Papst Leo XIV. hat Lungenkrebs und wird in Rom operiert
Veröffentlicht am: 13.10.2026 um 23:15 Uhr | dpa, AD HOC NEWSTherapieplan bleibt nach Eingriff offen
- Die Ärzte entfernten bei Leo XIV. den unteren Lappen der rechten Lunge.
- Die rund anderthalbstündige Operation fand in der Gemelli-Klinik in Rom statt.
- Der Papst soll sich anschließend etwa eine Woche in seinem Zimmer erholen.
Papst Leo XIV. ist an Lungenkrebs erkrankt und nach Angaben seines Ärzteteams in Rom erfolgreich operiert worden.
Untersuchung bestätigt Karzinom
Bei dem zuvor entdeckten Knoten handelt es sich demnach um ein Lungenadenokarzinom. Während des etwa anderthalbstündigen Eingriffs wurde der untere Lappen der rechten Lunge entfernt.
Das Ärzteteam um Luigi Carbone und Stefano Margaritora teilte mit, die Operation sei erfolgreich verlaufen. Insgesamt hielt sich der 71-Jährige etwa drei Stunden im Operationssaal auf, anschließend kehrte er in sein Zimmer zurück.
Audienzen bis Mitte nächster Woche abgesagt
Leo hatte erst am Sonntag öffentlich gemacht, dass bei einer Routinekontrolle ein Knoten in seiner Lunge gefunden worden war. Er hatte von einem Befund in einem sehr frühen Stadium gesprochen und sich auf Anraten der Ärzte kurzfristig operieren lassen.
Wegen des Krankenhausaufenthalts wurden alle Audienzen bis Mitte nächster Woche abgesagt. Auch am Abschlussgottesdienst eines internationalen Bischofstreffens zu Ehe und Familie an diesem Mittwoch auf dem Petersplatz kann der Papst nicht teilnehmen.
November-Reise steht auf dem Prüfstand
Unklar ist, wie die Behandlung fortgesetzt wird und ob die für November geplante fast zweiwöchige Reise nach Uruguay, Argentinien und Peru stattfinden kann. Zum Programm gehört ein Besuch im peruanischen Cusco auf 3.400 Metern Höhe.
Vor der Gemelli-Klinik wurde Leo bei seiner Ankunft von medizinischem Personal und Schaulustigen empfangen. Viele Menschen beteten für den Papst, der im schwarzen Auto mit Polizeieskorte vorfuhr.
Leo gilt als verhältnismäßig junger Papst
Mit 71 Jahren gilt Leo XIV. als verhältnismäßig junger Papst. Er hält sich mit Tennis, Schwimmen und regelmäßigen Übungen fit. Vor seiner Wahl im Mai des vergangenen Jahres waren keine gesundheitlichen Probleme des ersten US-Amerikaners an der Spitze der katholischen Kirche bekannt.
In der Gemelli-Klinik wurden bereits Johannes Paul II. und Leos unmittelbarer Vorgänger Franziskus behandelt. Franziskus lag dort bis kurz vor seinem Tod im April 2025 mit 88 Jahren; ihm fehlte seit jungen Jahren ein Teil der Lunge.
Frühe Diagnose und unmittelbarer Eingriff
Die Mitteilung verändert die medizinische Bewertung des zunächst öffentlich beschriebenen Lungenknotens grundlegend. Aus dem Befund ist nach der Operation ein Lungenadenokarzinom geworden, zugleich wurde der betroffene rechte Unterlappen entfernt. Dass der Knoten nach Angaben des Papstes in einem sehr frühen Stadium entdeckt worden sei, bleibt für die weitere Behandlung ein wichtiger Faktor.
Für die kommenden Tage steht zunächst die Erholung im Krankenhaus im Mittelpunkt. Die Audienzen sind bis Mitte der nächsten Woche abgesagt, außerdem entfällt der Abschlussgottesdienst des internationalen Bischofstreffens. Damit ist der Vatikan kurzfristig organisatorisch gefordert, während der Papst seine Amtsgeschäfte nur eingeschränkt wahrnehmen kann.
Folgen für Reisen und Kirchenleitung
Offen ist, ob und welche weitere Therapie sich an den Eingriff anschließt. Ebenso muss sich zeigen, ob die für November geplante Reise nach Uruguay, Argentinien und Peru stattfinden kann. Besonders der vorgesehene Aufenthalt in Cusco auf 3.400 Metern Höhe könnte nach der Lungenerkrankung medizinisch neu bewertet werden.
Der Fall rückt zugleich den Umgang des Vatikans mit der Gesundheit des Kirchenoberhaupts in den Mittelpunkt. Leo informierte die Öffentlichkeit selbst über den Befund und den Eingriff. Das schafft Transparenz in einer Institution, die gesundheitliche Probleme früher häufig nur zurückhaltend öffentlich machte.
Pressespiegel: Einigkeit, Unterschiede und offene Fragen
tagesschau: „Papst Leo XIV. für Lungenoperation im Krankenhaus eingetroffen“ (13.10.2026)
Der Bericht habe die Ankunft des Papstes in der Gemelli-Klinik und die geplante Entfernung des Knotens bestätigt. Als zusätzlichen Schwerpunkt hebe er die Absage der Audienzen bis zum 20. Oktober sowie die besondere Versorgung in der römischen Klinik hervor; die spätere Diagnose und der Operationsverlauf seien zum Veröffentlichungszeitpunkt noch nicht bekannt gewesen.
Tagesspiegel: „Eingriff soll noch am Nachmittag stattfinden: Papst Leo für Lungen-OP im Krankenhaus eingetroffen“ (13.10.2026)
Der Artikel habe ebenfalls die Ankunft und den bevorstehenden Eingriff beschrieben und den eigenen Papst-Trakt der Gemelli-Klinik erläutert. Anders als die aktuelle Nachricht habe er den medizinischen Befund noch als offenen Knoten dargestellt; offen geblieben seien damals insbesondere die genaue Diagnose und der weitere Therapieplan.
Beide Berichte hätten den Krankenhausaufenthalt und die voraussichtliche Erholungszeit als unmittelbare Folgen eingeordnet. Unterschiede ergäben sich vor allem aus dem Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung: Die Diagnose des Lungenadenokarzinoms und die Angaben zum Operationsverlauf seien darin noch nicht enthalten.
