Katie Zacharia: Trump feuert neue Sprecherin nach wenigen Tagen
Veröffentlicht am: 16.10.2026 um 20:06 Uhr | dpa, AD HOC NEWSTrumps Entscheidung über Zacharias Zukunft
- Donald Trump sprach vor dem Weißen Haus mit Katie Zacharia über einen möglichen Rücktritt.
- Die Sprecherin hatte das Amt erst wenige Tage zuvor übernommen.
- Trump verwies auf Kritik an Zacharias beruflichen Angaben und nannte ihre Vorgängerin Karoline Leavitt als positives Beispiel.
Trump stellt Zacharias Verbleib im Weißen Haus infrage
US-Präsident Donald Trump hat seiner erst vor wenigen Tagen angetretenen Pressesprecherin Katie Zacharia US-Medien zufolge gekündigt. Trump selbst sagte vor dem Weißen Haus, er habe ihr nahegelegt, über einen Rücktritt nachzudenken, und wolle ihr die Entscheidung überlassen.
Trump beschreibt Gespräch über Rücktritt
Trump sagte, er habe Zacharia aufgefordert, sich zu überlegen, ob sie den Posten weiter ausüben wolle. Er werde ihre Entscheidung unterstützen und bald erneut mit ihr sprechen.
Die neue Sprecherin sei in den vergangenen Tagen von Medien schlecht behandelt worden, beklagte Trump. Sie habe einen schwierigen Start gehabt; zugleich verwies er auf die gute Arbeit ihrer Vorgängerin Karoline Leavitt.
Erster Auftritt endet früh
Zacharia hatte bei ihrem ersten Auftritt vor der Presse mit Versprechern und einem ungewöhnlich schnellen Ende nach nur wenigen Fragen für Aufmerksamkeit gesorgt. Danach geriet sie wegen ihrer beruflichen Angaben unter Druck.
Die Absolventin einer US-Jurafakultät hatte wiederholt eine Anwaltsbezeichnung verwendet, obwohl sie die dafür erforderliche Prüfung nicht bestanden hatte. Dies räumte sie inzwischen selbst ein.
Trump weicht Qualifikationsfrage aus
Auf die Frage, ob er vor ihrer Ernennung von der nicht bestandenen Prüfung hätte wissen wollen, ging Trump nicht direkt ein. Stattdessen kritisierte er erneut den Umgang der Medien mit Zacharia und nannte auch Fox News als Sender, der hart mit ihr umgegangen sei.
Die Personalie fällt in eine Phase, in der die Kommunikation des Weißen Hauses besonders eng an die politische Führung gebunden ist. Die Pressesprecherin muss nicht nur tägliche Briefings vor Journalisten absolvieren, sondern auch die öffentliche Darstellung der Regierungspolitik koordinieren und Angriffe auf den Präsidenten abwehren.
Zacharias kurzer Amtsantritt zeigt, wie schnell sich in dieser Funktion ein öffentlicher Fehlstart zu einer Personalfrage entwickeln kann. Ihr erster Auftritt war von Versprechern und einem frühen Ende geprägt; anschließend verlagerte sich die Debatte auf Angaben zu ihrer juristischen Qualifikation. Für das Amt selbst ist eine US-Anwaltszulassung zwar keine formale Voraussetzung, die Bezeichnung als Anwältin berührt aber die Glaubwürdigkeit einer Sprecherin.
Folgen für Trumps Kommunikation
Trump stellte sich zunächst schützend vor Zacharia und verwies auf die Kritik der Medien, ließ die Entscheidung über ihre Zukunft aber bei ihr. Das unterscheidet sich von einer öffentlich verkündeten Entlassung und macht den weiteren Status der Sprecherin zum unmittelbaren nächsten Schritt. Sollte sie tatsächlich ausscheiden, müsste das Weiße Haus seine Kommunikationsarbeit erneut personell neu ordnen.
Für die Öffentlichkeit ist der Vorgang deshalb mehr als eine kurze Personalie: Er lenkt Aufmerksamkeit auf Auswahl, Qualifikationen und Kontrolle im Regierungsteam. Zugleich zeigt er, dass Trumps persönliche Unterstützung eine Sprecherin nicht vor starkem öffentlichen und politischen Druck schützt.
