Iran, Regierung

Chamenei gibt Trump Schuld für Massenproteste im Iran

17.01.2026 - 12:45:16 | dpa.de

Irans Führer Chamenei beschuldigt US?Präsident Trump, die Proteste im Land angeheizt zu haben. Der Ajatollah räumte ein, es habe Tausende Tote gegeben.

  • Viele Menschen im Iran gingen gegen das autoritäre Herrschaftssystem auf die Straße. (Archivbild) - Foto: Uncredited/UGC/AP/dpa
    Viele Menschen im Iran gingen gegen das autoritäre Herrschaftssystem auf die Straße. (Archivbild) - Foto: Uncredited/UGC/AP/dpa
  • Irans Oberster Führer Ali Chamenei wirft US-Präsident Donald Trump vor, die «Aufständischen» ermutigt zu haben. (Archivbild) - Foto: Uncredited/Office of the Iranian Supreme Leader via AP/dpa
    Irans Oberster Führer Ali Chamenei wirft US-Präsident Donald Trump vor, die «Aufständischen» ermutigt zu haben. (Archivbild) - Foto: Uncredited/Office of the Iranian Supreme Leader via AP/dpa
'.$caption.' '.$caption.'

Irans oberster Führer Ali Chamenei macht US-Präsident Donald Trump für die landesweiten Massenproteste verantwortlich. Vor Anhängern in Teheran sagte der Ajatollah, Trump habe persönlich in die Unruhen eingegriffen und die «Aufständischen» ermutigt, weiterzumachen und keine Angst zu haben.

Der Iran betrachte den Präsidenten der Vereinigten Staaten als schuldig, sowohl «wegen der Opfer als auch wegen der entstandenen Schäden und wegen der Verleumdung, die dem iranischen Volk zugefügt wurde», sagte Chamenei laut einer Übersetzung der staatlichen Rundfunkagentur Iribnews. Amerika müsse dafür zur Verantwortung gezogen werden.

Das US-Außenministerium teilte in der Landessprache Farsi mit, es habe Berichte erhalten, wonach der Iran Optionen für Angriffe auf amerikanische Stützpunkte vorbereite. «Wie Präsident Trump wiederholt betont hat, bleiben alle Optionen auf dem Tisch», hieß es laut Übersetzung weiter. Sollte das «Regime der Islamischen Republik» amerikanische Einrichtungen angreifen, werde es mit einer sehr, sehr starken Streitmacht konfrontiert. «Das haben wir bereits zuvor gesagt und sagen es erneut: Legen Sie sich nicht mit Präsident Trump an.»

Chamenei räumte ein, dass es Tausende Tote während der Proteste gegeben habe. Einige Menschen seien auf «unmenschliche, brutale Weise» getötet worden. Der oberste Führer machte dafür die «Aufständischen» verantwortlich. Iranische Aktivisten berichteten hingegen, dass Sicherheitskräfte mit großer Gewalt gegen Demonstrierende vorgegangen seien und Menschen gezielt mit Kopfschüssen getötet haben sollen. Diese Angaben können nicht unabhängig überprüft werden.

Ausgelöst wurden die Proteste im Iran Ende Dezember von einer dramatischen Wirtschaftskrise und sehr hoher Inflation. Rasch entwickelten sich die Demonstrationen jedoch zu politischen Protesten gegen das autoritäre Herrschaftssystem der Islamischen Republik. Sicherheitskräfte gingen dabei gewaltsam vor. Iranische Menschenrechtsgruppen meldeten mehr als 3.400 Tote. Genaue Zahlen lassen sich wegen der Informationssperre kaum überprüfen.

Hol dir jetzt den Wissensvorsprung der Aktien-Profis.

 <b>Hol dir jetzt den Wissensvorsprung der Aktien-Profis.</b>

Seit 2005 liefert der Börsenbrief trading-notes verlässliche Anlage-Empfehlungen – dreimal pro Woche, direkt ins Postfach. 100% kostenlos. 100% Expertenwissen. Trage einfach deine E-Mail Adresse ein und verpasse ab heute keine Top-Chance mehr.
Jetzt abonnieren.

ausland | 68494584 |

Weitere Meldungen

Leavitt: Amerikaner stehen hinter Trumps Kriegsentscheidung Die US-Bevölkerung steht nach Ansicht der Regierung hinter der Entscheidung zum Krieg gegen den Iran. (Boerse, 04.03.2026 - 20:37) weiterlesen...

Spanien über Schweigen von Merz bei Trump verärgert. Spaniens Außenminister fordert mehr Zusammenhalt. Außenminister Wadephul betont Solidarität in der EU. Trump kritisiert Spanien vor laufenden Kameras scharf, Merz bleibt im Weißen Haus zunächst still. (Ausland, 04.03.2026 - 16:18) weiterlesen...

Spanien wirft Merz mangelnden Beistand nach Trump-Kritik vor. Spaniens Außenminister zeigt sich überrascht – und fordert mehr Zusammenhalt von Deutschland. Trump kritisiert Spanien vor laufenden Kameras scharf, Merz bleibt im Weißen Haus zunächst still. (Ausland, 04.03.2026 - 12:16) weiterlesen...

Fünf Lehren aus dem Merz-Besuch bei Trump. Diesmal löst die Zurückhaltung aber Verärgerung aus. Reden ist Silber, Schweigen ist Gold: An dieses Sprichwort hat sich Merz wie schon bei seinem ersten Mal im Oval Office auch jetzt wieder gehalten. (Ausland, 04.03.2026 - 07:01) weiterlesen...

Trump lobt Merz - und attackiert andere Europäer. Dafür geht der US-Präsident andere Nato-Verbündete hart an. Bundeskanzler Merz trifft Donald Trump im Oval Office - und wird ausgesprochen freundschaftlich empfangen. (Ausland, 03.03.2026 - 20:20) weiterlesen...

Trump lobt deutsche Haltung zum Iran-Krieg. Dafür geht der US-Präsident andere Nato-Verbündete hart an. Bundeskanzler Merz trifft Donald Trump im Oval Office - und wird ausgesprochen freundschaftlich empfangen. (Ausland, 03.03.2026 - 19:47) weiterlesen...