Papst Leo XIV., Lungenkrebs-Operation

Papst Leo XIV. kehrt nach Lungenkrebs-OP in Vatikan zurück

Veröffentlicht am: 18.10.2026 um 15:31 Uhr | dpa, AD HOC NEWS
Papst Leo XIV. ist fünf Tage nach der Operation aus dem Gemelli-Krankenhaus zurück im Vatikan. Beim Angelus dankte er den Gläubigen, doch die Frage nach möglichen Metastasen bleibt offen.

Leos Rückkehr und nächste Schritte

  • Leo XIV. verließ das Gemelli-Krankenhaus am Samstag gegen 15.30 Uhr.
  • Beim Angelus-Gebet sprach der Papst acht Minuten vom Fenster des Apostolischen Palastes.
  • Die geplante Südamerika-Reise soll Argentinien, Uruguay und Peru umfassen.
  • Der Papst ist nach seiner Krebs-OP zurück im Vatikan und sprach das sonntägliche Angelus-Gebet. - Bild: Alessandra Tarantino/AP/dpa
  • Zehntausende jubelten dem äußerliche fit wirkenden Papst vom Petersplatz aus zu. - Bild: Alessandra Tarantino/AP/dpa
  • Traditionell wird das sonntägliche Angelus-Gebet vom Fenster des Arbeitszimmer des Papstes im dritten Stock des Apostolischen Palastes am Petersplatz gesprochen. - Bild: Gregorio Borgia/AP/dpa
  • Zehntausende Gläubige versammelten sich auf dem Petersplatz im Vatikan zum Angelus-Gebet des Papstes. - Bild: Alessandra Tarantino/AP/dpa
  • Unter dem Beifall des Krankenhauspersonals und von Gläubigen hatte Leo XIV. am Samstag das Krankenhaus verlassen können. Äußerlich war ihm die schwere Operation vom vergangenen Dienstag nicht anzusehen. - Bild: Andrew Medichini/AP/dpa
Der Papst ist nach seiner Krebs-OP zurück im Vatikan und sprach das sonntägliche Angelus-Gebet. - Bild: Alessandra Tarantino/AP/dpa Zehntausende jubelten dem äußerliche fit wirkenden Papst vom Petersplatz aus zu.  - Bild: Alessandra Tarantino/AP/dpa Traditionell wird das sonntägliche Angelus-Gebet vom Fenster des Arbeitszimmer des Papstes im dritten Stock des Apostolischen Palastes am Petersplatz gesprochen.  - Bild: Gregorio Borgia/AP/dpa Zehntausende Gläubige versammelten sich auf dem Petersplatz im Vatikan zum Angelus-Gebet des Papstes. - Bild: Alessandra Tarantino/AP/dpa Unter dem Beifall des Krankenhauspersonals und von Gläubigen hatte Leo XIV. am Samstag das Krankenhaus verlassen können. Äußerlich war ihm die schwere Operation vom vergangenen Dienstag nicht anzusehen. - Bild: Andrew Medichini/AP/dpa

Leo XIV. kehrt nach Krebsoperation in den Vatikan zurück

Papst Leo XIV. hat nach einer Operation wegen eines bösartigen Lungentumors seine Pflichten im Vatikan wieder aufgenommen. Beim Angelus-Gebet auf dem Petersplatz empfingen ihn mehr als 30.000 Menschen mit Jubel.

Dank an Gläubige und Klinikpersonal

Der 71-Jährige sprach am Sonntag acht Minuten lang vom Fenster seines Arbeitszimmers im Apostolischen Palast. Er bedankte sich für Genesungswünsche und Gebete aus aller Welt und erinnerte zugleich an andere Krebskranke.

Leo wirkte körperlich stabil, sprach mit fester Stimme und hatte nach Angaben der dpa keine erkennbaren Atemprobleme. Viele Besucher zeigten sich erleichtert, weil der Papst früher als erwartet aus dem Krankenhaus zurückgekehrt war.

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Ärzte sehen Operation als gelungen

Eine Woche vor dem Auftritt hatte Leo seine Erkrankung öffentlich gemacht. Am Dienstag war ihm im Gemelli-Krankenhaus der untere Lappen des rechten Lungenflügels entfernt worden, weil sich dort ein bösartiger Tumor befand.

Nach Angaben der Ärzte gelang der Eingriff vollständig. Ob sich der Krebs an anderer Stelle im Körper ausgebreitet hat, ist jedoch weiterhin offen. Auch zu einer möglichen weiteren Behandlung äußerten sich die Mediziner nicht im Detail.

Schrittweise Rückkehr zu den Aufgaben

Der Papst bedankte sich beim Personal der Gemelli-Klinik und kündigte an, seine Aktivitäten nach Überwindung der heiklen Phase schrittweise wieder aufzunehmen. Bekannt ist, dass er Atemtherapie erhält.

Die Planungen für eine Südamerika-Reise im November laufen weiter. Vorgesehen sind Stationen in Argentinien, Uruguay und Peru; außerdem steht ein Besuch in einer Stadt auf 3.400 Metern Höhe auf dem Programm.

Telefonat mit Putin im Krankenhaus

Noch während seines Aufenthalts telefonierte Leo mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin. Nach Angaben des Vatikans äußerte er tiefe Besorgnis über die humanitäre Lage in einer seit Monaten von Russland abgeriegelten Kleinstadt in der Region Cherson.

Putin ging auf die Forderung nach einer Waffenruhe nicht ein und gab der Ukraine die Verantwortung. Der Vatikan bemüht sich seit Beginn des russischen Angriffskriegs im Februar 2022 wiederholt um Vermittlung.

Gesundheitszustand bleibt im Mittelpunkt

Der Chirurg Stefano Margaritora erklärte, er erwarte, dass der Papst in etwa zehn Tagen vollständig genesen werde. Medizinische Gründe gegen die geplante Reise sehe er nicht.

Mit 71 Jahren gilt Leo als vergleichsweise junger Papst. Der gebürtige US-Amerikaner Robert Francis Prevost war vor eineinhalb Jahren gewählt worden und hatte zuletzt unter anderem mit einem Lehrschreiben zur Künstlichen Intelligenz sowie mit Kontroversen mit US-Präsident Donald Trump für Aufmerksamkeit gesorgt.

Die Rückkehr in den Vatikan markiert für Leo XIV. den Übergang von der akuten Behandlung zur vorsichtigen Erholung. Nach der Entfernung des Tumors bleibt die medizinische Frage entscheidend, ob sich die Erkrankung über den operierten Bereich hinaus ausgebreitet hat. Dazu haben die behandelnden Ärzte bislang keine näheren Angaben gemacht.

Für den Vatikan bedeutet der öffentliche Auftritt zugleich ein Signal politischer und institutioneller Kontinuität. Leo nahm bereits im Krankenhaus ein internationales Thema auf und telefonierte mit Wladimir Putin über die humanitäre Lage in der Ukraine. Damit verband sich seine persönliche Genesung mit der fortgesetzten diplomatischen Rolle des Heiligen Stuhls.

Reisepläne unter medizinischem Vorbehalt

In den kommenden Wochen dürfte der Gesundheitszustand des Papstes besonders aufmerksam beobachtet werden. Die geplante Südamerika-Reise im November würde lange Flugstrecken und einen Aufenthalt in großer Höhe umfassen. Die Aussage des Chirurgen, es gebe derzeit keine medizinischen Gründe gegen die Reise, schafft eine Grundlage für die Planungen, ersetzt aber keine laufende ärztliche Kontrolle.

Für Gläubige und Besucher ist vor allem relevant, in welchem Umfang Leo seine öffentlichen Termine wieder aufnehmen kann. Der Papst kündigte selbst eine schrittweise Rückkehr an. Atemtherapie, Nachuntersuchungen und die noch offene Frage weiterer Befunde werden das Tempo dieser Rückkehr bestimmen.

Pressespiegel: Einigkeit, Unterschiede und offene Fragen

n-tv: „Papst will Gebet vor Zehntausenden Gläubigen sprechen“ (18.10.2026)

Der Beitrag habe den bevorstehenden Angelus-Auftritt vor zahlreichen Gläubigen in den Mittelpunkt gestellt. Anders als die vorliegende Meldung habe er den öffentlichen Auftritt zunächst als angekündigten nächsten Schritt behandelt; die dpa-Meldung beschreibe bereits die Rückkehr und das Gebet selbst.

Deutschlandfunk: „Nach Krankenhausaufenthalt - Papst Leo XIV. in Vatikan zurückgekehrt“ (18.10.2026)

Der Bericht habe die Rückkehr des 71-Jährigen und die Entfernung eines Teils des rechten Lungenflügels hervorgehoben. Damit bestätige er den medizinischen Kern; die dpa-Meldung ordne zusätzlich die offenen Befunde, die Reiseplanung und Leos diplomatische Aktivitäten ein.

Übereinstimmend steht die schnelle Rückkehr nach der Operation im Zentrum. Unterschiede ergeben sich vor allem beim Schwerpunkt zwischen dem öffentlichen Angelus-Auftritt und den medizinischen sowie politischen Folgen; offen bleibt weiterhin der genaue weitere Behandlungsplan.

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