Donald Trump, CNN

Trump CNN-Verbot: US-Präsident verweigert Sendern Zugang zum Weißen Haus

Veröffentlicht am: 18.09.2026 um 21:43 Uhr | dpa, AD HOC NEWS

US-Präsident Donald Trump entzieht dem TV-Sender CNN sowie weiteren Medien den Zugang zum Weißen Haus und wirft ihnen die Verbreitung von Falschnachrichten vor. Der Schritt verschärft den ohnehin angespannten Konflikt zwischen Trump und kritischen Medien in den USA.

Trump geht gegen Medien vor.  - Bild: Alex Brandon/AP/dpa
Trump geht gegen Medien vor. - Bild: Alex Brandon/AP/dpa

US-Präsident Donald Trump hat dem US-Fernsehsender CNN ab sofort den Zugang zum Weißen Haus verboten.

Trump verkündet Verbot auf eigener Plattform

Trump teilte die Entscheidung auf seiner Plattform Truth Social mit. Betroffen von dem Schritt seien neben CNN auch der Sender MS NOW und das Newsportal «Politico», schrieb der Präsident. Das Verbot gilt demnach für den Zugang zum Weißen Haus, der für diese Medien künftig untersagt ist.

Vorwurf der Verbreitung von Falschnachrichten

Zur Begründung warf Trump den betroffenen Redaktionen vor, Falschnachrichten zu verbreiten. Die Entscheidung betrifft sowohl die laufende Berichterstattung aus dem Weißen Haus als auch die Teilnahme an dortigen Terminen und Veranstaltungen.

Konsequenzen für betroffene Medien

Mit dem Schritt verlieren CNN, MS NOW und Politico den direkten Zugang zu Informationen und Briefings im Zentrum der US-Regierung. Wie die Redaktionen auf das Verbot reagieren, war zunächst offen.

Konflikt zwischen Trump und etablierten Medien

Das erneute Verbot für CNN, das Weiße Haus zu betreten, fügt sich in eine lange Reihe von Angriffen Donald Trumps auf etablierte US-Medien. Bereits während seiner ersten Amtszeit hatte Trump wiederholt einzelne Medien als «Fake News» bezeichnet und bestimmten Journalisten zeitweise die Akkreditierung entzogen. Diese dauerhaften Spannungen prägen das Verhältnis zwischen Präsidentschaft und Pressefreiheit in den USA und sind ein zentraler Hintergrund für die aktuelle Entscheidung.

Bedeutung für Pressefreiheit und politische Öffentlichkeit

Wenn ein Präsident führende kritische Medien vom direkten Zugang zu Regierungssitzungen ausschließt, berührt dies die praktische Ausübung der Pressefreiheit. Zwar können Redaktionen weiterhin über die Regierung berichten, doch fehlen ihnen zentrale Informationskanäle wie Hintergrundgespräche im Weißen Haus oder direkte Nachfragen bei Pressebriefings. Für die Öffentlichkeit bedeutet ein solcher Schritt, dass unabhängige und teils regierungskritische Perspektiven auf wichtige Entscheidungen erschwert werden, während regierungsnahe oder freundlich gesinnte Kanäle privilegiert werden.

Auswirkungen auf den politischen Diskurs

Die Entscheidung dürfte den ohnehin polarisierten politischen Diskurs in den USA weiter verstärken. Anhänger Trumps könnten das Verbot als konsequenten Schritt gegen vermeintliche Falschberichterstattung sehen, während Kritiker es als Einschüchterungsversuch gegenüber kritischen Medien werten. Für Medienhäuser wie CNN, MS NOW und Politico stellt sich die praktische Frage, wie sie den Verlust des direkten Zugangs kompensieren, etwa durch verstärkte Recherche im Kongress, bei Bundesbehörden oder über Leaks aus dem Regierungsapparat. Langfristig kann ein solcher Ausschluss die institutionelle Balance zwischen Exekutive und unabhängiger Berichterstattung verschieben und neue Konflikte über Regeln und Grenzen der Medienarbeit im Weißen Haus auslösen.

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