Papst Leo XIV., Lungenknoten

Papst Leo XIV. kündigt Operation an der Lunge in Rom an

Veröffentlicht am: 11.10.2026 um 15:11 Uhr | dpa, AD HOC NEWS

Papst Leo XIV. hat beim Sonntagsgebet im Vatikan einen Eingriff angekündigt. Die Operation soll bald in Rom stattfinden; danach ist eine rund einwöchige Erholung vorgesehen.

  • Der Papst bei seinem Angelus-Gebet. - Bild: Gregorio Borgia/AP/dpa
    Der Papst bei seinem Angelus-Gebet. - Bild: Gregorio Borgia/AP/dpa
  • Gläubige auf dem Petersplatz. - Bild: Gregorio Borgia/AP/dpa
    Gläubige auf dem Petersplatz. - Bild: Gregorio Borgia/AP/dpa
  • In der Gemelli-Klinik in Rom werden die Päpste traditionell behandelt. - Bild: Gregorio Borgia/AP/dpa
    In der Gemelli-Klinik in Rom werden die Päpste traditionell behandelt. - Bild: Gregorio Borgia/AP/dpa
Der Papst bei seinem Angelus-Gebet. - Bild: Gregorio Borgia/AP/dpa Gläubige auf dem Petersplatz. - Bild: Gregorio Borgia/AP/dpa In der Gemelli-Klinik in Rom werden die Päpste traditionell behandelt. - Bild: Gregorio Borgia/AP/dpa

Leos Operation in Rom

  • Bei Leo XIV. wurde ein Knoten in der Lunge entdeckt, den die Ärzte im Anfangsstadium und gut lokalisiert sehen.
  • Der Eingriff soll in den nächsten Tagen in der Gemelli-Klinik in Rom stattfinden.
  • Nach der Operation wird für den Papst etwa eine Woche Erholung erwartet.

Papst Leo XIV. muss sich kurzfristig einer Operation an der Lunge unterziehen, wie er beim Sonntagsgebet auf dem Petersplatz bekanntgab.

Diagnose bleibt zunächst offen

Der 71-Jährige sagte, Ärzte hätten einen Knoten entdeckt, der sich im Anfangsstadium befinde und gut lokalisiert sei. Sie hielten einen Eingriff für angebracht, um die Veränderung zu entfernen.

Ob das Gewebe gutartig ist, eine Krebsvorstufe darstellt oder bösartig ist, blieb zunächst offen. Weitere Einzelheiten zu dem Befund wurden nicht bekannt.

Behandlung in der Gemelli-Klinik

Die Operation soll nach Angaben aus dem Vatikan in den nächsten Tagen in der Gemelli-Klinik stattfinden. Dort wurden auch Päpste früher behandelt, darunter Leos Vorgänger Franziskus.

Anschließend soll Leo etwa eine Woche Erholung benötigen. Für den kommenden Monat ist eine fast zweiwöchige Reise nach Uruguay, Argentinien und Peru geplant.

Bislang galt Leo als gesund

Seit seiner Wahl im Mai 2025 waren keine gesundheitlichen Probleme des gebürtigen US-Amerikaners bekannt. Leo, der mit bürgerlichem Namen Robert Francis Prevost heißt, gilt mit 71 Jahren als vergleichsweise junger Papst.

Bei seinem Auftritt sprach Leo auf Italienisch mit fester Stimme. Die Mitteilung kam für die Gläubigen auf dem Petersplatz überraschend.

Sportlicher Papst mit dichtem Programm

Der Papst hält sich nach den Angaben mit Tennis, Schwimmen und regelmäßigen Übungen fit. Ende September absolvierte er bei einer Frankreich-Reise vier Tage lang ein umfangreiches Programm.

Leo ist der erste Papst aus den USA und steht an der Spitze von rund 1,4 Milliarden Katholiken. In seiner Amtszeit setzte er unter anderem mit einem Lehrschreiben zur Künstlichen Intelligenz und Stellungnahmen zu internationalen Konflikten politische Akzente.

Der Befund lässt mehrere Ursachen zu

Ein Knoten in der Lunge ist zunächst eine bildgebende Beschreibung und keine fertige Diagnose. Dahinter können unter anderem zurückliegende Infektionen, gutartige Veränderungen oder eine bösartige Erkrankung stehen. Entscheidend sind deshalb Größe, Lage, Wachstum und das Erscheinungsbild des Befunds.

Die von Leo XIV. angekündigte Operation soll nach den Angaben aus dem Vatikan in den nächsten Tagen in der Gemelli-Klinik in Rom stattfinden. Ein Eingriff kann der Entfernung dienen und zugleich Gewebe für eine eindeutige Untersuchung liefern. Erst eine solche histologische Analyse klärt, um welche Veränderung es sich handelt.

Gesundheit wird zum öffentlichen Faktor

Für das Kirchenoberhaupt hat der Eingriff neben der medizinischen auch eine institutionelle Bedeutung. Leo XIV. ist zugleich Leiter der katholischen Kirche und Staatsoberhaupt des Vatikans. Eine etwa einwöchige Erholung könnte den eng getakteten Terminkalender beeinflussen, insbesondere die für den kommenden Monat geplante Reise nach Uruguay, Argentinien und Peru.

Transparenz im Vatikan

Die persönliche Ankündigung beim Sonntagsgebet steht zudem für einen vergleichsweise offenen Umgang mit der Gesundheit eines Papstes. Nach den Erfahrungen mit der langen Erkrankung seines Vorgängers Franziskus dürfte der weitere Verlauf aufmerksam beobachtet werden. Für die Bewertung von Leos Zustand bleiben zunächst der Operationsbericht und das Ergebnis der Gewebeuntersuchung maßgeblich.

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