RAF Fairford, Terrorverdacht

RAF Fairford: Fünf Männer wegen Terrorverdachts nahe US-Militärbasis festgenommen

Veröffentlicht am: 27.09.2026 um 20:21 Uhr | dpa, AD HOC NEWS

Nach einem Hinweis auf drei verdächtige Fahrzeuge hat die britische Polizei nahe der von der US-Luftwaffe genutzten RAF Fairford fünf Männer festgenommen. Rund 85 Haushalte mussten ihre Häuser verlassen, während Sprengstoffexperten mehrere Fahrzeuge untersuchten.

  • Die Polizei hatte in der Nähe des britischen Luftwaffenstützpunkts fünf Männer festgenommen.  - Bild: Ben Birchall/PA Wire/dpa
    Die Polizei hatte in der Nähe des britischen Luftwaffenstützpunkts fünf Männer festgenommen. - Bild: Ben Birchall/PA Wire/dpa
  • Der Vorfall ereignete sich in der Nähe des britischen Militärstützpunkts Fairford, der von der US-Luftwaffe genutzt wird.  - Bild: Ben Birchall/PA Wire/dpa
    Der Vorfall ereignete sich in der Nähe des britischen Militärstützpunkts Fairford, der von der US-Luftwaffe genutzt wird. - Bild: Ben Birchall/PA Wire/dpa
  • Die fünf Männer hätten «großen Schaden» anrichten wollen, sagte US-Präsident Donald Trump. - Bild: Allison Robbert/FR172296 AP/AP/dpa
    Die fünf Männer hätten «großen Schaden» anrichten wollen, sagte US-Präsident Donald Trump. - Bild: Allison Robbert/FR172296 AP/AP/dpa
Die Polizei hatte in der Nähe des britischen Luftwaffenstützpunkts fünf Männer festgenommen.  - Bild: Ben Birchall/PA Wire/dpa Der Vorfall ereignete sich in der Nähe des britischen Militärstützpunkts Fairford, der von der US-Luftwaffe genutzt wird.  - Bild: Ben Birchall/PA Wire/dpa Die fünf Männer hätten «großen Schaden» anrichten wollen, sagte US-Präsident Donald Trump. - Bild: Allison Robbert/FR172296 AP/AP/dpa

Nahe dem von der US-Luftwaffe genutzten britischen Militärstützpunkt RAF Fairford sind fünf Männer wegen des Verdachts auf die Vorbereitung einer terroristischen Tat festgenommen worden.

Verdächtige Fahrzeuge lösen Großeinsatz aus

Die Polizei war in der Nacht zum Sonntag alarmiert worden, nachdem drei verdächtige Fahrzeuge in Richtung des Luftwaffenstützpunkts gemeldet worden waren. Die Männer stehen außerdem im Verdacht, gegen das Sprengstoffgesetz verstoßen zu haben.

Rund 85 Haushalte in der Umgebung mussten ihre Häuser vorsichtshalber verlassen. Am Sonntagabend konnten die Bewohner nach den vorliegenden Angaben noch nicht zurückkehren.

Trump spricht von geplantem großen Schaden

US-Präsident Donald Trump sagte, die fünf Männer hätten „großen Schaden“ anrichten wollen. Er lobte die Festnahmen und die Zusammenarbeit mit Großbritannien.

Die britische Anti-Terror-Polizei betonte, die Ermittlungen befänden sich in einem frühen Stadium. Nach Angaben der Nachrichtenagentur PA hatten die Ermittler vor dem Einsatz keine Kenntnis von einem möglicherweise geplanten Anschlag.

Motiv und mögliche Hintergründe offen

Der britische Verteidigungsminister Wes Streeting äußerte sich nicht zu einer möglichen Verbindung zum Iran. Auch ein russisches Sabotagemotiv oder ein islamistischer Hintergrund werden nach Angaben aus Großbritannien nicht ausgeschlossen.

Fairford erhielt im März zusätzliche Bedeutung, als die US-Streitkräfte Langstreckenbomber dorthin verlegten. London bestätigte damals, dass die USA britische Stützpunkte für spezifische Verteidigungsoperationen im Iran-Krieg nutzten.

Regierung spricht von beunruhigendem Vorfall

Der britische Premierminister Andy Burnham bezeichnete den Vorfall als zutiefst beunruhigend. Seine Regierung werde alle notwendigen Schritte unternehmen, um die Menschen zu schützen.

Militärischer Standort mit strategischer Bedeutung

RAF Fairford ist nicht nur ein britischer Militärflugplatz, sondern wird auch von der US-Luftwaffe genutzt. Dort sind Einheiten für den Betrieb und die Unterstützung amerikanischer Bomber stationiert. Die Basis ist deshalb sicherheitspolitisch sensibler als ein gewöhnlicher regionaler Standort.

Zusätzliche Bedeutung erhielt Fairford durch die Stationierung amerikanischer Langstreckenbomber im März. Großbritannien erlaubte den USA, den Stützpunkt für spezifische Operationen im Zusammenhang mit dem Iran-Krieg zu nutzen. Damit steht die Anlage im Zusammenhang mit der wachsenden regionalen Spannung und möglichen Reaktionen auf die militärische Nutzung britischen Territoriums.

Ermittlungen und Schutzmaßnahmen

Die Evakuierung von rund 85 Haushalten, die Sperrzone und der Einsatz von Sprengstoffexperten zeigen die unmittelbaren Folgen des Verdachts für die Bevölkerung. Für die Anwohner bedeutet der Vorgang vor allem Unsicherheit und eine vorübergehende Einschränkung des Zugangs zu ihren Häusern.

Welche Motive hinter den Festnahmen stehen, müssen die Ermittlungen klären. Neben einem möglichen Bezug zum Iran werden auch andere Szenarien geprüft; belastbare Aussagen dazu liegen zum Zeitpunkt der Festnahmen nicht vor. Politisch dürfte der Vorfall den Druck erhöhen, militärische Einrichtungen und kritische Infrastruktur gegen Anschläge, Sabotage und mögliche hybride Bedrohungen zu schützen.

Pressespiegel: Einigkeit, Unterschiede und offene Fragen

tagesschau.de: „Terrorverdacht in Großbritannien Polizei nimmt fünf Männer bei Militärstützpunkt fest“ (27.09.2026)

Der Bericht bestätige die Festnahme von fünf Männern und die Evakuierung von rund 85 Haushalten. Er setze einen Schwerpunkt auf die militärische Bedeutung Fairfords und verweise auf eine frühere Warnung der iranischen Revolutionsgarde; ein konkretes Motiv der Verdächtigen bleibe offen.

DER SPIEGEL: „Ermittlungen in Fairford Sprengstoffkommando bei Luftwaffenbasis im Einsatz – britische Polizei nimmt mehrere Personen fest“ (27.09.2026)

Der Artikel schildere den Einsatz von Polizei und britischer Armee sowie die Untersuchung mehrerer Fahrzeuge. Anders als die aktuelle Meldung stelle er zunächst den Verdacht auf Verstöße gegen das Sprengstoffgesetz und die Evakuierungen in den Mittelpunkt; außerdem hebe er die zurückhaltende Reaktion der US-Luftwaffe hervor.

Beide Berichte bestätigten den Großeinsatz und die Schutzmaßnahmen für Anwohner. Unterschiede lägen vor allem in der Gewichtung der militärischen Vorgeschichte und der möglichen Verbindung zu regionalen Konflikten; das konkrete Motiv und die Hintergründe der Festnahmen blieben offen.

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