Donald Trump, Xi Jinping

Trump und Xi treffen sich im November erneut in China

Veröffentlicht am: 25.09.2026 um 19:46 Uhr | dpa, AD HOC NEWS

US-Präsident Donald Trump hat die Einladung von Chinas Staatschef Xi Jinping nach China angenommen. Im November soll es beim Apec-Gipfel in Shenzhen zu einem weiteren Treffen kommen, im Dezember ist ein Wiedersehen beim G20-Gipfel in Miami geplant.

Xi lädt Trump nach China ein. - Bild: Jacquelyn Martin/AP/dpa
Xi lädt Trump nach China ein. - Bild: Jacquelyn Martin/AP/dpa

US-Präsident Donald Trump hat die Einladung von Chinas Staatschef Xi Jinping nach China angenommen und für November ein weiteres Treffen angekündigt.

Zwei Gipfel noch in diesem Jahr

„Wir werden uns im November erneut in China treffen und anschließend im Dezember beim G20-Gipfel in Miami, Florida“, teilte Trump auf seiner Plattform Truth Social mit. Xi und seine Frau Peng Liyuan seien nach einem Staatsbesuch der „Freundschaft, Stärke und des Erfolgs“ auf dem Weg zurück nach China.

Xi hatte kurz zuvor während einer Teezeremonie im Weißen Haus erklärt, in diesem Jahr gebe es noch zwei Möglichkeiten für ein Treffen: den Wirtschaftsgipfel der Apec-Staaten in China und den G20-Gipfel in den USA. „Wir laden den Präsidenten und seine Frau ein, China zu besuchen“, sagte Xi.

Handel und internationale Konflikte

Xi war am Mittwoch zu einem dreitägigen Staatsbesuch nach Washington gereist. Nach chinesischen Angaben ging es unter anderem um globale Konflikte wie die Lage im Nahen Osten und den Ukraine-Krieg.

Auch der Handelsstreit zwischen den beiden größten Volkswirtschaften der Welt dürfte auf der Agenda gestanden haben. Trump hatte Xi Mitte Mai in Peking besucht.

Mögliches Dreiertreffen mit Putin

China richtet den Apec-Gipfel in der südchinesischen Tech-Metropole Shenzhen aus. Das Treffen der Staats- und Regierungschefs aus den Apec-Ländern ist für Mitte November angesetzt; die USA veranstalten als diesjähriges Vorsitzland im Dezember den G20-Gipfel in Miami.

Auch Russlands Präsident Wladimir Putin hatte sich für den Apec-Gipfel angekündigt. Deshalb gab es Spekulationen über ein mögliches Dreiertreffen zwischen Xi, Trump und Putin. Bestätigt wurde dies bislang nicht.

Vorbild Busan-Vereinbarung

Schon im vergangenen Jahr hatte Trump den Apec-Gipfel in Südkorea für ein Treffen mit Xi genutzt. Die beiden sprachen damals nicht im Gipfelort Gyeongju, sondern in der nahegelegenen Großstadt Busan.

Dort einigten sich beide Seiten unter anderem auf einen Burgfrieden im laufenden Handelsstreit. Deshalb ist in diesem Zusammenhang immer wieder von der sogenannten Busan-Vereinbarung die Rede.

Treffen als Signal in angespanntem Verhältnis

Die geplante Begegnung in China fällt in eine Phase, in der Washington und Peking zugleich kooperieren und strategisch konkurrieren. Handel, Technologie, Künstliche Intelligenz, Taiwan sowie die Kriege im Nahen Osten und in der Ukraine gehören zu den Themen, bei denen die Interessen der beiden Großmächte weit auseinanderliegen.

Besonders wichtig ist der Handelskonflikt. Eine zuvor vereinbarte Pause bei neuen Zöllen und Exportbeschränkungen läuft nach derzeitigem Stand Anfang Januar aus. Das November-Treffen könnte deshalb dazu dienen, den wirtschaftlichen Austausch zu stabilisieren oder neue Vereinbarungen vorzubereiten. Für Unternehmen und Verbraucher hängt davon ab, ob zusätzliche Kosten, Lieferprobleme und neue Beschränkungen vermieden werden.

Apec-Gipfel als zusätzlicher diplomatischer Schauplatz

Der Apec-Gipfel in Shenzhen bietet Xi und Trump ein multilaterales Umfeld für Gespräche mit weiteren Staaten aus dem asiatisch-pazifischen Raum. Eine mögliche Teilnahme Wladimir Putins würde die internationale Aufmerksamkeit zusätzlich erhöhen; ein Dreiertreffen ist jedoch nicht bestätigt.

Dass bereits weitere Gespräche für November und Dezember angekündigt sind, zeigt den Wert direkter Kontakte trotz anhaltender Konflikte. Verbindliche Ergebnisse zu Handel, Technologie oder Sicherheitsfragen sind damit noch nicht verbunden. Für die internationale Politik entscheidend wird sein, ob aus den persönlichen Treffen belastbare Absprachen und regelmäßige Kommunikationskanäle entstehen.

Pressespiegel: Einigkeit, Unterschiede und offene Fragen

tagesschau.de: „Xi bei Trump: Fanfaren, Spalier, Bankett - aber kaum Lösungen“ (25.09.2026)

Der Bericht bestätige den betont repräsentativen Charakter des Washington-Besuchs und hebe hervor, viele Konfliktthemen blieben ungelöst. Anders als die dpa-Meldung, die den angekündigten weiteren Treffen nach China und Miami den Schwerpunkt gebe, konzentriere sich der Beitrag auf die begrenzten greifbaren Ergebnisse bei Handel, Technologie und internationalen Konflikten.

DER SPIEGEL: „Gipfeltreffen in Washington Trump und Xi beschwören ihre »wahrhaft großartige Freundschaft« – auch mit zwei Pandas“ (25.09.2026)

Der Artikel schreibe, beide Staatschefs hätten ihren Willen zur Zusammenarbeit betont, und stelle zusätzliche Gesten wie eine Panda-Leihgabe sowie geplante Austauschprogramme heraus. Zugleich verweise er auf offene Handelsfragen und lege damit einen stärker symbolischen Schwerpunkt als die dpa-Meldung, die vor allem die nächsten Gipfeltermine und das internationale Umfeld betone.

Beide Berichte stellten die persönliche Annäherung und die öffentliche Harmonie heraus, verwiesen aber zugleich auf ungelöste Sachkonflikte. Offen bleibe insbesondere, ob die angekündigten Treffen über diplomatische Signale hinaus konkrete Vereinbarungen hervorbringen würden.

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