Papst Leo XIV., Lungenkrebs

Papst Leo XIV. erholt sich nach Lungenkrebs-OP in Rom

Veröffentlicht am: 16.10.2026 um 14:25 Uhr | dpa, AD HOC NEWS
Das Ärzteteam beobachtet nach dem Eingriff eine anhaltende Verbesserung. Ob der Papst krebsfrei ist und welche Therapie folgt, hängt von weiteren Befunden ab.

Leos Behandlung und nächste Entscheidungen

  • Der 71-jährige Papst erhielt am Vormittag eine Blutuntersuchung und eine Röntgenaufnahme des Brustkorbs.
  • Die Ärzte stellten nach der Entfernung des unteren rechten Lungenlappens eine anhaltende Verbesserung fest.
  • Bis Dienstag nächster Woche soll Leo XIV. im Gemelli-Krankenhaus bleiben; alle Termine bis Mitte nächster Woche sind abgesagt.
Papst Leo XIV. liegt im zehnten Stock des Gemelli-Krankenhauses. Davor befindet sich eine Statue seines Vorgängers Johannes Paul II.. - Bild: Gregorio Borgia/AP/dpa

Leos Genesung verläuft nach der Operation weiter positiv

Papst Leo XIV. ist nach seiner Lungenkrebs-Operation dem offiziellen Bulletin der Ärzte zufolge weiter auf dem Weg der Besserung. Der 71-Jährige unterzog sich am Vormittag im Gemelli-Krankenhaus in Rom einer Blutuntersuchung und einer Röntgenaufnahme des Brustkorbs.

Ärzte sehen anhaltende Verbesserung

Nach Angaben des Vatikans stellten die Mediziner eine «anhaltende Verbesserung seines Gesundheitszustands» fest. Leo könne seine normalen täglichen Aktivitäten vollständig selbstständig ausführen.

Der Papst wird seit seiner Operation am vergangenen Dienstag in der Klinik behandelt. Bei dem rund 90-minütigen Eingriff wurde der untere Lappen seines rechten Lungenflügels entfernt, in dem sich ein bösartiger Tumor befunden hatte.

Weitere Befunde bestimmen die Behandlung

Bei dem entfernten Knoten handelte es sich um ein Lungenadenokarzinom. Ob Leo XIV. nach der Operation krebsfrei ist, steht weiterhin nicht fest; dafür müssen weitere Untersuchungsergebnisse abgewartet werden.

Besonders wichtig ist die Frage, ob sich in der Lunge oder in anderen Organen Metastasen gebildet haben. Davon hängt ab, welche Behandlung nach dem Klinikaufenthalt erforderlich ist.

Klinikaufenthalt und Reisepläne

Der Papst erhält Physiotherapie, die ihm nach dem Eingriff beim Atmen helfen soll. Nach den bisherigen Plänen soll er bis Dienstag nächster Woche im Gemelli-Krankenhaus bleiben.

Alle offiziellen Termine bis Mitte nächster Woche wurden abgesagt. Offen ist außerdem, ob Leo XIV. im November eine fast zweiwöchige Reise nach Südamerika antreten kann.

Die Mitteilung der Ärzte markiert eine positive Zwischenetappe nach dem Eingriff, beantwortet aber noch nicht die zentrale medizinische Frage nach dem weiteren Behandlungsbedarf. Entscheidend sind die Befunde des entfernten Tumors und zusätzliche Untersuchungen, mit denen sich klären lässt, ob der Krebs auf die Lunge begrenzt war.

Medizinische Befunde entscheiden über den nächsten Schritt

Bei einem Lungenadenokarzinom hängt die weitere Therapie unter anderem davon ab, ob Lymphknoten oder andere Organe betroffen sind. Je nach Ergebnis können nach einer Operation weitere Behandlungen wie eine medikamentöse Therapie oder engmaschige Kontrollen nötig werden. Aus dem derzeit guten Allgemeinzustand lässt sich deshalb noch keine abschließende Aussage über die Krebsfreiheit ableiten.

Die Physiotherapie soll Leo XIV. helfen, seine Atmung nach der Entfernung des unteren rechten Lungenlappens zu stabilisieren. Dass er alltägliche Aktivitäten selbstständig ausführen kann, spricht für einen bislang günstigen Verlauf der unmittelbaren Genesung.

Termine und Südamerika-Reise bleiben offen

Der geplante Klinikaufenthalt bis Dienstag nächster Woche und die abgesagten Termine begrenzen zunächst das öffentliche Programm des Papstes. Für die geplante fast zweiwöchige Südamerika-Reise im November wird neben den medizinischen Befunden auch seine Belastbarkeit nach der Rehabilitation maßgeblich sein.

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