Donald Trump, US-Midterms 2026

US-Midterms: Trump startet Wahlkampftour für Republikaner

Veröffentlicht am: 02.10.2026 um 04:16 Uhr | dpa, AD HOC NEWS

US-Präsident Donald Trump beginnt seine Wahlkampftour für die Kongresswahlen am 3. November. In Texas, Oklahoma, Alabama und Ohio will er die Republikaner mobilisieren, deren Mehrheiten in beiden Kongresskammern gefährdet sind.

  • Gut einen Monat vor den wichtigen Midterms tourt Trump durchs Land.  - Bild: Alex Brandon/AP/dpa
    Gut einen Monat vor den wichtigen Midterms tourt Trump durchs Land. - Bild: Alex Brandon/AP/dpa
  • Vor Mitarbeitern eines Lastwagen-Herstellers preist Trump die eigene Arbeit, sagt aber auch, dass man sie vielleicht nicht gut verkaufe.  - Bild: Alex Brandon/AP/dpa
    Vor Mitarbeitern eines Lastwagen-Herstellers preist Trump die eigene Arbeit, sagt aber auch, dass man sie vielleicht nicht gut verkaufe. - Bild: Alex Brandon/AP/dpa
  • Beim Republikaner-Parteitag in Dallas betonte Trump gleich mehrfach: Bei den Midterms soll es um ihn gehen. (Archivbild) - Bild: Tony Gutierrez/AP/dpa
    Beim Republikaner-Parteitag in Dallas betonte Trump gleich mehrfach: Bei den Midterms soll es um ihn gehen. (Archivbild) - Bild: Tony Gutierrez/AP/dpa
Gut einen Monat vor den wichtigen Midterms tourt Trump durchs Land.  - Bild: Alex Brandon/AP/dpa Vor Mitarbeitern eines Lastwagen-Herstellers preist Trump die eigene Arbeit, sagt aber auch, dass man sie vielleicht nicht gut verkaufe.  - Bild: Alex Brandon/AP/dpa Beim Republikaner-Parteitag in Dallas betonte Trump gleich mehrfach: Bei den Midterms soll es um ihn gehen. (Archivbild) - Bild: Tony Gutierrez/AP/dpa

US-Präsident Donald Trump hat gut einen Monat vor den Kongresswahlen eine Wahlkampftour für die Republikaner gestartet und will in mehreren Bundesstaaten um Unterstützung für seine Partei werben.

Auftakt in Texas und Oklahoma

Bei einer Rede vor Beschäftigten eines Lastwagenherstellers im texanischen Denton pries Trump seine Politik, räumte aber zugleich Schwächen bei deren Vermittlung ein. Die Regierung leiste „phänomenale Arbeit“, verkaufe sie möglicherweise jedoch nicht gut, sagte er.

Nach dem Auftritt reiste Trump am Donnerstagabend Ortszeit nach Oklahoma weiter. In Durant sprach er erneut über die anstehenden Midterms und warnte, die Demokraten würden im Fall eines republikanischen Misserfolgs ein Amtsenthebungsverfahren gegen ihn einleiten.

Vier Bundesstaaten auf dem Reiseplan

Am Freitag ist ein Auftritt in Alabama geplant, am Samstag soll Trump nach Ohio reisen. „Ich bin mit ganzem Herzen dabei - mehr denn je“, sagte der Präsident in Texas. Er fügte hinzu: „Ich glaube, wir werden gewinnen.“

Mehrheiten im Kongress stehen auf dem Spiel

Am 3. November wählen die Amerikanerinnen und Amerikaner rund ein Drittel des Senats sowie das gesamte Repräsentantenhaus neu. Trumps Republikaner verfügen derzeit in beiden Kammern über knappe Mehrheiten.

Die Demokraten hoffen, zumindest das Repräsentantenhaus zurückzuerobern. Damit könnten sie Gesetzesvorhaben des Präsidenten blockieren und Untersuchungen einleiten. Für die Eröffnung eines Amtsenthebungsverfahrens im Repräsentantenhaus genügt eine einfache Mehrheit.

Trump macht Wahl zur Abstimmung über sich

In Oklahoma wiederholte Trump seinen Appell: „Tut bitte so, als würde ich kandidieren.“ Ohne seinen Namen auf dem Stimmzettel würden viele Anhänger möglicherweise nicht zur Wahl gehen, erklärte er.

Zudem erneuerte der Präsident sein Versprechen, jeder erwachsene US-Bürger solle bei einem republikanischen Sieg in beiden Kongresskammern 5.000 Dollar erhalten. Die Kosten würden sich auf mehr als eine Billion US-Dollar belaufen; politisch und finanziell gilt der Vorschlag als nicht realistisch.

Rennen in Texas besonders umkämpft

In Texas unterstützt Trump den Republikaner Ken Paxton im Rennen um einen Senatssitz. Paxton tritt gegen den Demokraten James Talarico an. Gewänne Talarico, wäre er der erste demokratische Senator aus Texas seit mehr als drei Jahrzehnten.

Trump betonte in Denton die Bedeutung des Rennens: „Wir brauchen Ken so dringend, und deshalb bin ich hier.“ Die Wahlkampftour soll damit zugleich die republikanische Basis mobilisieren und Kandidaten in besonders wichtigen Rennen unterstützen.

Midterms als Machtprobe

Bei den Zwischenwahlen am 3. November stehen alle 435 Sitze im Repräsentantenhaus sowie 35 der 100 Senatssitze zur Wahl. Zusätzlich werden in 36 Bundesstaaten Gouverneure gewählt. Für Trump geht es damit nicht nur um die Mehrheiten im Kongress, sondern um die politische Handlungsfähigkeit für die zweite Hälfte seiner Amtszeit.

Die Republikaner verfügen derzeit über knappe Mehrheiten in beiden Kongresskammern. Ein Verlust des Repräsentantenhauses würde der demokratischen Opposition ermöglichen, Gesetzesvorhaben zu blockieren und parlamentarische Untersuchungen einzuleiten. Ein erfolgreiches Amtsenthebungsverfahren setzt zunächst eine einfache Mehrheit im Repräsentantenhaus voraus; über eine Verurteilung entscheidet anschließend der Senat.

Preise und umkämpfte Bundesstaaten

Die wirtschaftliche Lage verschärft den Wahlkampfdruck. Der Dieselpreis in den USA liegt nach aktuellen Berichten deutlich über dem Vorjahresniveau. Der Streit über mögliche Exportbeschränkungen zeigt, wie stark die Energiepreise inzwischen mit der Wahlstrategie der Republikaner verbunden sind: Maßnahmen zur Entlastung könnten zugleich Angebot und Preise auf den internationalen Märkten beeinflussen.

Besonders relevant sind umkämpfte Staaten wie Ohio und Texas. In Texas wird das Rennen um den Senatssitz von Ken Paxton gegen James Talarico als ungewöhnlich offen beschrieben; hohe Ausgaben für Fernseh- und Radiowerbung unterstreichen die Bedeutung des Bundesstaats. Trumps Tour soll deshalb nicht nur Anhänger mobilisieren, sondern auch republikanische Kandidaten in entscheidenden Rennen stützen.

Signalwirkung für Wähler

Für die Bevölkerung werden die Midterms vor allem über Preise, Arbeitsplätze, Einwanderung und die Kontrolle des Kongresses spürbar. Trumps Strategie, die Wahl ausdrücklich als Abstimmung über seine Person zu präsentieren, erhöht den nationalen Stellenwert einzelner Senats- und Abgeordnetenrennen. Zugleich kann sie Kandidaten helfen, die von seiner Anhängerschaft profitieren, aber jene belasten, die in unabhängigen oder gemäßigten Wählerschichten Abstand zur Präsidentenpolitik gewinnen wollen.

Pressespiegel: Einigkeit, Unterschiede und offene Fragen

FOCUS online: „Panik steigt in Trump-Partei - auch wegen des Präsidenten“ (30.09.2026)

Der Bericht hebe hervor, die Republikaner stünden wegen hoher Preise und schwieriger Senatsrennen unter Druck. Anders als die dpa-Meldung konzentriere er sich auf die finanziellen Ressourcen der Partei und nenne besonders hohe Werbeausgaben in Texas und Ohio; die Bedeutung von Trumps persönlichem Einsatz bestätige er zugleich.

n-tv: „Trumps Kraftstoff-Bumerang: US-Exportverbot für Diesel könnte Preisschock auslösen - in den USA“ (01.10.2026)

Der Artikel schreibe, die hohen Dieselpreise belasteten Trump vor den Zwischenwahlen und ein mögliches Exportverbot könne die Preise sogar weiter erhöhen. Damit bestätige er den wirtschaftlichen Druck, setze den Schwerpunkt aber auf die Energiepolitik und lasse offen, ob eine solche Maßnahme tatsächlich beschlossen werde.

Medienübergreifend werde die Wahlkampftour als Reaktion auf den Druck durch Preise und umkämpfte Bundesstaaten eingeordnet. Unterschiede lägen vor allem bei der Gewichtung: Während der eine Bericht die Parteifinanzen betone, rücke der andere die Folgen energiepolitischer Entscheidungen in den Vordergrund.

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