Dnipro, Russischer Drohnenangriff

Ukraine: Drohnenangriff auf Bahnhof in Dnipro tötet 13 Menschen

Veröffentlicht am: 29.10.2026 um 11:24 Uhr | dpa, AD HOC NEWS
Bei dem Angriff auf den Bahnhof in Dnipro wurden nach ukrainischen Behördenangaben 13 Menschen getötet und mindestens fünf weitere verletzt. Getroffen wurde ein Bahnsteig, an dem der Zug nach Saporischschja stand.

Folgen für Zug und Bahnsteig

  • Gebietsgouverneur Olexander Hanscha meldete 13 Tote und mindestens fünf Verletzte.
  • Eine düsengetriebene Drohne traf den Bahnsteig des Zuges Dnipro-Saporischschja.
  • Bürgermeister Borys Filatow bezeichnete den zivilen Zug als Schauplatz einer Tragödie.
Zahlreiche Menschen kamen nach ukrainischen Angaben bei einem russischen Angriff auf einen Bahnhof ums Leben. (Archivbild) - Bild: Evgeniy Maloletka/AP/dpa

Drohnenangriff trifft Zug in Dnipro

Bei einem russischen Drohnenangriff auf einen Bahnhof in der ukrainischen Großstadt Dnipro sind nach Behördenangaben 13 Menschen getötet worden. Mindestens fünf weitere Menschen wurden verletzt.

13 Tote am Bahnsteig

Gebietsgouverneur Olexander Hanscha teilte mit, dass die Zahl der Todesopfer bei 13 liege. Nach Angaben der ukrainischen Eisenbahn schlug eine Drohne mit Düsenantrieb auf einem Bahnsteig ein.

Dort befand sich demnach der Zug auf der Verbindung von Dnipro nach Saporischschja. Trotz einer zuvor bekanntgegebenen erhöhten Gefahr hielten sich Menschen auf dem Bahnsteig auf.

Bürgermeister spricht von Tragödie

Dnipros Bürgermeister Borys Filatow sprach von einer Tragödie. Bei dem Zug habe es sich um einen zivilen Zug gehandelt.

Bahn als wiederholtes Angriffsziel

Die Ukraine verteidigt sich mit westlicher Hilfe seit mehr als viereinhalb Jahren gegen eine großangelegte russische Invasion. Das russische Militär hatte zuletzt wiederholt Züge und Eisenbahninfrastruktur angegriffen.

Der Angriff auf den Bahnhof in Dnipro trifft einen zentralen Bestandteil der ukrainischen Verkehrsinfrastruktur. Bahnhöfe und Züge sind im Kriegsalltag nicht nur wichtige Verbindungen für Pendler, Reisende und Einsatzkräfte, sondern auch ein Rückgrat für die Versorgung und die Evakuierung von Menschen aus gefährdeten Gebieten.

Die Meldung fügt sich in eine seit Jahren andauernde russische Angriffspraxis gegen ukrainische Infrastruktur ein. Neben Energieanlagen, Wohngebieten und Industrie wurden wiederholt Bahnstrecken, Bahnhöfe und Brücken beschädigt. Solche Angriffe können den zivilen Verkehr unmittelbar unterbrechen und zugleich Rettungsmaßnahmen sowie die Weiterreise erschweren.

Folgen für den Bahnverkehr

Für die Bevölkerung erhöht der Angriff das Risiko, das mit alltäglichen Bahnfahrten verbunden ist. Die ukrainischen Behörden hatten nach Angaben der Meldung vor einer erhöhten Gefahr gewarnt; dennoch hielten sich Menschen auf dem Bahnsteig auf. Der tödliche Einschlag zeigt damit auch die besondere Verwundbarkeit von Orten, an denen sich viele Zivilisten zu einem bestimmten Zeitpunkt versammeln.

Politisch dürfte der Angriff den Druck auf die Ukraine und ihre westlichen Partner erhöhen, den Schutz kritischer Infrastruktur und die Luftverteidigung weiter auszubauen. Für Reisende und Familien bleibt entscheidend, ob der Zugverkehr in Dnipro und auf der Verbindung nach Saporischschja wieder aufgenommen werden kann und welche Sicherheitsmaßnahmen die Behörden an Bahnhöfen anordnen.

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