US-Börsen geben nach – Brent-Ölpreis fällt um 2,8 Prozent
Veröffentlicht am: 29.09.2026 um 22:21 Uhr | dts-nachrichtenagentur, AD HOC NEWSDie US-Börsen haben am Dienstag nachgelassen. Der Dow Jones wurde zum Handelsschluss in New York mit 51.350 Punkten berechnet und lag damit 0,3 Prozent unter dem vorherigen Handelstag.
Nasdaq 100 leicht im Plus
Der breiter gefasste S&P 500 notierte wenige Minuten zuvor bei rund 7.670 Punkten und verlor 0,2 Prozent. Der Nasdaq 100 legte dagegen um 0,2 Prozent auf rund 30.340 Punkte zu.
Euro schwächer gegenüber dem Dollar
Die europäische Gemeinschaftswährung gab am Dienstagabend nach. Ein Euro kostete 1,1336 US-Dollar, während ein Dollar 0,8821 Euro wert war.
Gold steigt deutlich, Ölpreis fällt
Der Goldpreis legte kräftig zu: Eine Feinunze wurde am Abend mit 4.174 US-Dollar bezahlt, ein Plus von 1,5 Prozent. Umgerechnet entsprach das einem Preis von 118,37 Euro je Gramm.
Der Ölpreis sank unterdessen deutlich. Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete gegen 22 Uhr deutscher Zeit 102,40 US-Dollar und damit 2,92 Dollar beziehungsweise 2,8 Prozent weniger als zum Schluss des vorherigen Handelstags.
Die US-Börsen beendeten den Handel am Dienstag uneinheitlich bis schwächer. Der Dow Jones gab nach, während der technologielastige Nasdaq 100 leicht zulegte. Das zeigt, dass der Verkaufsdruck nicht alle Marktsegmente gleichermaßen erfasste.
Besondere Bedeutung hat die gleichzeitige Bewegung an den Rohstoff- und Devisenmärkten. Der Euro fiel gegenüber dem Dollar, während Gold deutlich auf 4.174 US-Dollar je Feinunze stieg. Ein schwächerer Euro verteuert in Europa gehandelte Rohstoffe für Käufer im Euroraum; Gold wird zugleich häufig als Absicherung in Phasen erhöhter Unsicherheit genutzt.
Ölmarkt bleibt von geopolitischen Signalen geprägt
Der Brent-Preis sank am Dienstag um 2,8 Prozent auf 102,40 US-Dollar je Fass. Noch am Vortag war Brent im europäischen Handel zeitweise deutlich gestiegen und hatte die Marke von 107 Dollar überschritten. Hintergrund waren Unsicherheiten über die Gespräche zwischen den USA und Iran sowie deren mögliche Auswirkungen auf die Energieversorgung.
Der Rückgang auf gut 102 Dollar zeigt, wie schnell die Preisbildung am Ölmarkt auf neue Erwartungen reagiert. Für Verbraucher in Deutschland wirken sich solche Bewegungen meist zeitversetzt über Tankstellenpreise und Energiekosten aus. Für Unternehmen können sie die Produktions- und Transportkosten beeinflussen, während steigende Goldpreise auf eine vorsichtigere Risikobewertung an den Märkten hindeuten.
