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Situation im DAX hat sich nicht geändert

Die US-Indizes nähern sich in den vergangenen Tagen bereits wieder mit großen Schritten ihren Allzeithochs. Der Dax hingegen steckt immer noch in einer eher moderaten Erholungsbewegung fest (siehe folgender Chart). In dessen Zuge traf der deutsche Leitindex im Rahmen seines flachen Aufwärtstrendkanals (grün) vorgestern einen sehr wichtigen Kreuzwiderstand. Leider konnte dieser nicht überwunden werden und so drehte er wieder nach unten ab (roter Pfeil).

DAX - kurzfristige Chartanalyse

Dieser Kreuzwiderstand setzt sich aus folgenden Bestandteilen zusammen: dem 38,20 % Fibonacci-Retracement bei 12.612,09 Punkten (blaue Linie), der oberen Linie des flachen Aufwärtstrendkanals (grün) und der unteren Linie der Broadening-Formation (gelb). Zieht man noch die Target-Trend-Methode hinzu (siehe folgender Chart), wird zusätzlich auch noch die Rechteckgrenze bei 12.590 Punkten relevant.

DAX - Target-Trend-Analyse

Und bislang konnte noch keine dieser wichtigen Marken nachhaltig durchbrochen werden, also haben die Bullen auch noch rein gar nichts gewonnen. Es fehlt immer noch an Aufwärtsdynamik. Dazu kommt, dass die vielen Überschneidungen in der flachen Erholungsbewegung nach wie vor auf eine Flagge im (begonnenen) Abwärtstrend hindeuten. Damit besteht weiter die Gefahr einer zweiten Abwärtswelle.

Entsprechend hat sich nicht viel an der Situation im Vergleich zur Vorwoche verändert. Eher das Gegenteil ist der Fall. Die Wahrscheinlichkeit eines erneuten Kurseinbruchs wurde größer. Denn einen großen Teil ihrer Verluste haben die US-Indizes schon wieder innerhalb kürzester Zeit aufgeholt, indem sie in nur 12 Handelstagen um ca. 10 % wuchsen. Hier ist also mit einer baldigen Gegenbewegung zu rechnen, die dann beim relativ schwachen DAX relativ starke Kursverluste auslösen könnte. Ich kann daher nur wiederholen:

Fazit

Die Aufwärtsbewegung muss an Tempo aufnehmen, damit die Bullen die Möglichkeit haben, Schlimmeres zu verhindern. Dabei wäre ein nachhaltiges Überwinden des Kreuzwiderstandes (roter Pfeil) bereits als recht bullish zu werten.

Sollte es jedoch zu einem (dynamischen) bearishen Bruch des flachen Aufwärtstrendkanals (grün im Chart oben) kommen, könnte eine zweite Abwärtswelle die Kurse nochmal in die Tiefe ziehen. Als Demonstration ihrer Stärke würde es für die Bären schon reichen, den DAX wieder bis an die Mittelline bei 12.235 Punkten zu ziehen. Sollte die Mittellinie dann auch noch gebrochen werden, dürfte ein Kursverfall bis zum bisherigen Korrekturtief bei der Rechteckgrenze bei 11.880 Punkten bevorstehen.


Ich wünsche Ihnen viel Erfolg bei Ihrer Geldanlage

Ihr
Sven Weisenhaus

 (Quelle: www.stockstreet.de)

@ ad-hoc-news.de | 28.02.18 10:48 Uhr