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Immobilienaktien scheinen an der Börse wieder gefragt zu sein. Zumindest hat eine Vielzahl der Aktien dieser Branche ihren charttechnischen Boden gefunden. Wir erwarten, dass sich in den kommenden Monaten jedoch die Spreu vom Weizen erheblich trennen wird und einige Firmen Pleite gehen. Blind kaufen kann viel Geld kosten. Links liegen lassen sollten Sie zum Beispiel die Aktie der drastisch verschuldeten Patrizia Immobilien AG. Genauer hinsehen sollten Sie aber beispielsweise bei der Aktie der Franconofurt AG (DE0006372626). Das Papier stürzte im Jahresverlauf auf ein Rekordtief von 5,50 Euro. In den letzten Wochen löste sich die Aktie massiv von ihrem Tief und notierte inzwischen bei 7,53 Euro. Zur Rallye beigetragen hat unter anderem, dass sich Vorstandsmitglied Christian Wolf Ende März für mehr als zwei Millionen Euro Aktien der eigenen Gesellschaft zugelegt hat. Anfang April verkündeten die Frankfurter zudem, dass eine Dividende von 75 Cent je Anteilsschein bezahlt werden soll. Auf derzeitigem Kursniveau immerhin eine stolze Rendite von zehn Prozent. Im vergangenen Geschäftsjahr hat das Unternehmen nach HGB 4,6 Millionen Euro verdient. In diesem Wirtschaftsjahr wird der Gewinn sogar noch deutlich höher ausfallen als im vergangenen Jahr. Grund ist vor allem, dass die Firma in einer schwierigen Zeit einen soliden Exit mit dem Verkauf der Anteile an der FranconoRheinMain (FRM) AG erzielt hat. Laut Vorstandschef Metehan Sen wurde aus der Transaktion ein HGB-Gewinn von circa sieben Millionen Euro eingefahren, der in 2008 wie ein Turbo in die Bilanz einschlägt. Viel besser allerdings, dass die Firma durch die Veräußerung rund 23 Millionen Euro an Liquidität erhält, welches in den Ausbau des operativen Geschäfts fließen soll. Insgesamt dürfte Franconofurt in diesem Jahr zwischen neun und zehn Millionen Euro Profit nach HGB erwirtschaften. Wegen des hohen Einmalertrags, sollte die Dividende zumindest stabil bleiben oder sogar erhöht werden. Franconofurt fährt eine Zwei-Säulen-Strategie: Das Geschäftsmodell basiert auf dem lukrativen Aufteilergeschäft in Frankfurt am Main. Ziel ist, Wohnhäuser in Frankfurt zu kaufen, diese in Wohneigentum aufzuteilen und an Eigennutzer zu veräußern. Über die Beteiligungen an der FranconoWest und FranconoOst AG, ist das Unternehmen zusätzlich im Bestandsgeschäft von Mietshäusern aktiv. Die börsennotierte FranconoWest, an der 85 Prozent gehalten werden, konnte früher oder später ebenfalls verkauft werden. Sen dürfte bei einem bestimmten Preis sicherlich nicht „nein“ sagen. FranconoOst ist hingegen noch recht jung und muss erst entwickelt werden. Sen und seinem Managementteam sollte es sodann gelingen, dass das Aufteilergeschäft und die Töchter in 2009 aus eigener Kraft mehr Gewinn erwirtschaften als im Jahr 2007 nach HGB. Das würde einem Gewinn nach HGB im kommenden Jahr von mindestens fünf Millionen Euro entsprechen, was nicht unrealistisch ist. Fährt Sen diesen Profit ein, erscheint eine nachhaltige Dividendenzahlung von mindestens 75 Cent pro Jahr alles andere als eine Eintagsfliege. Franconofurt zählt zu den solidesten Immobilienaktien auf dem deutschen Kurszettel. Die Bewertung ist niedrig und die Dividendenrendite knackig. Zudem ist das Unternehmen bilanziell gesund und nicht hochgradig verschuldet. Auf der nächsten Hauptversammlung will sich CEO Sen ein Aktienrückkaufprogramm genehmigen lassen. Wir gehen davon aus, dass er dieses auch aktiv umsetzt. Im Bereich zwischen 7 und 7,50 Euro ist die Aktie kaufenswert. Viele Grüße www.tradecentre.de
@ ad-hoc-news.de | 17.05.08 20:34 Uhr