Frankreich, Deutschland

G7 fordert Ende von Angriffen auf zivile Ziele im Iran-Krieg

27.03.2026 - 17:26:43 | dpa.de

Noch vor seiner Ankunft beim G7-Treffen in Frankreich hatte US-Außenminister Rubio Kritik an Europäern im Iran-Krieg unterstrichen. Dort kann man sich aber auf eine gemeinsame Linie verständigen.

Überraschend einigten sich die G7-Außenminister auf eine gemeinsame Erklärung zum Iran. - Foto: Michael Kappeler/dpa
Überraschend einigten sich die G7-Außenminister auf eine gemeinsame Erklärung zum Iran. - Foto: Michael Kappeler/dpa

Die Außenminister der G7-Länder haben im Iran-Krieg ein sofortiges Ende von Angriffen auf zivile Infrastruktur gefordert. Überraschend veröffentlichten die Minister der wirtschaftsstarken Demokratien nach ihrem Treffen bei Paris eine gemeinsame Erklärung zum Iran. Es könne keine Rechtfertigung für vorsätzliche Angriffe auf Zivilisten geben, hieß es in der Mitteilung. 

Die Außenminister betonten in der Erklärung auch, dass es aus ihrer Sicht absolut notwendig sei, den freien Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus dauerhaft wiederherzustellen. Diese müsse sicher und gebührenfrei sein. Die Straße von Hormus, eine für den weltweiten Öl- und Gashandel immens wichtige Transportroute, liegt direkt vor der Küste des Irans. Seit Beginn der amerikanisch-israelischen Angriffe auf die Islamische Republik forderte der Iran Schiffe in der Meerenge per Funk auf, diese nicht zu passieren.

Zur «Gruppe der Sieben» gehören neben Deutschland auch Frankreich, Großbritannien, Italien, Japan, Kanada und die USA. Von einer gemeinsamen Erklärung war vor dem Treffen in Vaux-de-Cernay keine Rede gewesen. Es werde lediglich eine Mitteilung des französischen G7-Vorsitzes geben, hatte es aus Frankreich geheißen. Noch vor seinem Abflug Richtung Paris hatte US-Außenminister Marco Rubio sich hinter die Kritik von Präsident Donald Trump gestellt, die Nato-Verbündeten hätten im Krieg mit Iran nicht geholfen, als die USA darum gebeten hätten.

Hol dir jetzt den Wissensvorsprung der Aktien-Profis.

 <b>Hol dir jetzt den Wissensvorsprung der Aktien-Profis.</b>
Seit 2005 liefert der Börsenbrief trading-notes verlässliche Anlage-Empfehlungen – dreimal pro Woche, direkt ins Postfach. 100% kostenlos. 100% Expertenwissen. Trage einfach deine E-Mail Adresse ein und verpasse ab heute keine Top-Chance mehr. Jetzt abonnieren.
Für immer kostenlos
ausland | 69006460 |

Weitere Meldungen

G7 finden überraschend gemeinsame Linie zum Iran-Krieg. Überraschend gibt es eine Erklärung aller Minister. Erst Kritik aus den USA, doch nach dem G7-Treffen in Frankreich sieht Bundesaußenminister Wadephul beim Iran eine gemeinsame Linie. (Ausland, 27.03.2026 - 18:20) weiterlesen...

Wadephul sieht gemeinsame G7-Linie mit USA bei Iran-Krieg. Am Ende scheint ein Zerwürfnis der Staatenrunde vermieden. Vor der Abreise zum G7-Treffen in Frankreich hatte US-Außenminister Rubio Kritik an den Europäern wegen des Iran-Kriegs unterstrichen. (Ausland, 27.03.2026 - 17:03) weiterlesen...

Wadephul ringt in G7-Gruppe nach US-Kritik um Zusammenhalt. Der deutsche Außenminister sieht Belastungen mit Washington. Doch er steuert dagegen. Beim Abflug nach Paris hatte US-Außenminister Rubio eine wenig versöhnliche Grußbotschaft an die Partner parat. (Ausland, 27.03.2026 - 15:24) weiterlesen...

Wadephul trifft Rubio – nach US-Kritik um Entspannung bemüht. Sein deutscher Kollege räumt eine Belastung durch den Iran-Krieg ein. Der US-Außenminister ist erst zum letzten Tag des G7-Treffens angereist. (Ausland, 27.03.2026 - 13:50) weiterlesen...

Neuer Nachtzug von Paris nach Berlin geht auf erste Fahrt. Ab Mitte Juli wird es auch einen Zwischenstopp in Hamburg-Harburg geben. Ein neuer Nachtzug verbindet Paris und Berlin: European Sleeper startet mit drei Fahrten pro Woche. (Wirtschaft, 26.03.2026 - 19:40) weiterlesen...

Kriegsverlust: Cranach-Gemälde kehrt nach Dresden zurück. Dann tauchte es in Frankreich auf, nun ist es wieder «zu Hause». Kurfürst Friedrich kehrt heim: Ein Porträt von ihm galt Jahrzehnte als Kriegsverlust der Dresdner Gemäldegalerie. (Unterhaltung, 26.03.2026 - 11:47) weiterlesen...