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Das Modeunternehmen aus dem schwäbischen Metzingen erzielte im vergangenen Geschäftsjahr einen Umsatz von knapp 1,7 Milliarden Euro. Vor Sondereffekten lag das EBITDA bei 287 Millionen Euro und das EBIT bei 226 Millionen Euro. Die bereinigte EBITDA-Marge erreichte 17 Prozent. Inklusive der Sondereffekte, die im Zuge der Veränderungen im Vorstand und der strategischen Neuausrichtung im Jahr 2008 entstanden sind, betrug das EBITDA 251 Millionen Euro und das EBIT 190 Millionen Euro. Wegen dieser Effekte reduzierte sich das Konzernergebnis um fast ein Drittel auf 112 Millionen Euro oder der Gewinn je Vorzugsaktie auf 1,63 Euro. Insgesamt konnte das tapfere Schneiderlein sich über das operativ beste Jahr in der Firmengeschichte freuen, trotz einer bereits schwierigen Marktphase, insbesondere in der zweiten Jahreshälfte 2008. Noch viel besser gefällt uns jedoch die Entwicklung des Cashflows. Der operative Cashflow kletterte um satte 50 Prozent auf 165 Millionen Euro. Abzüglich Investitionen von 117 Millionen Euro konnte HUGO BOSS (DE0005245534) auch einen ordentlichen Free Cashflow einfahren. Bei unserem Besuch auf der Bilanzpressekonferenz am Metzinger Firmensitz gaben Vorstandschef Claus-Dietrich Lahrs und CFO Norbert Unterharnscheidt vor dem Hintergrund einer schwierigen Marktsituation einen relativ soliden Ausblick für das Jahr 2009. Trotz rückläufigen Umsätzen, die vermutlich im einstelligen Prozentbereich liegen werden, erwartet das Management eine Verbesserung der EBITDA-Marge. „Wir wollen Marktanteile gewinnen und haben bereits in 2008 auf künftige Herausforderungen reagiert und Maßnahmen zur Reduktion der Kosten eingeleitet“, sagt Lahrs. Zudem ist es oberstes Ziel das Working Capital zu optimieren, um den Cashflow noch stärker zu forcieren. Unterharnscheidt schloss uns gegenüber am Rande der Pressekonferenz nicht aus, dass der operative Cashflow durchaus das Niveau des Vorjahres erreicht. Eventuell sogar weiter steigt, was der CFO allerdings offen lies. Die Investitionen werden gegenüber 2008 auf 60 bis 70 Millionen deutlich sinken, sagt Lahrs. Damit könnte HUGO BOSS unseres Erachtens in 2009 einen Free Cashflow von circa 100 Millionen Euro erzielen! Akquisitionen sind für das Unternehmen kein Thema. „Unsere Marke hat großes Potenzial. Dieses wollen wir ausnutzen und die Marke weiter aufbauen“, sagt uns der Boss von BOSS. Wachstumschancen sieht der Ex-Dior Manager in Asien und auch in den USA. „Mit der Marke haben wir in den USA unser Potenzial noch längst nicht ausgeschöpft“. Entsprechend fällt auch die Eröffnung neuer eigener Shops in diesem Jahr aus. Zehn in USA, 15 in Asien und fünf in Europa. Der Start ins neue Jahr war angesichts der weltweiten Rezession gar nicht schlecht. Der Januar lief sogar ganz gut und lag über den eigenen Erwartungen. Februar und März waren hingegen schwieriger, was vor allem auf die lange Winterzeit zurückzuführen ist. „Bei dieser Witterung haben die Konsumenten offenbar weniger Lust Sommerkleidung zu kaufen“, sagt Lahrs. Mittelfristig hat sich der BOSS-Chef strammes Wachstum und eine Verbesserung der Margen ganz oben auf die Fahnen geschrieben. Die EBITDA-Marge erwartet Lahrs bei mindestens 20 Prozent. „Eventuell schon in 2010“. Ausgereizt ist die Marge damit aber noch nicht. „Wir haben bei der Marge weiter Luft nach oben“. Das Umsatzpotenzial aus eigener Kraft für die Markenfamilie HUGO BOSS schätzt der CEO auf circa drei Milliarden Euro. Das entspricht nahezu einer Verdopplung der heutigen Erlöse. „Dazu brauchen wir keine Akquisitionen. Ich will mich aber nicht festlegen, ob wir dieses Niveau in sechs oder erst in sieben Jahren erreichen. Das Potenzial ist aber in jedem Fall vorhanden“, zeigt sich Lahrs optimistisch. Die jetzige Situation des Unternehmens erinnert uns an die Lage im Februar 2003. Im Vorfeld des Kriegs im Irak wollte keiner die Aktie haben. Sie notierte damals übrigens ebenfalls bei rund elf Euro. Analysten waren überwiegend skeptisch, während wir das Papier zum Kauf empfohlen haben. Das KGV für dieses Jahr schätzen wir auf preiswerte sieben. Mit einer Bewertung von sieben bis acht Mal Free Cashflow ist die Aktie ebenfalls ein Schnäppchen. Zudem liegt die aktuelle Dividendenrendite bei fast 13 Prozent! Angesichts der strammen Cashflows kann BOSS die Dividende aus der Stärke ausschütten. Die Verschuldung ist zwar auf den ersten Blick recht üppig und die Eigenkapitalquote von unter 20 Prozent relativ niedrig. Mit dem rund zweifachen EBITDA ist das allerdings kein Grund schlaflose Nächte zu haben. Ein Restrisiko bleibt allerdings: Sollte die Konjunktur weiter dramatisch einbrechen und sich die Arbeitslosenzahlen drastisch erhöhen, dürfte das Unternehmen stärker als erwartet leiden. Aber exakt darin liegt die Chance jetzt die Aktie günstig zu kaufen. Das Papier ist kaufenswert mit einem Kurspotenzial auf Sicht von zwölf Monaten von 50 bis 100 Prozent. Viele Grüße www.tradecentre.de
@ ad-hoc-news.de | 11.04.09 19:00 Uhr