. Viele Stimmungsindikatoren zeigen sogar großen Pessimismus unter den Anlegern an und geben damit klare Kausignale.
Auch der Dollar könnte bald wieder zur Schwäche neigen, wenn die Investoren realisieren, dass die Zinsdifferenz zum Euro eher abnehmen wird. Es ist durchaus auch denkbar, dass der US Notenbankchef die Zinsen früher als gewollt zurücknehmen muss, da die ökonomische Situation in den USA zu labil ist - Stichpunkte dazu: platzende Immobilienblase, Überschuldung der Konsumenten und wirtschaftliche Entwicklung hängt stark am Konsum.
Wenn die Zinsen zurückgehen und der reelle Zins weiterhin de Facto negativ bleibt dann ist das positiv für das Gold. Wenn dann auch noch der Dollar fällt, dann sollte das Edelmetall wieder deutlich zulegen können. Wir rechnen damit spätestens zum Ende des Jahres. Positionieren Sie sich, so lange noch große Unsicherheit herrscht.
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