US-Börsen, Ölpreis

US-Börsen geben nach, Brent steigt auf 109,70 Dollar

Veröffentlicht am: 16.10.2026 um 22:22 Uhr | dts-nachrichtenagentur, AD HOC NEWS
Angriffe auf Schiffe in der Straße von Hormus belasten die Stimmung an der Wall Street und treiben den Referenzpreis für Nordseeöl deutlich nach oben. Auch Währung und Gold bewegten sich am Freitag.

Marktbewegungen zum Wochenschluss

  • Der Dow wurde in New York mit 52.002 Punkten und einem Minus von 0,3 Prozent berechnet.
  • Der S&P 500 lag bei rund 7.659 Punkten, der Nasdaq 100 bei rund 29.188 Punkten.
  • Brent kostete gegen 22 Uhr deutscher Zeit 109,70 US-Dollar je Fass und damit 3,5 Prozent mehr.
US-Fahne an der New York Stock Exchange - Bild: via dts Nachrichtenagentur

US-Börsen reagieren auf neue Spannungen im Nahen Osten

Die US-Börsen haben am Freitag nachgelassen, während der Ölpreis nach erneuten Angriffen des Irans auf Schiffe in der Straße von Hormus deutlich gestiegen ist. Der Dow schloss in New York bei 52.002 Punkten und verlor 0,3 Prozent gegenüber dem vorherigen Handelstag.

Technologieaktien geben besonders nach

Der breiter gefasste S&P 500 lag wenige Minuten zuvor bei rund 7.659 Punkten und damit 1,1 Prozent im Minus. Die Technologiebörse Nasdaq berechnete den Nasdaq 100 zu diesem Zeitpunkt mit rund 29.188 Punkten, was einem Rückgang von 2,6 Prozent entsprach.

Brent steigt auf 109,70 Dollar

Der Ölpreis legte unterdessen stark zu. Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete am Freitagabend gegen 22 Uhr deutscher Zeit 109,70 US-Dollar und damit 3,5 Prozent mehr als zum Schluss des vorherigen Handelstags.

Angriffe in der Straße von Hormus

Nach Angaben der United Kingdom Maritime Trade Operations waren bereits zwischen dem 5. und 11. Oktober zwölf Schiffe angegriffen worden. Damit wurde die höchste Zahl wöchentlicher Angriffe erreicht, die die Organisation seit Beginn des Krieges der USA und Israels gegen den Iran gemeldet hat.

Die Öllieferungen durch die Meerenge hatten nach einer zwischenzeitlichen Erholung im vergangenen Monat wieder nachgelassen. Die Entwicklung erhöht den Druck auf die internationalen Energiemärkte und verstärkt die Unsicherheit für Unternehmen und Verbraucher.

Euro etwas stärker, Gold leicht schwächer

Die europäische Gemeinschaftswährung zeigte sich am Freitagabend etwas stärker. Ein Euro kostete 1,1240 US-Dollar, während für einen Dollar 0,8897 Euro zu zahlen waren.

Der Goldpreis gab leicht nach. Eine Feinunze wurde am Abend mit 4.167 US-Dollar bezahlt, 0,1 Prozent weniger als am vorherigen Handelstag. Das entsprach einem Preis von 119,20 Euro pro Gramm.

Die Reaktion der Märkte zeigt, wie eng geopolitische Risiken und Energiepreise inzwischen miteinander verbunden sind. Die Straße von Hormus ist eine zentrale Transitroute für den weltweiten Ölhandel; wiederholte Angriffe auf Schiffe erhöhen deshalb nicht nur die direkten Sicherheitsrisiken für die Besatzungen, sondern auch die Risikoprämie an den Rohstoffmärkten.

Der Anstieg von Brent auf 109,70 US-Dollar je Fass fiel am Freitag mit deutlichen Verlusten vor allem bei Technologieaktien zusammen. Höhere Energiepreise können die Inflation verstärken und dadurch den Spielraum für Zinssenkungen der Notenbanken begrenzen. Das belastet typischerweise besonders Unternehmen, deren Bewertungen stark von künftig erwarteten Gewinnen abhängen.

Energiepreise als Belastung für Verbraucher

Für Verbraucher in Deutschland wirken sich anhaltend höhere Ölpreise zunächst über Kraftstoffe und Heizkosten aus. Mit Verzögerung können außerdem Transport- und Produktionskosten steigen. Der Euro notierte zugleich bei 1,1240 US-Dollar, wodurch sich der Einfluss des in Dollar abgerechneten Öls auf den Euroraum teilweise verändert.

Entscheidend bleibt, ob die Angriffe den Schiffsverkehr und die Öllieferungen dauerhaft beeinträchtigen. Eine längere Störung würde den Preisdruck verschärfen und könnte auch europäische Gas- und Strommärkte erfassen. Eine Entspannung der Sicherheitslage könnte dagegen die Risikoprämie wieder senken; bis dahin bleiben Energiepreise und Börsen besonders anfällig für neue Meldungen aus der Region.

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