Ukrainekrieg, Sanktionen Russland

Ukrainekrieg: Merz telefoniert mit Trump über neue Russland-Sanktionen

Veröffentlicht am: 17.09.2026 um 21:17 Uhr | dts-nachrichtenagentur, AD HOC NEWS

Bundeskanzler Friedrich Merz und US-Präsident Donald Trump beraten telefonisch über den Ukrainekrieg, neue Sanktionen gegen Russland und die Lage an wichtigen Seewegen. Beide Seiten betonen zugleich die besondere Verbundenheit zwischen Deutschland und den USA.

Merz telefoniert mit Trump über Ukrainekrieg und Straße von Hormus
Friedrich Merz am 15.09.2026 - Bild: via dts Nachrichtenagentur

Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hat am Donnerstag mit US-Präsident Donald Trump telefoniert. Nach Angaben des Regierungssprechers Stefan Kornelius stand dabei vor allem die internationale Sicherheitslage im Mittelpunkt.

Gespräch über Ukrainekrieg und US-Sanktionsgesetz

Merz und Trump berieten über die nächsten Schritte zur Beendigung des Krieges in der Ukraine. Der Bundeskanzler würdigte in diesem Zusammenhang die Verabschiedung des Grahams-Sanktionsgesetzes durch den US-Kongress, das neue wirtschaftliche Druckmittel gegen Russland schafft.

Das Gesetz sieht Sanktionen gegen die Energie- und Verteidigungsindustrie Russlands sowie gegen die sogenannte "Schattenflotte" vor. Darüber hinaus ermöglicht es dem US-Präsidenten, Zölle gegen die größten Importeure von russischem Öl und Gas zu erheben.

Lage in Straße von Hormus und Rotem Meer

Ein weiterer Schwerpunkt des Telefonats war die Situation in der Straße von Hormus und im Roten Meer. Beide Politiker befassten sich mit den Behinderungen des Schiffsverkehrs auf diesen zentralen Wasserwegen.

Nach Darstellung der Bundesregierung herrschte Einigkeit, dass es einer schnellen Öffnung beider Wasserwege bedarf, um die dortigen Engpässe zu überwinden und den freien Handel zu erleichtern.

Erinnerung an den 11. September und transatlantische Verbundenheit

Merz und Trump erinnerten zudem an die Anschläge vom 11. September 2001 in den USA, die sich in der vergangenen Woche zum 25. Mal gejährt haben. Die Ereignisse gelten als prägend für die gemeinsame sicherheitspolitische Agenda der westlichen Staaten.

Der Bundeskanzler sprach bei dem Telefonat über die besondere Verbundenheit zwischen den Deutschen und US-Bürgern. Nach Angaben der Bundesregierung wurde damit auch der Stellenwert der transatlantischen Beziehungen im aktuellen Krisenumfeld hervorgehoben.

Das Telefonat zwischen Bundeskanzler Friedrich Merz und US-Präsident Donald Trump unterstreicht die enge Abstimmung zwischen Berlin und Washington in Fragen der Sicherheits- und Sanktionspolitik. Im Mittelpunkt stehen der Krieg in der Ukraine, neue US-Sanktionsinstrumente gegen Russland und die Lage an strategisch wichtigen Seewegen.

Mit der Würdigung des Grahams-Sanktionsgesetzes signalisiert die Bundesregierung Unterstützung für einen Kurs, der die russische Energie- und Verteidigungsindustrie sowie die Nutzung der sogenannten Schattenflotte stärker unter Druck setzt. Solche Maßnahmen sollen Einnahmen Russlands begrenzen, gleichzeitig aber werden europäische Energie- und Rohstoffmärkte empfindlich getroffen, weshalb die Abstimmung mit den EU-Partnern und der deutschen Wirtschaft zentral bleibt.

Strategische Seewege und globale Auswirkungen

Die gemeinsame Forderung nach einer schnellen Öffnung der Straße von Hormus und des Roten Meeres verweist auf die Bedeutung dieser Routen für den weltweiten Handel, insbesondere für Öl-, Gas- und Containertransporte. Einschränkungen dort wirken unmittelbar auf Energiepreise, Lieferketten und Inflation auch in Deutschland. Für Leser bedeutet dies, dass außenpolitische Entscheidungen, über die in dem Telefonat gesprochen wurde, sich schnell in höheren Kosten, Lieferverzögerungen oder veränderten Unternehmensstrategien niederschlagen können.

Transatlantische Beziehungen und Sicherheitspolitik

Die Erinnerung an die Anschläge vom 11. September 2001 und die betonte Verbundenheit zwischen Deutschen und US-Bürgern ordnen das Gespräch in einen breiteren sicherheitspolitischen Kontext ein. Der Verweis auf dieses Ereignis stellt die heutige Zusammenarbeit im Kampf gegen Terrorismus, hybride Bedrohungen und militärische Konflikte in eine lange Linie transatlantischer Solidarität. Damit signalisiert Merz innen- wie außenpolitisch, dass Deutschland seine Rolle als verlässlicher Partner der USA sowohl in der Ukraine-Politik als auch bei der Sicherung globaler Handelswege ausfüllen will.

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