US-Zwischenwahlen 2026, Donald Trump

US-Midterms: Trump weist Schuld an Wahlniederlage zurück

Veröffentlicht am: 04.11.2026 um 04:55 Uhr | dts-nachrichtenagentur, AD HOC NEWS
Donald Trump weist die Verantwortung für die Verluste der Republikaner bei den US-Zwischenwahlen zurück. Während die Demokraten Mehrheiten im Kongress und mehrere wichtige Bundesstaaten gewinnen, verweist der Präsident auf seine fehlende Kandidatur.

Trumps Erklärung nach den Midterms

  • Donald Trump schrieb auf Truth Social, er hätte mit einem Erdrutschsieg gewonnen, wenn er auf dem Wahlzettel gestanden hätte.
  • Trump kritisierte zuvor Fox News wegen angeblich stark gesunkener Einschaltquoten und stellte seine eigenen Zahlen positiver dar.
  • Demokraten übernahmen laut Prognosen Sitze in North Carolina, South Carolina und Pennsylvania sowie das Gouverneursamt in Georgia.
Donald Trump (Archiv) - Bild: via dts Nachrichtenagentur

Trump weist Verantwortung für republikanische Wahlniederlage zurück

US-Präsident Donald Trump hat die Schuld an der Wahlniederlage der Republikaner bei den Zwischenwahlen von sich gewiesen. Auf seiner Plattform Truth Social schrieb er, er hätte mit einem Erdrutschsieg gewonnen, wenn er auf dem Wahlzettel gestanden hätte.

Kritik an Fox News

Kurz zuvor griff Trump Fox News an. Die Einschaltquoten des Senders seien angeblich um fast ein Drittel eingebrochen, weil er zu viel über die „gestörten Demokraten“ berichte, schrieb Trump.

Seine eigenen Zahlen seien dagegen „besser als jemals zuvor“. Damit stellte der Präsident seine persönliche politische Reichweite der Berichterstattung seines bevorzugten Nachrichtensenders gegenüber.

Demokraten gewinnen in mehreren Staaten

Laut übereinstimmenden Prognosen von US-Medien haben die Demokraten die Mehrheit im Repräsentantenhaus bereits zurückerobert. Auch im Senat läuft demnach alles auf einen Sieg der Demokraten hinaus.

Die Demokraten konnten mehrere Sitze in traditionell republikanischen Hochburgen übernehmen, darunter in North Carolina und South Carolina. Auch das Gouverneursamt in Georgia, das seit Jahrzehnten von Republikanern gehalten wurde, ging an die Demokraten.

Mehrere umkämpfte Wahlkreise in Pennsylvania

Im Swing-State Pennsylvania übernahmen die Demokraten ebenfalls mehrere Sitze im Repräsentantenhaus von den Republikanern. Darunter waren mindestens drei besonders hart umkämpfte Wahlkreise.

Die Midterm-Wahlen 2026 gelten als wichtige Zwischenbilanz der zweiten Präsidentschaft Trumps. Zuletzt waren viele US-Wähler unzufrieden, insbesondere wegen steigender Energiepreise.

Die Zwischenwahlen gelten traditionell als politischer Stimmungstest für den Präsidenten, obwohl sein Name nicht auf den Stimmzetteln steht. Bei den Midterms werden alle Sitze im Repräsentantenhaus und rund ein Drittel der Senatssitze neu bestimmt; außerdem finden in zahlreichen Bundesstaaten Gouverneurs- und Parlamentswahlen statt.

Für Trump haben die Wahlen deshalb eine doppelte Bedeutung. Formal kandidiert er nicht selbst, politisch prägt seine Präsidentschaft jedoch die republikanische Kampagne. Ein Verlust beider Kongresskammern würde die Gesetzgebung erschweren, weil die Demokraten dann Ausschüsse, Tagesordnung und parlamentarische Untersuchungen stärker kontrollieren könnten.

Folgen für Trumps Präsidentschaft

Die in der Meldung genannten Erfolge der Demokraten in republikanischen Hochburgen und in Georgia weisen auf eine breite Belastungsprobe für die Regierungspartei hin. Besonders relevant sind dabei Vororte, unabhängige Wähler und Bundesstaaten, in denen Energiepreise und Lebenshaltungskosten die politische Stimmung beeinflussen.

Trumps Reaktion folgt einem bekannten Muster: Er trennt seine persönliche Popularität vom Abschneiden der eigenen Partei und verweist auf seine fehlende Kandidatur. Zugleich greift er mit Fox News einen wichtigen konservativen Multiplikator an. Sollte die demokratische Mehrheit im Kongress Bestand haben, dürfte der innenpolitische Spielraum der Regierung kleiner werden; bei knappen Mehrheiten blieben einzelne Senatoren und Abgeordnete besonders einflussreich.

Pressespiegel: Einigkeit, Unterschiede und offene Fragen

n-tv: „+++ 00:50 Trump ruft schnell noch "Antikommunismus-Woche" aus +++“ (03.11.2026)

Der Beitrag bestätigt, dass Trump selbst nicht auf dem Wahlzettel steht, und stellt seine kurzfristige Wahlkampfbotschaft heraus. Anders als die dts-Meldung konzentriert er sich auf Trumps Mobilisierung und nicht auf die bereits gemeldeten Sitzgewinne der Demokraten.

SWR: „Zwischenwahlen in den USA: So stark könnte der Gegenwind für Trump werden“ (03.11.2026)

Der Beitrag ordnet die Midterms als möglichen Gegenwind für Trump ein und verweist auf seine Aufforderung, so zu wählen, als stünde er selbst auf dem Wahlzettel. Damit setzt er einen stärkeren Akzent auf die politische Bedeutung der Abstimmung als indirektes Referendum über den Präsidenten.

Beide Beiträge stimmen darin überein, dass Trumps politische Verantwortung trotz fehlender eigener Kandidatur im Mittelpunkt steht. Der Schwerpunkt reicht von seiner Wahlkampfstrategie bis zur möglichen Belastungsprobe für seine Präsidentschaft.

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