Streiks und Demos in Spanien gegen Israel wegen Gaza
15.10.2025 - 20:39:05FĂŒnf Tage nach dem Beginn einer Waffenruhe im Gazastreifen haben sich in Spanien Zehntausende Menschen an einem von den Gewerkschaften ausgerufenen Streik gegen Israels militĂ€risches Vorgehen beteiligt. Die Menschen sollten jeweils fĂŒr zwei Stunden am Morgen, am Mittag und am Abend die Arbeit niederlegen, um gegen den als Völkermord angeprangerten MilitĂ€reinsatz in dem KĂŒstenstreifen zu protestieren.
Ăber gröĂere Auswirkungen auf das öffentliche Leben wurde zunĂ€chst nichts bekannt. Im Nahverkehr gab es leichte VerspĂ€tungen, manche TV-Stationen hatten kurz Sendeunterbrechungen.
Demonstrationen in gröĂeren StĂ€dten
Zudem gab es in gröĂeren StĂ€dten wie Madrid, Bilbao oder Barcelona Demonstrationen mit jeweils mehreren Tausend Teilnehmern. In Barcelona kam es zu ZusammenstöĂen mit der Polizei. Die Beamten setzten Pfefferspray gegen Demonstranten ein, die in einen wichtigen Bahnhof fĂŒr Nah- und FernverkehrszĂŒge eindringen wollten, wie der staatliche TV-Sender RTVE berichtete. Einige Demonstranten hĂ€tten die Polizei mit Flaschen beworfen, wie die Zeitung «La Vanguardia» schrieb.
Demonstranten setzten auch einige der groĂen Plastikcontainer fĂŒr HausmĂŒll in Brand, die in Barcelona fast an jeder Ecke stehen. Giftige Rauchschwaden waberten durch die StraĂen.Â
Spanien groĂer KritikerÂ
Spanien gehört innerhalb der EU zu den schÀrfsten Kritikern von Israels militÀrischem Vorgehen im Gazastreifen. Das Land hat ein Waffenembargo gegen Israel verhÀngt und Einreiseverbote gegen ultrarechte Mitglieder der Regierung von MinisterprÀsident Benjamin Netanjahu erlassen. Der linke Regierungschef Pedro Sånchez wirft Israel einen Völkermord im Gazastreifen vor.
Auslöser des Gaza-Kriegs war das Massaker der Hamas sowie anderer Extremisten aus dem Gazastreifen am 7. Oktober 2023 in Israel mit rund 1.200 Toten und 251 Verschleppten. Israel reagierte mit massiven Angriffen auf die Hamas in dem dicht besiedelten Gebiet. Dabei wurden nach palÀstinensischen Angaben mehr als 67.000 Menschen getötet, in der Mehrheit den Angaben zufolge Zivilisten.





