Pete Hegseth, Benjamin Netanjahu

Hegseth trifft Netanjahu eine Woche vor Israels Parlamentswahl

Veröffentlicht am: 20.10.2026 um 06:52 Uhr | dpa, AD HOC NEWS
Der US-Verteidigungsminister besucht Israel kurz vor der Parlamentswahl und trifft den Ministerpräsidenten auf einem Luftwaffenstützpunkt. Der Termin fällt in eine Phase wachsender Spannungen mit Iran und enger US-Unterstützung für Netanjahu.

Hegseths Reise verbindet Wahlkampf und Militär

  • Netanjahu flog laut israelischen Medien zu einem Luftwaffenstützpunkt im Süden Israels.
  • Hegseth schrieb, er habe Truppen des US-Regionalkommandos Centcom getroffen.
  • Die Parlamentswahl findet eine Woche nach dem überraschenden Treffen statt.
US-Verteidigungsminister Pete Hegseth (r) mit Israels Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu bei einem früheren Treffen. (Archivbild) - Bild: Manuel Balce Ceneta/AP/dpa

Hegseth trifft Netanjahu im Süden Israels

US-Verteidigungsminister Pete Hegseth ist laut israelischen Medienberichten bei einem überraschenden Israel-Besuch mit Ministerpräsident Benjamin Netanjahu zusammengetroffen. Netanjahu flog dafür zu einem Luftwaffenstützpunkt im Süden des Landes.

Ministerium äußert sich zunächst nicht

Das US-Verteidigungsministerium äußerte sich zunächst nicht zu den Berichten. Hegseth schrieb im Onlinedienst X, er habe Truppen des für den Nahen Osten zuständigen Regionalkommandos Centcom getroffen.

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Besuch vor der Parlamentswahl

Der Besuch findet eine Woche vor der Parlamentswahl in Israel statt. Bei der Abstimmung wird ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen Netanjahu und seinem wichtigsten Herausforderer, dem ehemaligen Generalstabschef Gadi Eisenkot, erwartet.

US-Präsident Donald Trump hatte Netanjahu zuletzt seine Unterstützung zugesichert. Die Rückendeckung aus Washington fällt damit in den Endspurt des israelischen Wahlkampfs.

Spekulationen über Iran-Konflikt

Das US-Nachrichtenportal Axios brachte Hegseths Besuch mit Spekulationen über eine mögliche erneute Eskalation im Konflikt mit Iran in Verbindung. Konkrete Angaben zu den Inhalten des Treffens wurden zunächst nicht veröffentlicht.

Die Reise verbindet damit einen innenpolitisch wichtigen Zeitpunkt mit der regionalen Sicherheitslage. Welche praktischen Folgen der Besuch hat, hängt von den weiteren Erklärungen der beteiligten Regierungen ab.

Der Besuch fällt in eine politisch besonders sensible Phase: In Israel steht eine Parlamentswahl bevor, bei der Ministerpräsident Benjamin Netanjahu unter erheblichem innenpolitischem Druck steht. Die offene Unterstützung von US-Präsident Donald Trump verleiht Netanjahus Wahlkampf zusätzliches Gewicht, weil die Beziehungen zu Washington für Israels Sicherheits- und Außenpolitik zentral sind.

Hegseths Treffen mit Netanjahu verbindet diese Wahlkampfsituation mit der angespannten regionalen Sicherheitslage. Dass der US-Verteidigungsminister zugleich US-Truppen des Regionalkommandos Centcom besuchte, unterstreicht die militärische Dimension seiner Reise. Centcom ist für die US-Militärpräsenz im Nahen Osten zuständig und koordiniert dort sicherheitspolitische Aktivitäten.

Wahlkampf und Iran-Spannungen

Der Zeitpunkt nährt Spekulationen über die weitere amerikanisch-israelische Abstimmung gegenüber Iran. Ein Treffen allein belegt jedoch keine konkrete militärische Entscheidung. Für die Öffentlichkeit entscheidend bleiben daher mögliche offizielle Angaben zu den Gesprächen, zur regionalen Sicherheitslage und zu den nächsten Schritten beider Regierungen.

Innenpolitisch kann Netanjahu den Besuch als Zeichen enger US-Unterstützung darstellen. Außenpolitisch zeigt er, wie eng Israels Wahlkampf, die Beziehungen zu Trump und die Sicherheitskonkurrenz mit Iran miteinander verknüpft sind. Die bevorstehende Wahl könnte damit auch die politische Richtung Israels in der regionalen Sicherheitspolitik beeinflussen.

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