Trump empfiehlt Netanjahu vor Wahl am 27. Oktober zur Wiederwahl
Veröffentlicht am: 18.10.2026 um 17:40 Uhr | dpa, AD HOC NEWSTrumps Unterstützung für Netanjahu
- Donald Trump sprach Benjamin Netanjahu seine uneingeschränkte Unterstützung für die Wahl zum israelischen Ministerpräsidenten aus.
- Trump bezeichnete Netanjahu als starken, mutigen und brillanten Partner der USA.
- Die israelische Parlamentswahl findet am 27. Oktober statt.
- Trump drohte Iran mit einer Fortsetzung des militärischen und finanziellen Vorgehens.
Trump unterstützt Netanjahu vor Israels Wahl
US-Präsident Donald Trump hat dem israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu seine Unterstützung für die anstehende Parlamentswahl ausgesprochen. In einem Beitrag auf Truth Social bezeichnete Trump Netanjahu als Partner für Frieden und warnte zugleich den Iran vor weiteren Schritten.
Trump stellt Netanjahus Führung heraus
Trump schrieb, Netanjahu habe sich trotz enormen Widerstands als stark, mutig und brillant erwiesen. Er sei genau der Partner, den die USA von Israel erwarteten.
Für den Fall einer anderen Führungsperson in Israel kündigte Trump an, die USA müssten die Aufgabe gegenüber Iran selbst übernehmen. Dazu sei er nicht geneigt.
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Wahltermin rückt näher
Die israelische Parlamentswahl findet am 27. Oktober statt. Trump hatte sich zuvor monatelang nicht eindeutig festgelegt.
Mitte Juni sagte er nach Angaben des israelischen Senders Kan, er werde Netanjahu wahrscheinlich unterstützen, wolle aber zunächst abwarten, wer kandidiere. Damals erklärte Trump außerdem, er habe ein gutes Verhältnis zu Netanjahu, dieser müsse jedoch vernünftiger handeln.
Unterschiedliche Interessen im Iran-Konflikt
Trump und Netanjahu hatten Ende Februar gemeinsam den Krieg gegen den Iran begonnen. Im weiteren Verlauf traten jedoch unterschiedliche Interessen beider Regierungen zutage.
Der US-Präsident übte später ungewöhnlich deutlich öffentliche Kritik an Netanjahu. Mit seiner jetzigen Wahlempfehlung stellt er sich dennoch ausdrücklich hinter den israelischen Regierungschef.
Trumps Unterstützung fällt in die Schlussphase des israelischen Wahlkampfs. Die Parlamentswahl ist für den 27. Oktober 2026 angesetzt; damit liegt seine Wahlempfehlung knapp anderthalb Wochen vor dem Urnengang.
Die Wahl wird von mehreren innenpolitischen Konflikten geprägt. Dazu zählen die Folgen des Hamas-Angriffs vom 7. Oktober 2023, die Kriege im Nahen Osten, die Sicherheits- und Außenpolitik sowie der Streit über den Militärdienst ultraorthodoxer Männer. Die Wehrpflichtfrage hat die Regierungskoalition bereits mehrfach belastet und könnte auch die Bildung einer künftigen Regierung erschweren.
Wahlkampf zwischen Sicherheit und Regierungsbildung
Als zentraler Herausforderer Netanjahus gilt der frühere Generalstabschef Gadi Eisenkot. Zugleich ist die politische Landschaft Israels in den vergangenen Jahren nach rechts gerückt; linke Parteien haben laut aktuellen Analysen kaum Aussicht auf eine eigene Mehrheit.
Trumps Intervention verleiht Netanjahu im Wahlkampf sichtbare Rückendeckung aus Washington. Sie ersetzt jedoch nicht die innenpolitische Entscheidung über Koalitionen und Mehrheiten. Entscheidend wird sein, ob Netanjahus Lager nach der Wahl ausreichend Partner findet und wie die Konflikte über Sicherheit, Wehrdienst und den Umgang mit dem Iran die Regierungsbildung bestimmen.
