Papst Leo XIV.: Ärzte bestätigen lokal begrenzten Lungenkrebs
Veröffentlicht am: 21.10.2026 um 21:38 Uhr | dpa, AD HOC NEWSLeos Befund nach der Operation
- Die Ärzte bestätigten beim 71-jährigen Papst ein Lungenadenokarzinom.
- Das entfernte Gewebe stammte aus dem unteren Lappen des rechten Lungenflügels.
- Leo XIV. verließ das Gemelli-Krankenhaus wenige Tage nach dem Eingriff.
Ärzte bestätigen lokalen Lungentumor bei Papst Leo XIV.
Der Lungenkrebs bei Papst Leo XIV. hat nach Angaben seiner Ärzte nicht gestreut. Untersuchungen des bei einer Operation entfernten Gewebes aus der Lunge bestätigten, dass die Erkrankung lokal begrenzt war; eine weitere Therapie ist nach der onkologischen Beurteilung nicht erforderlich.
Befund nach der Operation in Rom
Die behandelnden Ärzte Luigi Carbone und Stefano Margaritora teilten den Befund in der Gemelli-Klinik in Rom mit. Der 71 Jahre alte Papst hatte sich dort am Dienstag vergangener Woche einem rund 90-minütigen Eingriff unterzogen.
Entfernt wurde der untere Lappen seines rechten Lungenflügels, in dem sich ein bösartiger Tumor befand. Am Samstag konnte Leo XIV. das Krankenhaus im Nordwesten der italienischen Hauptstadt wieder verlassen.
Leo Notdurfter
Trading-Coach
US-Eröffnung lesen wie ein Trader (Live-Webinar)
Trader der trading-house Börsenakademie zeigen Einsteigern live Chartmuster, Einstieg und Absicherung - Deine Fragen inklusive.
Mittwochs 15:15 Uhr | 45 Minuten | 1x anmelden | seit 1998 | kostenlos
Anzeige | trading-house Börsenakademie
Keine weitere Krebstherapie nötig
Nach dem Eingriff war zunächst offen, ob der Papst krebsfrei ist. In dem medizinischen Bulletin erklärten die Ärzte, die endgültigen histologischen Befunde und die molekularbiologischen Untersuchungen des entfernten Gewebes seien ausgewertet und dokumentiert worden.
Die Ergebnisse bestätigten demnach, dass es sich um ein Lungenadenokarzinom handelte und die Erkrankung lokal begrenzt war. Diese Form gilt als die häufigste Variante von Lungenkrebs.
Öffentliche Auftritte nach der Entlassung
Bereits am Tag nach seiner Entlassung sprach Leo XIV. das traditionelle Angelus-Gebet vor Zehntausenden Gläubigen aus aller Welt. Die Sorge unter den rund 1,4 Milliarden Katholiken hatte zuvor vor allem der Frage gegolten, ob der Krebs gestreut haben könnte.
Vor anderthalb Wochen hatte der Papst beim Angelus-Gebet auf dem Petersplatz erstmals öffentlich von einem Knoten in der Lunge gesprochen. Er erklärte damals, der Knoten befinde sich im Anfangsstadium; erst die Gewebeuntersuchung nach der Operation brachte die endgültige Diagnose.
Die Mitteilung der behandelnden Ärzte markiert einen wichtigen medizinischen Befund nach dem Eingriff: Die Gewebeanalysen ordnen den Tumor als Lungenadenokarzinom ein und bestätigen zugleich, dass die Erkrankung lokal begrenzt war. Damit entfällt nach ärztlicher Einschätzung eine weitere Krebstherapie.
Bei einer Krebsdiagnose entscheidet die histologische Untersuchung des entfernten Gewebes über die genaue Einordnung des Tumors. Molekularbiologische Analysen können zusätzliche Eigenschaften des Gewebes erfassen und helfen, die Behandlung zu planen. Im Fall des Papstes lautet die ärztliche Konsequenz nach den vorliegenden Befunden, dass keine weitere Therapie erforderlich ist.
Öffentliche Aufgaben trotz Eingriff
Für den Vatikan und die katholische Kirche schafft der Befund Klarheit über den unmittelbaren Gesundheitsstatus des Kirchenoberhaupts. Leo XIV. hatte den Lungenknoten selbst beim Angelus-Gebet öffentlich gemacht und war bereits kurz nach der Operation wieder vor Gläubigen aufgetreten.
Die weitere öffentliche Belastbarkeit des 71-Jährigen wird damit vor allem von der Erholung nach dem chirurgischen Eingriff abhängen. Der entfernte rechte Lungenlappen und die kurze Krankenhausbehandlung zeigen, dass die medizinische Beobachtung trotz des günstigen Befunds zunächst Teil der Genesung bleibt.
Pressespiegel: Einigkeit, Unterschiede und offene Fragen
Euronews: „Im Papamobil: Papst Leo XIV. kehrt nach Lungen-OP zurück“ (21.10.2026)
Der Beitrag bestätigt die Rückkehr des Papstes auf den Petersplatz nach dem rund 90-minütigen Eingriff und legt den Schwerpunkt auf seinen öffentlichen Auftritt. Im Mittelpunkt steht damit stärker die sichtbare Erholung als die medizinische Bewertung der Gewebeproben.
Frankfurter Rundschau: „Im Papamobil: Papst Leo XIV kehrt acht Tage nach Lungen-OP auf den Petersplatz zurück“ (21.10.2026)
Auch dieser Bericht beschreibt die Rückkehr auf den Petersplatz und ordnet den Eingriff als etwa 90-minütige videoassistierte Operation ein. Anders als die aktuelle ärztliche Mitteilung konzentriert sich der Artikel vor allem auf den zeitlichen Verlauf und den öffentlichen Termin.
Beide Beiträge stimmen beim Genesungsverlauf und bei der Rückkehr des Papstes überein. Die aktuelle ärztliche Aussage ergänzt dazu die entscheidende medizinische Folge, dass der lokal begrenzte Tumor keine weitere Krebstherapie erforderlich macht.

