ICE, Donald Trump

Trump zieht ICE-Nominierung für Behörde überraschend zurück

Veröffentlicht am: 17.09.2026 um 21:24 Uhr | dpa, AD HOC NEWS

Donald Trump hat seinen Personalvorschlag für die Leitung der US-Migrationsbehörde ICE zurückgezogen. Damit bleibt eine der umstrittensten Behörden seiner zweiten Amtszeit weiter ohne bestätigte Spitze.

  • Trump zieht einen Personalvorschlag für die Einwanderungsbehörde ICE zurück. (Archivbild) - Bild: Angelina Katsanis/AP/dpa
    Trump zieht einen Personalvorschlag für die Einwanderungsbehörde ICE zurück. (Archivbild) - Bild: Angelina Katsanis/AP/dpa
  • ICE wurde zum Symbol für berüchtigte Razzien gegen Migranten. (Archivbild) - Bild: Jose Luis Magana/AP/dpa
    ICE wurde zum Symbol für berüchtigte Razzien gegen Migranten. (Archivbild) - Bild: Jose Luis Magana/AP/dpa
Trump zieht einen Personalvorschlag für die Einwanderungsbehörde ICE zurück. (Archivbild) - Bild: Angelina Katsanis/AP/dpa ICE wurde zum Symbol für berüchtigte Razzien gegen Migranten. (Archivbild) - Bild: Jose Luis Magana/AP/dpa

US-Präsident Donald Trump hat seinen Personalvorschlag für die Leitung der Migrationsbehörde ICE überraschend zurückgezogen.

Weiße Haus nimmt Nominierung zurück

Das Weiße Haus teilte mit, dass die bereits an den Senat übermittelte Nominierung nicht weiterverfolgt werde. Gründe nannte es nicht. Vorgesehen war der frühere Staatspolizist Lance Schroyer aus Oklahoma.

Leitung bleibt vorerst offen

Mit dem Rückzug bleibt eine der zentralen Behörden in Trumps zweiter Amtszeit weiter ohne dauerhaft bestätigte Führung. Der Posten war frei geworden, nachdem der Rücktritt des kommissarischen Direktors Todd Lyons bekanntgeworden war.

ICE im Fokus der Migrationspolitik

ICE gilt als Symbol der harten Migrationspolitik der Regierung. Die Behörde setzte in den vergangenen Monaten auf Razzien gegen Migranten in von Demokraten regierten Städten, teils unter massivem Protest. Die Personalentscheidung hatte deshalb über die Behörde hinaus politische Bedeutung.

Einordnung: ICE bleibt ein politischer Brennpunkt

Der Rückzug der Nominierung zeigt, dass die Leitung der Einwanderungsbehörde ICE für Trumps zweite Amtszeit politisch heikel bleibt. Die Behörde steht seit Jahren im Zentrum der Debatte über Abschiebungen, Razzien und den Einsatz von Bundesbeamten in Städten, in denen sich demokratische Landes- und Kommunalregierungen gegen das Vorgehen stellen.

Für das Weiße Haus ist die Personalie deshalb mehr als eine einfache Besetzungsfrage: An der Spitze von ICE wird mitentschieden, wie hart und sichtbar die Migrationspolitik umgesetzt wird. Wenn ein Kandidat schon vor der Senatsabstimmung scheitert, verzögert das nicht nur die organisatorische Kontrolle über die Behörde, sondern verlängert auch eine Phase, in der ICE ohne dauerhaft bestätigte Führung arbeitet.

Politisch passt der Schritt zu einem Umfeld, in dem Migrationspolitik in den USA als Symbolthema mit hoher Mobilisierungskraft wirkt. Jede Vakanz an der Spitze von ICE kann die Debatte über Härte, Rechtsstaatlichkeit und Zuständigkeiten weiter verschärfen. Für Betroffene und Kommunen bleibt damit vor allem entscheidend, ob sich an Taktik und Intensität der Einsätze etwas ändert oder ob die Behörde vorerst weiter unter provisorischer Führung agiert.

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