PORR Systembau – wie modulares Bauen die Krise lösen könnte
17.06.2026 - 07:41:00 | irw-press.comIn vielen europäischen Großstädten ist bezahlbarer Wohnraum seit Jahren Mangelware – steigende Mieten, lange Wartelisten für Sozialwohnungen und wachsende Obdachlosigkeit zeigen, wie ernst die Lage ist.
Was eine aktuelle EU-Studie zur Wohnungsnot sagt
Besonders in dicht besiedelten Stadtregionen wie Wien, Berlin, München oder Warschau übersteigt die Nachfrage nach Wohnungen das Angebot deutlich. Das Europäische Parlament veröffentlichte Ende 2025 eine umfassende Untersuchung zur Wohnungssituation in der EU. Die Studie zeigt, dass Wohnraum für viele Menschen in der EU schlicht unerschwinglich geworden ist – sowohl beim Kauf als auch zur Miete. Besonders betroffen sind einkommensschwache Haushalte, junge Erwachsene, ältere Menschen und Migranten.
Hinzu kommen strukturelle Probleme auf der Angebotsseite: knappes Bauland, stark gestiegene Baukosten, bürokratische Hürden und der Boom kurzfristiger Vermietungen über Plattformen wie Airbnb verknappen den verfügbaren Wohnraum weiter. Die Studie analysiert außerdem die negativen Folgen von Wohnraummangel auf Gesundheit, Bildungschancen und Beschäftigung. Auf der politischen Ebene untersuchten die Autoren, welche Rolle EU-Recht und EU-Fördermittel – etwa aus dem Kohäsionsfonds oder der Aufbau- und Resilienzfazilität – dabei spielen können, nationale Wohnungspolitiken zu unterstützen.
PORR Systembau: Günstiger, schneller, nachhaltiger bauen
Genau in diese Lücke stößt die PORR Group (ISIN: AT0000609607) mit einem Konzept vor, das in der Branche zunehmend Beachtung findet: der PORR Systembau. Das österreichische Bauunternehmen – einer der größten Baukonzerne Europas mit einem Auftragsbestand von über 10 Milliarden Euro (März 2026) – hat ein Bausystem entwickelt, das speziell auf die Realisierung von leistbarem Wohnraum ausgerichtet ist.
Das Grundprinzip: Statt alles auf der Baustelle zu fertigen, werden wesentliche Bauelemente – darunter moderne, vorgefertigte Haustechnikbauteile – in der Fabrik produziert und anschließend vor Ort eingebaut. Dieses Vorgehen kombiniert industrielle Effizienz mit der Flexibilität des klassischen Wohnungsbaus.
Für Auftraggeber wie Wohnbaugesellschaften, Kommunen oder private Investoren bedeutet das: kürzere Bauzeiten bei gleichzeitig hoher Qualität, niedrigere Kosten pro Quadratmeter, eine optimale Ausschöpfung der verfügbaren Nutzflächen und eine geringere CO?-Belastung in der Herstellung. Gerade der Kostenvorteil ist entscheidend, wenn es darum geht, sozialen Wohnraum zu fairen Preisen zu errichten. Die PORR sieht in mehreren Heimmärkten – darunter Österreich, Deutschland und Polen – erste Zeichen einer Trendwende im Wohnungsneubau.
PORR LIVING: Das Produktkonzept im Detail
Unter der Marke PORR LIVING hat die PORR ihren Systembau zu einem vollständig ausgearbeiteten Wohnbauprodukt weiterentwickelt. Das Konzept bietet fünf standardisierte Wohnungstypen – vom kompakten Studio mit rund 34 Quadratmetern bis zur geräumigen Vierzimmerwohnung mit rund 85 Quadratmetern. Jeder Typ ist mit modernen Wohnküchen, hochwertigen Bädern und Balkonen mit integrierten Solarpaneelen ausgestattet. Entscheidend für die Wirtschaftlichkeit ist die Systemlogik: Fixe modulare Abmessungen sorgen für klare Kalkulierbarkeit, vermeiden Planungsfehler und minimieren Nachträge. Das senkt Kosten und Bauzeit gleichermaßen.
Das System ist zudem geografisch flexibel. Es lässt sich an verschiedene Grundstücksformen anpassen – von der einfachen Riegelform über Punkthäuser bis hin zu L- oder U-förmigen Bebauungen, in innerstädtischen Lagen ebenso wie am Stadtrand. Damit richtet sich die PORR LIVING sowohl an Großprojekte als auch an kompaktere Vorhaben.
Besonders hervorzuheben ist der Nachhaltigkeitsanspruch: Die PORR plant das System so, dass eine ÖGNI Gold-Zertifizierung – das österreichische Pendant zu internationalen Gebäudenachhaltigkeitszertifikaten – möglich ist. Darüber hinaus ist der Systembau als EU-Taxonomie-fähiges Konzept ausgelegt. Das bedeutet: Klimaschutz, Anpassung an den Klimawandel, nachhaltige Wassernutzung, Kreislaufwirtschaft und Schutz der Biodiversität sind von Anfang an in die Planung integriert – und nicht erst nachträglich ergänzt. Außerdem werden Bauteile auf Schadstoffgrenzwerte geprüft.
Das Potenzial von PORR LIVING im Blick
PORR LIVING ist kein Konzept mehr auf dem Papier: Ein erstes Pilotprojekt mit Baukosten von rund 2.000 Euro pro Quadratmeter wird derzeit in Österreich errichtet. Das System ist damit in der Praxis angekommen – wenn auch noch am Anfang. Wer mehr über Funktionsweise, Grundrisse oder Abläufe wissen möchte, findet auf der eigens eingerichteten Internetseite Antworten auf die häufigsten Fragen.
Laut Schätzungen des Zentralen Immobilien Ausschusses (ZIA) werden derzeit erst rund fünf Prozent aller Wohnungen in Deutschland seriell oder modular gebaut. Das Potenzial für Wachstum dürfte damit erheblich sein.
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PORR
ISIN: AT0000609607
WKN: 850185
Links
https://www.europarl.europa.eu/RegData/etudes/STUD/2025/759352/CASP_STU(2025)759352_EN.pdf
PORR Living - Leistbares Wohnen mit System (Video)
Bezahlbar und nachhaltig bauen mit vorgefertigten Mauerwerksmodulen - PORR Deutschland
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