Fannie, Mae

Fannie Mae und Freddie Mac - Vater Staat wird’s schon richte

Wieder einmal wird eine Finanzmarktkrise auf den Schultern der Steuerzahler ausgetragen. Mit der Verstaatlichung der angeschlagenen Hypothekenfinanzierer Fannie Mae und Freddie Mac hat das Anzapfen des Staatssäckels einen vorläufigen Höhepunkt erreicht. Nur gut, dass zumindest die Aktienmärkte nahezu euphorisch auf diesen Schritt reagieren und sich heute deutlich erholen. Wie die zuständige Aufsichtsbehörde FHFA bereits gestern bekannt gab, wird sie die beiden Gesellschaften bis zu deren wirtschaftlicher Gesundung führen. Mit dem Schritt soll weitere Unruhe auf den amerikanischen und den weltweiten Finanzmärkten vermieden werden, erklärte Finanzminister Henry Paulson auf einer Pressekonferenz in Washington. Im Rahmen der angekündigten Maßnahme müssen Aktionäre, die in den vergangenen zwölf Monaten bereits Kursverluste von jeweils über 90 Prozent erlitten haben, die Streichung der Dividenden hinnehmen. Zudem ist der Staatshaushalt betroffen, da sich das US-Finanzministerium bereit erklärt hat, Vorzugsaktien von jeweils bis zu 100 Mrd. Dollar zu kaufen. Ferner wird das US-Finanzministerium den Hypothekenbanken kurzfristige Kredite gewähren und auf Hypotheken basierende Wertpapiere am Markt kaufen. Nach Ansicht vieler Experten, könnte dies nicht die letzte Stütze für den angeschlagenen amerikanischen Finanzmarkt gewesen sein. Die US-Notenbank hatte schon im Vorfeld dieses Schrittes Milliarden von US-Dollars in den amerikanischen Finanzkreislauf gepumpt.
@ ad-hoc-news.de | 08.09.08 12:43 Uhr