Papst Leo XIV., Lungenoperation

Papst Leo XIV. kehrt nach Lungen-OP in den Vatikan zurück

Veröffentlicht am: 18.10.2026 um 05:00 Uhr | dpa, AD HOC NEWS
Nach der Entfernung eines bösartigen Lungentumors ist Leo XIV. aus der römischen Gemelli-Klinik entlassen worden. Beim Angelus-Gebet am Petersplatz will sich der 71-Jährige bereits wieder öffentlich zeigen.

Leos Behandlung und nächster Auftritt

  • Leo XIV. verbrachte die erste Nacht nach der Entlassung wieder in seiner Wohnung im Vatikan.
  • Der untere Lappen seines rechten Lungenflügels wurde am Dienstag in einer 90-minütigen Operation entfernt.
  • Die Ärzte stellten ein Lungenadenokarzinom fest; weitere Angaben zu Metastasen und Behandlung fehlen zunächst.
  • Unter dem Beifall des Krankenhauspersonals und von Gläubigen ging Leo der XIV. aus dem Krankenhaus. Äußerlich war ihm die schwere Operation vom vergangenen Dienstag nicht anzusehen. - Bild: Andrew Medichini/AP/dpa
  • Der Papst hat nach seiner Krebsoperation das Krankenhaus in Rom wieder verlassen können. - Bild: Alessandra Tarantino/AP/dpa
  • Von der Klinik Gemelli in Rom wurde der Papst zurück in den Vatikan gebracht. - Bild: Gregorio Borgia/AP/dpa
  • Leo wurde in der Gemelli-Klinik in Rom behandelt und operiert. - Bild: Alessandra Tarantino/AP/dpa
  • Papst Leo der XIV. spricht an einem Sonntag im Juni das traditionelle Angelus-Gebet am Fenster seiner Arbeitszimmers am Petersplatz im Vatikan. Nur fünf Tage nach seiner Krebs-OP will er sich dort heute wieder an Zehntausende Gläubige wenden. (Archiv-Bild) - Bild: Alessandra Tarantino/AP/dpa
Unter dem Beifall des Krankenhauspersonals und von Gläubigen ging Leo der XIV. aus dem Krankenhaus. Äußerlich war ihm die schwere Operation vom vergangenen Dienstag nicht anzusehen. - Bild: Andrew Medichini/AP/dpa Der Papst hat nach seiner Krebsoperation das Krankenhaus in Rom wieder verlassen können. - Bild: Alessandra Tarantino/AP/dpa Von der Klinik Gemelli in Rom wurde der Papst zurück in den Vatikan gebracht.  - Bild: Gregorio Borgia/AP/dpa Leo wurde in der Gemelli-Klinik in Rom behandelt und operiert.  - Bild: Alessandra Tarantino/AP/dpa Papst Leo der XIV. spricht an einem Sonntag im Juni das traditionelle Angelus-Gebet am Fenster seiner Arbeitszimmers am Petersplatz im Vatikan. Nur fünf Tage nach seiner Krebs-OP will er sich dort heute wieder an Zehntausende Gläubige wenden. (Archiv-Bild) - Bild: Alessandra Tarantino/AP/dpa

Leo XIV. kehrt nach Lungenoperation in den Vatikan zurück

Papst Leo XIV. hat nach seiner Krebs-Operation die erste Nacht wieder in seiner Wohnung im Vatikan verbracht. Am Mittag will das Oberhaupt der katholischen Kirche das traditionelle Angelus-Gebet vor Zehntausenden Gläubigen sprechen.

Angelus-Gebet am Petersplatz geplant

Wie der Pressedienst des Vatikans mitgeteilt hatte, soll Leo das Gebet wie üblich am Fenster seines Arbeitszimmers im dritten Stock des Apostolischen Palastes sprechen. Die Wohnung liegt am Petersplatz, wo sich zum Angelus regelmäßig zahlreiche Gläubige versammeln.

Der Papst hatte die Gemelli-Klinik in Rom am Vortag unter dem Applaus des Krankenhauspersonals verlassen. Vor dem Hospital grüßte der 71-Jährige freundlich und sprach kurz mit wartenden Gläubigen, die ihm kleine selbst gemachte Geschenke überreichten.

Unterer Lungenlappen entfernt

Am vergangenen Dienstag war Leo XIV. der untere Lappen seines rechten Lungenflügels entfernt worden. Der rund 90 Minuten dauernde Eingriff galt einem Tumor, der sich nach Angaben der Ärzte als Lungenadenokarzinom erwies.

Ob der Papst nach der Operation krebsfrei ist, blieb zunächst offen. Ebenso war noch nicht geklärt, ob sich in der Lunge oder in anderen Organen Metastasen gebildet haben und welche weitere Behandlung erforderlich sein könnte.

Vatikan berichtet von anhaltender Verbesserung

Der Vatikan begründete die vorgezogene Entlassung mit neuen Untersuchungsergebnissen. Leo hatte sich am Freitag einer Blutuntersuchung und einer Röntgenaufnahme des Brustkorbs unterzogen; dabei sei eine anhaltende Verbesserung seines Gesundheitszustands festgestellt worden.

Der Papst erhält Physiotherapie, die ihm nach der Entfernung des Lungenlappens beim Atmen helfen soll. Nach Angaben des medizinischen Bulletins kann er seine normalen täglichen Aktivitäten inzwischen vollständig selbstständig ausführen.

Diagnose kam für viele überraschend

Leo XIV. hatte am vergangenen Sonntag beim Angelus-Gebet öffentlich von einem Knoten in seiner Lunge berichtet, der sich im Anfangsstadium befinde. Erst nach der Operation wurde bekannt, dass es sich um einen bösartigen Tumor handelte.

Bis zur Ankündigung des Eingriffs waren keine gesundheitlichen Probleme des aus Chicago stammenden Papstes bekannt gewesen. Berichten zufolge hält sich Leo unter anderem mit Tennis, Schwimmen und regelmäßigen Übungen fit.

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Die Rückkehr in den Vatikan wenige Tage nach dem Eingriff zeigt, dass sich der Papst im Alltag bereits wieder weitgehend selbstständig bewegen kann. Die Entlassung bedeutet jedoch nicht automatisch, dass die Behandlung abgeschlossen ist: Entscheidend sind die weiteren Befunde zur Tumorausbreitung und die daraus abgeleiteten medizinischen Schritte.

Bei einer Operation wegen eines Lungenadenokarzinoms hängt die weitere Therapie unter anderem davon ab, ob der Tumor vollständig entfernt wurde und ob sich Krebszellen über den ursprünglichen Herd hinaus ausgebreitet haben. Genau diese Informationen liegen nach dem Eingriff zunächst nicht vollständig vor. Die angekündigte Physiotherapie soll die Atmung nach der Entfernung des unteren Lungenlappens unterstützen.

Öffentlicher Auftritt als Signal

Das Angelus-Gebet am Petersplatz hat deshalb eine doppelte Bedeutung. Es ist einerseits ein festes religiöses Ritual mit hoher öffentlicher Sichtbarkeit, andererseits ein unmittelbares Zeichen dafür, wie belastbar der 71-Jährige nach der Operation bereits ist. Für Gläubige und die vatikanische Öffentlichkeit dürfte dabei besonders relevant sein, ob Leo XIV. selbst spricht und wie lange er sich zeigt.

Politisch und organisatorisch bleibt der Gesundheitszustand des Papstes ebenfalls bedeutsam. Als Oberhaupt der katholischen Kirche bündelt Leo XIV. zentrale öffentliche Termine und Entscheidungen; eine längere Rekonvaleszenz könnte deshalb Auswirkungen auf seinen Kalender und die Kommunikation des Vatikans haben. Kurzfristig steht jedoch die Stabilisierung nach dem Eingriff im Mittelpunkt.

Pressespiegel: Einigkeit, Unterschiede und offene Fragen

ZDFheute: „Papst Leo XIV. zurück im Vatikan: Angelus-Gebet angekündigt“ (17.10.2026)

Der Beitrag habe die Rückkehr des Papstes nach der Lungenoperation und das geplante Angelus-Gebet hervorgehoben. Zusätzlich ordne er die Bedeutung des Lungenadenokarzinoms und die offenen Fragen zur weiteren Behandlung ein.

Deutschlandfunk: „Nach Krankenhausaufenthalt Papst Leo XIV. in Vatikan zurückgekehrt“ (18.10.2026)

Der Bericht habe die Entlassung und den für den Sonntag angekündigten Auftritt bestätigt. Im Schwerpunkt nenne er den entfernten Teil des rechten Lungenflügels und die Erholung des 71-Jährigen nach dem Eingriff.

Beide Beiträge stellten die schnelle Rückkehr in den Vatikan und das Angelus-Gebet in den Mittelpunkt. Offen bleibe weiterhin, welche medizinischen Befunde die nächsten Behandlungsschritte bestimmen.

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