Donald Trump, Iran

Straße von Hormus: Trump lehnt iranischen Sieben-Tage-Plan ab

Veröffentlicht am: 26.09.2026 um 17:32 Uhr | dpa, AD HOC NEWS

US-Präsident Donald Trump hat einen iranischen Vorschlag zur Wiederöffnung der Straße von Hormus als nicht akzeptabel zurückgewiesen. Teheran hatte Washington über Katar einen Sieben-Tage-Plan übermittelt und dafür zunächst eigene Bedingungen gestellt.

Der Vorschlag sei nicht annehmbar gewesen, sagte Donald Trump. - Bild: Rod Lamkey/AP/dpa
Der Vorschlag sei nicht annehmbar gewesen, sagte Donald Trump. - Bild: Rod Lamkey/AP/dpa

US-Präsident Donald Trump hat nach eigenen Angaben einen iranischen Vorschlag zur Wiedereröffnung der für den Öl- und Gastransport wichtigen Straße von Hormus abgelehnt.

Iran setzt auf Sieben-Tage-Plan

Das Angebot sei nicht annehmbar gewesen, sagte Trump vor Journalisten am Weißen Haus. Als Begründung verwies er auf die US-Seeblockade, die den Iran wirtschaftlich unter Druck setze, weil Einnahmen aus Energieexporten ausblieben.

Irans Außenminister Abbas Araghtschi hatte zuvor am Rande der UN-Vollversammlung in New York erklärt, Teheran habe Washington über Katar einen „Sieben-Tage-Plan“ übermittelt. Wenn die USA den Plan akzeptierten, werde die Straße von Hormus am Ende dieses Zeitraums geöffnet sein.

Bedingungen für die Öffnung

Nach Araghtschis Darstellung verlangt der Iran zunächst die Erfüllung bestimmter US-Anforderungen. Dazu soll dem „Wall Street Journal“ zufolge auch die Aufhebung der amerikanischen Seeblockade gehören.

Blockade treibt Spritpreise

Der Iran hatte nach den ersten US-Angriffen im Februar den Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus blockiert. Über die Meerenge läuft ein großer Teil der Öl- und Gaslieferungen aus der Region. Die Einschränkungen ließen die Spritpreise in den USA deutlich steigen und belasteten damit auch die politische Unterstützung für Trump vor den für Anfang November geplanten Kongresswahlen.

US-Blockade gegen iranische Häfen

Die Vereinigten Staaten reagierten auf die Sperrung mit einer eigenen Blockade iranischer Seehäfen. Trump sagte, inzwischen kämen wieder mehr Tanker durch die Meerenge; in der vergangenen Nacht seien es 29 Schiffe gewesen.

Eine Meerenge mit globaler Bedeutung

Die Straße von Hormus verbindet den Persischen Golf mit dem Golf von Oman und dem Arabischen Meer. Durch die Meerenge werden große Mengen Rohöl und Flüssiggas aus den Förderstaaten der Region transportiert. Eine anhaltende Einschränkung trifft deshalb nicht nur die Konfliktparteien, sondern auch Energiepreise, Transportkosten und die Inflation in vielen Ländern.

Der aktuelle Streit verknüpft militärischen Druck mit wirtschaftlichen Forderungen. Teheran verlangt nach Darstellung des iranischen Außenministers zunächst Zugeständnisse der USA, während Washington die Blockade iranischer Häfen als Druckmittel einsetzt. Das erschwert eine schnelle Verständigung, weil eine Öffnung der Schifffahrt nicht isoliert von Fragen zu Sanktionen, eingefrorenen Vermögenswerten, Kampfhandlungen und dem iranischen Atomprogramm behandelt wird.

Folgen für Märkte und Verbraucher

Für Verbraucher in Deutschland wirkt sich die Lage vor allem über den Ölpreis aus. Steigende Rohöl- und Transportkosten verteuern Kraftstoffe und können weitere Preise anheben; sinkende Spannungen könnten die Märkte dagegen kurzfristig entlasten. Entscheidend bleibt, ob Tanker die Route dauerhaft und planbar nutzen können. Die von Trump genannte Zahl von 29 Schiffen in einer Nacht würde daher zunächst keine vollständige Normalisierung bedeuten.

Pressespiegel: Einigkeit, Unterschiede und offene Fragen

tagesschau.de: „Iran wartet auf US-Antwort Neuer Anlauf zur Öffnung der Straße von Hormus“ (26.09.2026)

Der Bericht bestätige den über Katar übermittelten Sieben-Tage-Plan und stelle heraus, dass Iran nun Washington am Zug sehe. Er setze zusätzlich den Schwerpunkt auf Trumps Skepsis, ein mögliches Rahmenabkommen vom Juni sowie neue Kampfhandlungen in der Golf-Region.

Deutschlandfunk: „Iran-Krieg Medienbericht: Trump lehnt iranischen Vorschlag ab“ (26.09.2026)

Der Beitrag ordne die Ablehnung in die gegensätzlichen Forderungen beider Seiten ein: Iran verlange unter anderem ein Ende der Kampfhandlungen, die Freigabe eingefrorener Vermögenswerte und die Aufhebung der Sanktionen gegen iranisches Öl; die US-Regierung dringe unter anderem auf ein Ende des iranischen Atomprogramms. Damit bestätige der Bericht den aktuellen Streit, mache aber zugleich deutlich, dass zentrale Bedingungen politisch umkämpft blieben.

Beide Berichte stellten den Sieben-Tage-Plan und die ablehnende Haltung Trumps in den Mittelpunkt; unterschiedlich gewichteten sie die regionalen Folgekonflikte und die konkreten Forderungen der Verhandlungspartner.

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