US-Börsen geben nach – Dow verliert 0,9 Prozent
Veröffentlicht am: 30.09.2026 um 22:27 Uhr | dts-nachrichtenagentur, AD HOC NEWSDie US-Börsen haben am Mittwoch deutlich nachgelassen. Der Dow Jones wurde zum Handelsschluss in New York mit 50.906 Punkten berechnet und lag damit 0,9 Prozent unter dem Niveau des vorherigen Handelstags.
Der S&P 500 notierte wenige Minuten zuvor bei 7.652 Punkten 0,3 Prozent im Minus, während der Nasdaq 100 mit 30.409 Punkten 0,2 Prozent verlor.
Dow gibt stärker nach als Technologiewerte
Damit fiel der Rückgang bei den Standardwerten stärker aus als bei den breiter gefassten und technologielastigen Indizes. Die Schlussstände spiegeln den Handel in New York wider und beziehen sich auf den Mittwoch.
Am Devisenmarkt zeigte sich der Euro schwächer. Ein Euro kostete am Mittwochabend 1,1327 US-Dollar, während ein Dollar 0,8828 Euro wert war.
Gold gibt nach, Öl zieht an
Auch der Goldpreis stand unter Druck. Eine Feinunze wurde am Abend mit 4.155 US-Dollar bezahlt, 0,6 Prozent weniger als am vorherigen Handelstag; umgerechnet entsprach das 117,92 Euro je Gramm.
Gegen den Trend entwickelte sich der Ölmarkt. Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete gegen 22 Uhr deutscher Zeit 98,17 US-Dollar und damit 2,1 Prozent mehr als zum Schluss des vorherigen Handelstags.
Der Handelstag zeigt ein typisches Spannungsfeld an den internationalen Finanzmärkten: Während die US-Börsen am Ende nachgaben, blieb der Rückgang bei S&P 500 und Nasdaq 100 deutlich begrenzter als beim Dow. Das spricht für einen uneinheitlichen Abgabedruck, bei dem konjunkturabhängige Standardwerte stärker belastet wurden als große Technologiewerte.
Im Mittelpunkt stehen weiterhin Inflation, Geldpolitik und Energiepreise. Am selben Tag wurden in den USA robuste Wirtschaftsdaten und eine Kernrate der persönlichen Konsumausgaben von 3,0 Prozent berichtet. Sie lag damit zwar unter dem Vormonatswert, aber weiterhin über dem Inflationsziel der Federal Reserve von zwei Prozent. Gleichzeitig stieg die deutsche Teuerungsrate im September auf 3,3 Prozent, was auch die europäischen Aktienmärkte belastete.
Ölpreis als Belastungsfaktor
Der Brent-Anstieg auf 98,17 Dollar erhöht den Kostendruck für Unternehmen und Haushalte. Höhere Energiepreise können die Inflation beschleunigen, die Erwartungen an Zinssenkungen oder Zinspausen verändern und dadurch Aktienbewertungen belasten. Besonders empfindlich reagieren Branchen mit hohem Energieverbrauch sowie Unternehmen und Verbraucher, deren Ausgaben stark von Kraftstoff- und Transportkosten abhängen.
Für Anleger bleibt damit entscheidend, ob der Ölpreisanstieg vorübergehend bleibt oder sich in einer längeren Phase hoher Energiepreise verfestigt. Ein dauerhaft höheres Preisniveau würde die Notenbanken vor einen Zielkonflikt zwischen Inflationsbekämpfung und der Stabilisierung des Wirtschaftswachstums stellen.
