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Nasdaq Studie: Wachstum von internationaler Finanzkriminalität beschleunigt sich weiter – Deutschland ist EU-Hotspot für Liebes- und Identitätsbetrug

11.03.2026 - 10:07:53 | dgap.de

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edicto GmbH / Schlagwort(e): Studie


11.03.2026 / 10:07 CET/CEST
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    Nasdaq Konzernunternehmen Verafin veröffentlicht „Global Financial Crime Report“ zur weltweiten Finanzkriminalität 4,4 Bio. USD p.a. werden weltweit an illegalen Geldern durch die Finanzsysteme geschleust Finanzkriminalität in Deutschland wächst weiter: Finanzbetrug gegen Verbraucher und Unternehmen verzeichnet eine durchschnittliche jährliche Wachstumsrate von 28 %, während Geldwäsche um 21 % p. a. zunimmt In der EU summiert sich der Schaden durch Geldwäsche auf 672 Mrd. USD / Auf Deutschland entfallen dabei 18 % Finanzkriminalität wird immer komplexer: KI wird häufiger für Betrug genutzt, ist aber auch gleichzeitig Teil der Lösung im Kampf gegen Finanzkriminalität   Frankfurt/ New York, 11. März 2026 – Illegale Finanzaktivitäten erreichten weltweit einen neuen Spitzenwert von 4,4 Bio. USD im Jahr 2025. Gegenüber 2023 entspricht dies einem Anstieg von 1,3 Bio. USD. Dazu kommen noch durch Betrug verursachte Schäden bei Banken, Privatpersonen und Unternehmen. Diese Verluste sind von 2023 bis 2025 bei einer durchschnittlichen jährlichen Wachstumsrate von 9,2 % auf 579,4 Mrd. Dollar gestiegen. Zu diesem Ergebnis kommt die neuste Auflage des „Global Financial Crime Report“, der vom Nasdaq Konzernunternehmen Verafin veröffentlicht wurde. „Wir befinden uns derzeit inmitten einer ausgewachsenen Finanzkriminalitäts-Krise, die von kriminellen Netzwerken vorangetrieben wird. Diese nutzen KI, um ihre Betrugsmethoden zu optimieren, und agieren dabei wie große multinationale Unternehmen“, sagt Stephanie Champion, Executive Vice President und Leiterin von Nasdaq Verafin. „Während KI für Kriminelle zu einem wichtigen Werkzeug geworden ist, erkennt die Branche zugleich das Potenzial dieser Technologie, sich zu einem der wertvollsten Instrumente im Kampf gegen Finanzkriminalität zu entwickeln. Modernste Technologien, kombiniert mit einer verbesserten Zusammenarbeit zwischen öffentlichem und privatem Sektor sowie zwischen privaten Akteuren untereinander, erzeugen einen Netzwerkeffekt. Dadurch wird die Reichweite unserer gemeinsamen Anstrengungen vervielfacht und es wird möglich, Kriminelle dauerhaft aus dem Finanzsystem zu entfernen“, ergänzt Stephanie Champion. Deutschland bleibt europäischer Hotspot für Liebes- und Vertrauensbetrug Finanzkriminelle, die durch Vertrauens- und Liebesbetrug Europäer um ihr Geld bringen, haben es unverhältnismäßig oft auf Deutsche abgesehen. Die Daten zeigen, dass die offiziell gemeldeten Vertrauens- und Liebesbetrugsfälle in Deutschland im Jahr 2025 einen Wert von 431 Millionen USD erreichten. Damit entfielen rund 86 % der in der EU insgesamt gemeldeten Betrugsfälle in diesem Bereich (501 Millionen USD) auf Deutschland. Der Bericht zeigt, dass Verbraucher- und Unternehmensbetrug die am schnellsten wachsende Betrugsart ist und seit 2023 in Deutschland um 28 % gegenüber dem Vorjahr zugenommen hat. Im Vergleich dazu beträgt die durchschnittliche jährliche Wachstumsrate für Bankbetrug 5 %. Insgesamt ist der Verbraucher- und Unternehmensbetrug in der gesamten EU seit 2023 um 17 % gegenüber dem Vorjahr gestiegen, während die Anzahl der Bankbetrugsfälle stabil geblieben ist. Kamlesh Harry, Principle Strategic Advisor bei Nasdaq Verafin sagt dazu:  „Unsere Daten zeigen, dass Deutschland sich zum führenden Hotspot der EU für Identitäts- und Vertrauensbetrügereien entwickelt hat, wobei diese Art von Betrug in alarmierendem Tempo zunimmt. Da die Banksicherheit immer robuster wird und die Systeme dahinter immer schwerer zu knacken sind, verlagern Kriminelle ihren Fokus zunehmend. Sie manipulieren Verbraucher dahingehend, ihr Geld eigenständig zu überweisen.“ Geldwäsche und Betrug wächst auch in Europa Die illegalen Finanzaktivitäten in Europa umfassen u. a. Geldwäsche, Drogenhandel, Terrorismus-Finanzierung, Korruption und organisiertes Verbrechen. Das Volumen durch solche illegalen Aktivitäten summierte sich in Europa im Jahr 2025 auf 672,4 Mrd. USD. Das entspricht einer durchschnittlichen jährlichen Steigerung in den letzten zwei Jahren um jeweils 24 %. Die entstandenen Schäden durch Bank- und Kreditkartenbetrug in Höhe von 55,2 Mrd. USD blieben nahezu unverändert, während Verbraucher und Unternehmer durch Finanzbetrug weitere 8,9 Milliarden US-Dollar verloren haben. Hier lag die durchschnittliche jährliche Steigerungsrate der letzten zwei Jahre bei 17 %.   KI als Herausforderung, aber auch Teil der Lösung Die Nasdaq Verafin-Studie zeigt auch, dass die weltweite Finanzindustrie angesichts der enormen Schadenshöhe stärker handeln muss, um die Finanzkriminalität wirkungsvoll zu bekämpfen. Die Bereitschaft ist jedoch hoch, in den kommenden Jahren umfassend in Technologien zu investieren, um Finanzkriminalität nachhaltig zu verhindern. Besonders im Bereich KI zeigt sich ein komplexes Bild: So nutzen Kriminelle einerseits KI vermehrt für kriminelle Finanzaktivitäten. Andererseits kann der Einsatz von KI bei Finanzinstituten als Werkzeug helfen, diese zu bekämpfen. Die Studie kombiniert umfassende Datenerhebungen mit den Ergebnissen der Befragung von 505 Fachleuten zur Bekämpfung von Finanzkriminalität bei Finanzinstituten aus ganz Europa. In der gesamten Branche wächst das Bewusstsein für die starke Rolle von KI zur effizienten Bekämpfung von Finanzkriminalität bei niedrigen Betriebskosten. Fast neun von zehn der befragten Experten (89 %) geben an, dass sie KI entweder zur Ergänzung ihrer Belegschaft und ihrer Prozesse einsetzen oder aktiv Möglichkeiten dazu evaluieren. Dies spiegelt sich auch in den geplanten Investitionen wider: 79 % der Befragten planen für die nächsten zwei Jahre eine Erhöhung der Ausgaben für KI. Kamlesh Harry ergänzt: „Als eines der reichsten Länder Europas mit einem der wichtigsten Finanzplätze ist Deutschland ein besonders attraktives Ziel für organisierte kriminelle Gruppen. Fortschritte in der KI ermöglichen es auch Betrügern aus Übersee, Sprachbarrieren zu überwinden und sehr überzeugende, personalisierte Betrugsmaschen gegen deutsche Opfer einzusetzen. Diese Entwicklung verdeutlicht, wie wichtig koordinierte Maßnahmen seitens der Industrie, verschiedener Sektoren sowie von Regulierungs-, Regierungs- und Strafverfolgungsbehörden sind, um Verbraucher wirksam zu schützen. Betrugsfälle sind in der heutigen Zeit immer stärker automatisiert, lassen sich leicht skalieren und erscheinen häufig täuschend echt.“ Der vollständige „Global Financial Crime Report“ steht unter https://verafin.com/nasdaq-verafin-global-financial-crime-report zum Download bereit.   Über Nasdaq Verafin Nasdaq Verafin bietet Technologielösungen für das Finanzkriminalitätsmanagement in den Bereichen Betrugserkennung und -management, AML/CFT-Compliance und -Management, Management von Kunden mit hohem Risiko, Sanktionsprüfung sowie Informationsaustausch an. Mehr als 2.750 Finanzinstitute mit einem Gesamtvermögen von 11 Billionen US-Dollar nutzen Nasdaq Verafin, um Betrug zu verhindern und ihre AML/CFT-Maßnahmen zu verstärken. Weitere Informationen finden Sie unter www.verafin.com.   Pressekontakt Deutschland edicto GmbH Ralf Droz/ Svenja Liebig T: +49 69 905 505 56 Nasdaq@edicto.de  
2025 in Mio. USD Global EU Deutschland Frankreich UK
Verbraucher- und Unternehmensbetrug (Total) 62.018 8.875 2.972 1.588 4.042
Bank-Betrug (Total) 517.376 55.218 12.640 24.399 39.219
Geldwäsche (Total) 4.401.919 672.412 189.764 118.903 151.087
Liebes- & Vertrauensbetrug 5.182 501 431 22 305
Durchschnittliche jährliche Wachstumsrate (2023-2025)
 
Verbraucher- und Unternehmensbetrug (Total) 20% 17% 28% 17% 22%
Bank-Betrug (Total) 10% 0,18% 5% -1% 13%
Geldwäsche (Total) 21% 24% 21% 22% 24%
Liebes- & Vertrauensbetrug 20% 18% 28% 24% 30%
 


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