International, Grönland

Rutte zu Grönland: «Es gibt noch viel zu tun»

22.01.2026 - 01:24:34

Nach einem Treffen mit Nato-Chef Rutte spricht US-Präsident Trump auf einmal von einem Rahmen für eine zukünftige Vereinbarung über Grönland. Vieles ist noch unklar. Nun äußert sich Rutte erneut.

Nato-Generalsekretär Mark Rutte sieht beim politischen Streitthema Grönland noch viel Arbeit vor den beteiligten Parteien. In Gesprächen mit US-Präsident Donald Trump am Rande des Weltwirtschaftsforums in Davos sei man am Mittwoch übereingekommen, dass man die Arktisregion gemeinsam schützen müsse, sagte der Niederländer dem US-Sender Fox News. Natürlich würden die USA aber auch ihre Gespräche mit Grönland und Dänemark fortsetzen, wenn es etwa darum gehe, einen Zugang Russlands und Chinas zur Wirtschaft Grönlands zu verhindern. 

Er halte das für ein «sehr gutes Ergebnis», sagte Rutte und schob nach: «Es gibt noch viel zu tun.» Man habe vereinbart, an der Frage zu arbeiten, was die Nato gemeinsam zum Schutz der gesamten Arktisregion beitragen könne. Es gebe viel zu tun, um sicherzustellen, dass alles Notwendige zu Land, zu Wasser und in der Luft unternommen werde, um diesen wichtigen Teil der Welt und des Nato-Gebiets zu schützen.

Die Frage, ob der Rahmen für ein mögliches Grönland-Abkommen, den Trump zuvor verkündet hatte, vorsehe, dass die weitgehend autonome Arktisinsel weiterhin zum Hoheitsgebiet Dänemarks gehöre, beantwortete Rutte nicht abschließend. Das Thema sei in seinen Gesprächen am Abend nicht mehr zur Sprache gekommen, sagte er. Der Schwerpunkt dabei lag demnach auf dem Schutz Grönlands.

Trump hatte zuvor mitgeteilt, dass basierend auf einem Treffen mit Rutte ein Rahmen für eine zukünftige Vereinbarung über Grönland und die gesamte Arktisregion entstanden sei. Der US-Präsident nahm zudem Abstand von seiner Ankündigung, Strafzölle gegen Deutschland und andere europäische Länder zu verhängen. Rutte hatte Trumps Angaben zu einem Rahmen für ein mögliches Grönland-Abkommen bereits zuvor bestätigt. Details dazu blieb er zunächst aber ebenfalls schuldig.

@ dpa.de

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