US-Midterms: Mark Warner gewinnt Senatssitz in Virginia
Veröffentlicht am: 04.11.2026 um 01:43 Uhr | dpa, AD HOC NEWSUS-Kongress entscheidet über Mehrheiten
- Demokrat Mark Warner gewann laut Hochrechnungen den ersten zur Wahl stehenden Senatssitz in Virginia.
- Kurz nach 1.30 Uhr MEZ standen zwölf Sitze im Repräsentantenhaus in Georgia, Florida und Kentucky fest.
- Bei der Wahl werden 435 Sitze im Repräsentantenhaus und 35 von 100 Senatssitzen neu vergeben.
Erste Entscheidungen bei US-Kongresswahlen
Die ersten Rennen der US-Parlamentswahlen sind laut Hochrechnungen entschieden, größere Überraschungen blieben zunächst aus. In Virginia setzte sich der demokratische Amtsinhaber Mark Warner beim ersten zur Wahl stehenden Senatssitz durch.
Zwölf Sitze im Repräsentantenhaus entschieden
Die Nachrichtenagentur AP meldete die Entscheidung auf Grundlage von Stimmauszählungen und Wählerbefragungen. Kurz nach 1.30 Uhr MEZ in der Nacht zum Mittwoch standen zudem zwölf Sitze im Repräsentantenhaus in Georgia, Florida und Kentucky fest.
Mehrheiten bleiben offen
Die Auszählung wird noch länger dauern; in mehreren Bundesstaaten wurde zu diesem Zeitpunkt weiterhin gewählt. Vor der Wahl hatten Umfragen den Demokraten gute Chancen eingeräumt, die Mehrheit im Repräsentantenhaus zu erobern.
35 Senatssitze stehen zur Wahl
Im Senat wurde ein enges Rennen erwartet. Die Republikaner von US-Präsident Donald Trump verfügten bislang in beiden Parlamentskammern über eine knappe Mehrheit.
Bei den Kongresswahlen werden alle 435 Sitze im Repräsentantenhaus neu vergeben. Im Senat stehen 35 der insgesamt 100 Sitze zur Wahl.
Die US-Kongresswahlen bestimmen, welche Partei die politische Kontrolle über Repräsentantenhaus und Senat ausüben kann. Alle 435 Sitze im Repräsentantenhaus werden neu vergeben, im Senat stehen 35 der 100 Sitze zur Wahl. Damit können bereits wenige umkämpfte Rennen die Mehrheitsverhältnisse verändern.
Die Republikaner verfügen bislang in beiden Kammern über knappe Mehrheiten. Für Präsident Donald Trump ist der Wahlausgang deshalb von großer Bedeutung: Eine demokratische Mehrheit könnte seine Gesetzgebung erschweren, Ausschüsse neu besetzen und die parlamentarische Kontrolle über die Regierung stärken.
Warum die Auszählung länger dauert
Die Ergebnisse treffen nicht gleichzeitig ein, weil die Wahllokale in den Bundesstaaten zu unterschiedlichen Zeiten schließen und Briefwahl sowie vorgezogene Stimmabgaben jeweils nach den dort geltenden Regeln ausgezählt werden. Hochrechnungen können einzelne Rennen deshalb entscheiden, während in anderen Staaten noch abgestimmt oder gezählt wird.
Die ersten feststehenden Ergebnisse liefern zunächst keinen Hinweis auf einen Machtwechsel. Entscheidend wird sein, ob die Demokraten in besonders umkämpften Wahlkreisen des Repräsentantenhauses Sitze gewinnen und ob sie im Senat mehrere knappe Rennen drehen können. Bis die Mehrheiten feststehen, kann die Auszählung daher noch andauern.
Pressespiegel: Einigkeit, Unterschiede und offene Fragen
Euronews: „Ergebnisse der US-Midterms 2026: Live-Updates in Karten und Grafiken“ (03.11.2026)
Der Beitrag begleitet die laufende Auszählung und hebt den Kampf um die Kontrolle beider Kongresskammern hervor. Anders als die dpa-Meldung konzentriert er sich auf Echtzeitdaten, Karten und die landesweite Entwicklung.
ntv: „Midterms in den USA 2026 im Liveticker“ (03.11.2026)
Der Liveticker ordnet die erwarteten knappen Mehrheiten und die Bedeutung der Wahl für Trumps politische Handlungsmöglichkeiten ein. Im Mittelpunkt stehen dort stärker Wahlkampfthemen, offene Schlüsselrennen und die voraussichtlich lange Auszählung.
Einigkeit besteht darin, dass die Kontrolle über Repräsentantenhaus und Senat offen ist und die Ergebnisse schrittweise eintreffen. Unterschiede ergeben sich vor allem beim Schwerpunkt: Während Euronews die Ergebnisdarstellung bündelt, setzt ntv stärker auf politische Folgen und den Wahlkampf.
