Donald Trump, CNN

Trump schließt CNN vom Weißen Haus aus: Medien sprechen von Angriff auf Pressefreiheit

Veröffentlicht am: 19.09.2026 um 16:54 Uhr | dpa, AD HOC NEWS

US-Präsident Donald Trump schließt CNN, MS NOW und Politico vom Zugang zum Weißen Haus aus. Der Schritt verschärft den Konflikt mit kritischen Medien und fällt in eine politisch heikle Phase.

  • Trump verbietet CNN den Zugang zum Weißen Haus – es ist nicht das erste Verbot dieser Art. (Archivbild) - Bild: Ben Curtis/AP/dpa
    Trump verbietet CNN den Zugang zum Weißen Haus – es ist nicht das erste Verbot dieser Art. (Archivbild) - Bild: Ben Curtis/AP/dpa
  • Trump wirft den betroffenen Medien Falschnachrichten vor. (Archivbild) - Bild: Evan Vucci/AP/dpa
    Trump wirft den betroffenen Medien Falschnachrichten vor. (Archivbild) - Bild: Evan Vucci/AP/dpa
  • Trump geht immer wieder gegen ihm missliebige Medien vor. (Archivbild) - Bild: Julia Demaree Nikhinson/AP/dpa
    Trump geht immer wieder gegen ihm missliebige Medien vor. (Archivbild) - Bild: Julia Demaree Nikhinson/AP/dpa
  • Von dem Verbot ist unter anderem der renommierte US-Sender CNN betroffen. (Archivbild) - Bild: Anna Ringle/dpa
    Von dem Verbot ist unter anderem der renommierte US-Sender CNN betroffen. (Archivbild) - Bild: Anna Ringle/dpa
  • CNN ist von dem Verbot betroffen. - Bild: Alex Brandon/AP/dpa
    CNN ist von dem Verbot betroffen. - Bild: Alex Brandon/AP/dpa
Trump verbietet CNN den Zugang zum Weißen Haus – es ist nicht das erste Verbot dieser Art. (Archivbild) - Bild: Ben Curtis/AP/dpa Trump wirft den betroffenen Medien Falschnachrichten vor. (Archivbild) - Bild: Evan Vucci/AP/dpa Trump geht immer wieder gegen ihm missliebige Medien vor. (Archivbild) - Bild: Julia Demaree Nikhinson/AP/dpa Von dem Verbot ist unter anderem der renommierte US-Sender CNN betroffen. (Archivbild) - Bild: Anna Ringle/dpa CNN ist von dem Verbot betroffen. - Bild: Alex Brandon/AP/dpa

US-Präsident Donald Trump hat CNN, MS NOW und Politico vom Zugang zum Weißen Haus ausgeschlossen.

Trump verweist auf Falschnachrichten

Betroffen sind nach Trumps Ankündigung auf seiner Plattform Truth Social die Reporterinnen und Reporter dieser Medienhäuser bei Pressekonferenzen und Terminen im Oval Office. Journalisten von MS NOW und CNN wurde am Samstag bereits der Zugang zum Gelände des Weißen Hauses versperrt.

Reaktionen auf den Ausschluss

CNN verwies auf das Recht auf Pressefreiheit und die US-Verfassung. Politico kündigte an, weiter fair über das Weiße Haus berichten zu wollen und seine Rechte gegen jeden Versuch zu verteidigen, sie einzuschränken.

Unklar bleibt der genaue Umfang

Offen war zunächst, wie weitreichend das Verbot ist, wie lange es gilt und ob die betroffenen Journalisten auch von Regierungsflügen in der Air Force One ausgeschlossen werden. Der genaue Anlass für Trumps Anordnung blieb ebenfalls unklar.

Trump verschärft den Konflikt mit Medien

Der Schritt fügt sich in Trumps harte Linie gegen ihm unliebsame Berichterstattung ein. Der Präsident hatte schon zu Beginn seiner zweiten Amtszeit die Zugänge für bestimmte Medien eingeschränkt, während das Weiße Haus zugleich verstärkt rechte Influencer und handverlesene Fragen zuließ.

Weitere Eskalation möglich

Der Streit dürfte sich nun auch juristisch zuspitzen. Die White House Correspondents’ Association sprach von einem Angriff auf mehr als nur Journalistenrechte und stellte den Informationsanspruch der Öffentlichkeit in den Mittelpunkt.

Ein Angriff mit Signalwirkung

Der Ausschluss von CNN, MS NOW und Politico trifft nicht nur drei große Medienhäuser, sondern ein zentrales Prinzip der amerikanischen Politik: den freien Zugang zur Machtkontrolle im Weißen Haus. Dass der Präsident den Schritt wenige Wochen vor wichtigen Parlamentswahlen vollzieht, erhöht die politische Sprengkraft zusätzlich.

Trump setzt in seiner zweiten Amtszeit sichtbar auf Konfrontation mit kritischen Redaktionen. Der Konflikt folgt einem Muster, das bereits in früheren Auseinandersetzungen mit Medien und Nachrichtenagenturen angelegt war: Zugang wird als Druckmittel eingesetzt, Wohlwollen belohnt, Widerspruch abgewehrt.

Mehr als ein Streit um Akkreditierungen

Für die betroffenen Redaktionen geht es um die praktische Arbeit vor Ort, für das Weiße Haus um die Frage, wer die Regierung direkt befragen darf. Das macht den Vorgang über den Tagesanlass hinaus bedeutsam: Wenn zentrale Stimmen aus Pressekonferenzen und Terminen ausgeschlossen werden, verändert das die öffentliche Kontrolle von Politik spürbar.

Hinzu kommt der politische Kontext in Washington. Die Republikaner stehen unter Druck, ihre Mehrheiten im Kongress zu verteidigen, und Trump ist wegen mehrerer Fronten in der Kritik. In einer solchen Lage kann ein Vorgehen gegen Medien zugleich als Machtdemonstration und als Versuch gelesen werden, die Deutungshoheit über das Regierungsbild enger zu kontrollieren.

Was der Fall über die Lage im Weißen Haus zeigt

Bemerkenswert ist auch, dass die Administration zugleich andere, ihr genehme Formate und Stimmen stärker einbindet. Der Konflikt steht damit für einen Umbau der Kommunikationsordnung im Regierungszentrum: weg von offener, breiter Pressearbeit, hin zu stärker gesteuerter Auswahl und klarer politischer Zuspitzung.

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