Putin zum G20-Gipfel in Miami eingeladen
Veröffentlicht am: 23.09.2026 um 17:35 Uhr | dpa, AD HOC NEWS
Die USA haben den russischen Präsidenten Wladimir Putin nach Angaben von Außenminister Marco Rubio zum G20-Gipfel im Dezember in Miami eingeladen.
Rubio äußert Hoffnung auf Teilnahme
Rubio sagte in New York vor Reportern, die USA hofften, dass Putin die Einladung annehmen werde. Der Gipfel soll im Dezember in der US-Stadt Miami stattfinden.
Einladung während der UN-Generalversammlung
Die Ankündigung erfolgte am Rande der UN-Generalversammlung in New York, bei der Gespräche über den russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine und mögliche diplomatische Schritte im Mittelpunkt stehen.
Die Einladung an Putin betrifft den Gipfel der Gruppe der 20 wichtigsten Industrie- und Schwellenländer. Eine Annahme durch den russischen Präsidenten würde ein persönliches Zusammentreffen mit führenden Staats- und Regierungschefs ermöglichen.
Diplomatisches Signal im Schatten des Ukraine-Kriegs
Die Einladung fällt in eine Phase intensiver diplomatischer Kontakte rund um die UN-Generalversammlung in New York. Dort stehen Gespräche über den russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine, eine mögliche begrenzte Waffenruhe und ein Treffen zwischen US-amerikanischen und russischen Regierungsvertretern im Mittelpunkt.
Der G20-Gipfel vereint die wichtigsten Industrie- und Schwellenländer sowie die Europäische Union. Eine Teilnahme Putins würde den Gipfel politisch aufwerten, zugleich aber die Frage nach dem Umgang mit Russlands Krieg gegen die Ukraine in das Zentrum der Beratungen rücken. Die USA verbinden mit der Einladung nach den Angaben von Rubio die Hoffnung auf eine Annahme durch den russischen Präsidenten.
Einladung mit praktischen und politischen Folgen
Für die Vereinigten Staaten wäre ein Erscheinen Putins außerdem mit rechtlichen und sicherheitspolitischen Fragen verbunden. Zugleich könnte ein persönliches Zusammentreffen der Staats- und Regierungschefs neue Gesprächskanäle eröffnen, ohne dass damit bereits eine Einigung über den Krieg oder eine Waffenruhe verbunden wäre.
Die Ankündigung steht damit für einen möglichen diplomatischen Ansatz, bei dem direkte Kontakte trotz des Konflikts aufrechterhalten werden sollen. Für die weitere Entwicklung ist entscheidend, ob Russland die Einladung annimmt und welche Bedingungen die beteiligten Staaten an eine Teilnahme knüpfen.
