Papst Leo XIV. spricht fünf Tage nach Krebs-OP das Angelus-Gebet
Veröffentlicht am: 18.10.2026 um 12:10 Uhr | dpa, AD HOC NEWSGesundheitszustand des Papstes bleibt offen
- Leo XIV. wandte sich am Sonntag vom Fenster seines Arbeitszimmers an die Gläubigen auf dem Petersplatz.
- Bei dem 90-minütigen Eingriff entfernten Ärzte einen Teil der Lunge mit einem bösartigen Tumor.
- Der Papst war am Samstag nach vier Tagen aus dem Gemelli-Krankenhaus in Rom entlassen worden.
Leo XIV. spricht nach Lungenoperation zu Gläubigen
Papst Leo XIV. hat fünf Tage nach einer Krebs-Operation das traditionelle Angelus-Gebet auf dem Petersplatz gesprochen. Vom Fenster seines Arbeitszimmers im dritten Stock des Apostolischen Palastes wandte er sich an Zehntausende jubelnde Gläubige.
Gläubige begrüßen schnelle Rückkehr
Mit den Worten «Liebe Brüder und Schwestern, einen schönen Sonntag!» begrüßte der 71-Jährige die Menschen. Viele äußerten Freude und Erleichterung über seine offenbar schnelle Genesung.
Michelle Sutko aus Chicago, der Heimatstadt des Papstes, sagte, sie hoffe, dass Leo XIV. wieder vollständig gesund werde und noch viele Jahre ihr Hirte bleibe.
Entlassung nach Eingriff an der Lunge
Der Papst war am Samstag aus dem Gemelli-Krankenhaus in Rom entlassen worden. Das geschah vier Tage nach einem 90-minütigen Eingriff, bei dem ein Teil der Lunge mit einem bösartigen Tumor entfernt worden war.
Beim Abschied aus der Klinik wirkte Leo XIV. auf Fernsehbildern gesundheitlich robust. Er grüßte Umstehende lächelnd und entspannt.
Frage nach vollständiger Genesung bleibt offen
Weiterhin ist unbekannt, ob der Papst nach der Operation krebsfrei ist. Bei dem entfernten Knoten handelte es sich um ein Lungenadenokarzinom, die häufigste Form von Lungenkrebs.
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Der Auftritt auf dem Petersplatz markiert für das katholische Kirchenoberhaupt den ersten öffentlichen Termin nach einem medizinischen Eingriff, bei dem ein Teil der rechten Lunge entfernt wurde. Dass Leo XIV. bereits wenige Tage nach der Operation das Angelus-Gebet spricht, steht für den hohen Stellenwert des sonntäglichen Gebets im päpstlichen Kalender und für die öffentliche Erwartung an seine Amtsführung.
Ein Lungenadenokarzinom entsteht im Drüsengewebe der Lunge und gehört zu den häufigsten Formen von Lungenkrebs. Ob die Operation den Tumor vollständig beseitigt hat, hängt unter anderem von der Ausbreitung und der anschließenden medizinischen Bewertung ab. Die dpa-Meldung nennt dazu noch keinen abschließenden Befund.
Päpstliche Termine unter Beobachtung
Die schnelle Rückkehr in den Vatikan und der Auftritt am Fenster können Zuversicht vermitteln, ersetzen aber keine medizinische Nachsorge. Für die weitere Amtsausübung kommt es deshalb darauf an, wie Leo XIV. die Genesung mit den regelmäßigen liturgischen, politischen und diplomatischen Aufgaben verbindet. Zunächst dürfte besonders beobachtet werden, ob öffentliche Termine wie geplant stattfinden und welche Angaben der Vatikan zum weiteren Behandlungsverlauf macht.
Kirche und Gläubige erwarten Klarheit
Die Anteilnahme auf dem Petersplatz zeigt zugleich die emotionale Bedeutung der Gesundheit des Papstes für die katholische Weltkirche. Jede längere Abwesenheit würde nicht nur den Terminkalender, sondern auch die öffentliche Kommunikation des Vatikans beeinflussen. Der aktuelle Auftritt beantwortet daher vor allem die Frage nach der unmittelbaren Belastbarkeit, nicht jene nach der langfristigen medizinischen Prognose.
Pressespiegel: Einigkeit, Unterschiede und offene Fragen
Deutschlandfunk: „Vatikan - Papst Leo will nach überstandener Operation das Angelus-Gebet sprechen“ (18.10.2026)
Der Beitrag habe den bevorstehenden öffentlichen Auftritt nach der Krebsoperation eingeordnet und den Eingriff am rechten Lungenflügel hervorgehoben. Damit bestätige er den unmittelbaren Anlass, setze den Schwerpunkt aber stärker auf die Ankündigung des Gebets als auf die Reaktion der Gläubigen.
ZDFheute: „Papst Leo XIV. zurück im Vatikan: Angelus-Gebet ...“ (17.10.2026)
Der Bericht habe die Rückkehr des Papstes in den Vatikan nach der Entlassung aus dem Krankenhaus betont. Er bestätige damit die zeitliche Vorgeschichte der dpa-Meldung und rücke die Entlassung sowie die Operation stärker in den Mittelpunkt.
Beide Beiträge würden den medizinischen Eingriff und die schnelle Rückkehr in den Vatikan als zentrale Bezugspunkte darstellen. Der Auftritt selbst lenke den Blick nun auf die Belastbarkeit des Papstes; offen bleibe weiterhin, ob der Tumor vollständig entfernt worden sei.
